Bedburg in alten Ansichten Band 2

Bedburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Josef Gülpers und Viktor Steffens
Gemeente
:   Bedburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6092-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bedburg in alten Ansichten Band 2'

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9 Die hier abgelichteten Bauernhöfe - zum Teil in Fachwerkbauweise ausgeführt - stellten gewissermaßen den Standarttyp heimiseher bäuerlicher Gebäudeformen dar. Erst der beginnende Bergbau in der nahegelegenen 'Gewerkschaft Neurath' ermöglichte über den nunmehr industriellen Arbeitsplatz ein höheres Lohnniveau und damit verbunden die Errichtung von Einfamilienhäusern. Der ursprünglich bäuerlich orientierte Ort entwickelte sich allmählich zu einemArbeiterort, dies zog eine geänderte Sozialordnung nach sich.

lONeben der Bäckerei gab es in Frauweiler drei Lebensmittelgeschäfte, ein Haushaltswarengeschäft, das mit einer Schmiede verbunden war, eine Sattlerei, zwei Gastwirtschaften, sowie einen Damen- und Herrenfriseur. Außerdem bestand am Ort ein Baumschulen- und Gartenbaubetrieb. Zeitweilig gab es auch eine Arztpraxis. Die hier sichtbare Gewerbestruktur zeigt trotz der oben angeführten geänderten Sozialstruktur noch eine starke landwirtschaftliche Prägung, wie sie bei den Handwerksbetrieben Schmiede und Sattlerei deutlich werden. Es mußten Pferde beschlagen und Zaumzeug hergestellt werden.

11 Auf dem Marktplatz im Bild links - befanden sich ein kleineres Feuerwehrgerätehaus und ein Kinderspielplatz. Hier wurden, wie bereits erwähnt, die Kirmes gefeiert. In Anlehnung an die Verehrung der Fides, Spes und Caritas bekam das Fest im Volksmund den Namen

. Op der Juffer'. Rechts im Bild zeigt sich ein größeres bäuerliches Anwesen in Backsteinmauerwerk. Die Nebengebäude, Stallungen und Scheune, waren in einem solchen Falle vielfach noch in Fachwerk ausgeführt.

12 Das Gebäude der zweitklassigen Schule entstammte dem [ahre 1899. Sie war gewissermaßen Nachfolgerin der von den Nonnen 1 657 errichteten Klosterschule, in der ausschließlich Mädchen unterrichtet und erzogen wurden. Die Schule stellte offenbar ein 'Gegenstück' zur 1623 in Bedburg gegründeten Knabenschule der Augustiner dar.

13 Das Bild zeigt die bereits oben angeführten 'Neubauten', die im Zusammenhang mit der Industrialisierung in der ersten Hälfte des 20. [ahrhunderts entstanden. Infolge der Umsiedlung in den [ahren 1963 bis 1970 verschwanden auch diese noch nicht sehr alten Gebäude einschließlich der Kirche und der Schule. Während die Umsiedlung der genannten Gebäude weniger problematisch war, blieb die Umsiedlung landwirtschaftlicher Anwesen schwierig, weil im Umsiedlungsgebiet bei Rath keine entsprechenden landwirtschaftheb nutzbaren Flächen vorhanden waren. Daher mußten die Landwirte vielfach ihre Betriebe aufgeben

oder andere, weiter entfernte Standorte suchen, was nicht in jedem Einzelfallleicht war.

Geddenberg, Mucbhaus, Oberschlag

14 Die drei Orte Geddenberg, Muchhaus und Oberschlag nannte der Volksmund wegen ihres hügeligen, mit eingesprengten Waldungen versehenen, reizvollen Naherholungsgebietes 'Die Bedburger Schweiz'. Überwiegend bäuerlich strukturiert, wurden sie im Heberegister des Iahres 1738 für die Herrschaft Bedburg mit entsprechenden Lieferungen von Feldfrüchten wie Roggen, Weizen, Gerste und Hafer erfaßt. Sicher bestanden diese Orte schon weit vor dem genannten Zeitpunkt, wenn man bedenkt, daß der in ihrem Gebiet gelegene

'Priorshof" am 24. Dezember 1400 von den Augustinern zu Bedburg erworben wurde.

1 5 Das Bild zeigt den Ortseingang von Muchhaus. Um 1930 hatte Geddenberg 167, Muchhaus 40 und Oberschlag 76 Einwolmer. Diese waren überwiegend im Bergbau beschäftigt, betrieben aber neben ihrer Arbeit häufig auch Land- und Viehwirtschaft in kleinerem Umfang.

16 Muchhaus wurde im Sagenbereich unserer Heimat häufig mit dem 'Schwarzen Mann', dem Teufel, in Verbindung gebracht. So wird erzählt, daß sich die Leute früher fürchteten, an der 'zweiten Knipp', einer Höhe nahe bei Muchhaus, vorbeizugehen, denn dort sollte der 'Schwarze Manri' erscheinen, der unweit auf den Dachsparren eines verlassenen Hauses zu nächtigen pflegte, ohne das Haus selbst zu betreten.

1 7 Wie hier im Bild festgehalten, so entstanden in allen alten Ortschaften Denkmäler für die in den Kriegen unseres Jahrhunderts Gefallenen. Das Denkmal war ein Gemeinschaftswerk der Bewohner der drei Orte Geddenberg, Muchhaus und Oberschlag.

18 In Oberselilag führte die Straße in einer Gabelung einmal nach Kaster und in ariderer Richtung zum bereits erwähnten 'Priorshof" . Letzterer bekam seinen Namen in der Reformation. Der damalige Augustinerprior Theuerkauf hatte die neue Lehre angenommen und den dem Kloster gehörenden Hof für sich privatisiert. Diese Hofanlage. später unter wechselnden Besitzern, hielt sich bis in die Iahre 1958-1965. Zug um Zug wurde sein Areal durch den Bergbau verkleinert; bis scliließlich auch die Gebäude dem Abriß verfielen. Eine Umsiedlung erfolgte nicht.

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