Bedburg in alten Ansichten Band 2

Bedburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Josef Gülpers und Viktor Steffens
Gemeente
:   Bedburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6092-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bedburg in alten Ansichten Band 2'

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Königshoven

59 Die im Vordergrund erbreiterte Straße erfaßte den ehemaligen Marktplatz zu Königshoven. Die Straßenbezeichnung 'Alter Markt' bestätigt den öffentlichen Platz. Hier, unterhalb der Kirche, wurde die Kirmes der ursprünglich vier Ortschaften Kunyncshouen, Houvermoirke, Elrehoueen und Berke gefeiert. Neuere archäologische Forschungen im Zusammenhang mit dem Braunkohlenabbau bestätigten die frühund hochmittelalterlichen Siedlungen, so daß wir getrost karolingisches Erbe annehmen können.

60 In der Ginnerstraße

( ginner = gegin, althochdeutsch = gegen) zeigt sich eine Haus- und Gartensiedlung, wie wir sie schon in Morken- Harff feststellen konriten. Auffällig ist hier die überwiegend zweigeschossige Bauweise.

61 Im Hintergrund des Bildes war auf einer Bodenerhebung die pfarrkirche 'St. Peter' mit ihrem Turm erkennbar. Das Gotteshaus hatte in der gesamten Umgebung eine beherrschende Stellung und ist weithin im Lande sichtbar. Der 'HarfferWeg', der Ortsausgang Königshovens, weist auf die nahe Verbindung zu Morken-Harffund damit zu einem selbständig gebliebenen Teil des alten vierreiligen Königshoven hin.

62 Der übervviegendeTeil der Bevölkerung im alten und neuen Ort war katholisch. Bedingt durch die Kriegsereignisse wuchs der Anteil der evangelischen Christen. Für sie wurde in den sechziger jahren die hier dargestellte Kirche erbaut, Heute steht ein evangelisches Gotteshaus im Umsiedlungsgebiet bei Kaster.

63 Hier, wo drei Straßen zusammenlaufen, hieß die Platzbezeichnung Am "Brunnen." Wenn auch der Brunnen nicht mehr vorhanden war, so ist doch festzuhalten, daß es in Königshoven mehrere Brunnen bei unterschicdlichen Grundwassertiefen gab. Überwiegend waren sie mit einer Pumpe versehen, die von der jeweiligen Nachbarschaft gewartet werden mußte.

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64 Das alte Berke erhielt im Laufe der Zeit die Bezeichnung 'Am End'. Es war der westlichste Teil Königshovens. Im Bild erfaßt ist hier das in unserer Heimat vielfach verbreitete fränkische Bauernhaus mit breiter Toreinfahrt und zurückliegenden festen Stallungen und Nebengebäuden. An sie schloß sich meist der 'Bongert' , der Obstgarten, an.

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65 Die Pannengasse weist auf eine nicht mehr nachweisbare Dachziegelei hin, wie es sie in Tollhaus und in Darßhoven noch gab. Obwohl die Herstellung von Dachziegeln bereits aus der Römerzeit in unserer Heimat bekannt war, waren noch andere Dachdeckungen möglich. So kannten unsere Vorfahren das Schindel-, das Stroh- und auch das Schilfdach. Alle genannten Materialien waren in der Rohform im Gebiet an der Erft zu haben.

66 Die Hauptstraße Königshovens beherbergte eine in der ganzen Umgebung gut bekannte Brauerei, die heute in einem Getränkeverlag am neuen Ort 'weiterwirkt' . Gutes Grundwasser, wenn auch in einem tieferen 'Horizont' , gab es in Königshoven. Dies war eine günstige Vorbedingung für das Brauen des Bieres, dessen Hauptgrundlage die in der Umgebung reichlich angebaute Gerste war. Die anderen Zutaten mußten anderwärts beschafft werden.

67 Die 'Bachstraße' folgte in ihrer Bebauung dem Könighovener Bach, auch 'Soth' genannt. Der Wasserlauf endete nach ungefilir zwei Kilometern bei Marken in die Erft. Bei starken Gewitterregen mußte man mit Überschwemmungen rechnen. Infolge der im Laufe der Zeit erfolgten Umweltveränderungen sind mehrere Bäche dieses Gebietes trocken gefallen, ebenso ist der Grundwasserspiegel, bedingt durch den Braunkohlenabbau, erheblich gesunken.

68 Kirche und Schule waren die dominierenden Gebäude am 'Kirchberg'. Schon im 16., verstärkt aber im 17. [ahrhundert, ließen sich in unserer Heimat Schulen feststellen. Ursprünglich erteilten Geistliche, Küster und Handwerker verschiedener Berufe Unterricht im 'Nebenberuf". Diese Aktivitäten gingen einerseits auf das "Irienter Konzil' (1545-1563), andererseits auf das 'Kölner Provinzialkonzil' des Iahres 1662 zurück. Beide 'Versammhingen' machten die Einrichtungen von Schulen und deren Unterhaltung den Geistlichen zur Pflicht. Im 19. jahrhundert übernahm dann der Staat und in seiner Vertretung die Gemeinden diese Aufgabe.

In den dreißiger jahren unseres [ahrhunderts hatte Kónigshoven eine sechsklassige Volksschule, die in der Zusammenlegung mit Marken bei Kaster 'umgesiedelt' wurde.

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