Bergen auf Rügen in alten Ansichten

Bergen auf Rügen in alten Ansichten

Auteur
:   Karl und Barb Zerning
Gemeente
:   Bergen auf Rügen
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5197-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bergen auf Rügen in alten Ansichten'

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39. Ein ebenso beliebtes Ausflugsziel war um 1900 das westlich von Bergen gelegene Damen- und Herrenbad. Die Badeanstalt wurde 1894 gebaut, bestehend aus zwei hölzernen, in die Erde eingelassenen Bassins, Ankleideräumen und war von einem hohen Bretterzaun umgeben. Die laufende Mühle soll das Wasser in den Bassins erneuert haben. Die Badeanstalt bestand etwa bis 1912. An die Bezeichnung 'Nonnensee ' knüpft die Sage, wonach ein an dieser Stelle gelegenes Kloster mit samt seinen Bewohnerinnen untergegangen sei. Es entstand ein See, dessen Wasser von den Tränen der Nonnen salzig war. In Wirklichkeit entstand die Bezeichnung 'Nonnensee' , weil der See zu dem Besitztum des Nonnenklosters Bergen gehörte.

40. Thingstdtte. Auf unserem Rückweg vom Gasthaus 'Bootstelle' wandern wir durch das Rugard-Waldgebiet und kommen zur "I'hingstätte '. Sie liegt hoch auf den Rugardhöhen in einer Senke eingebettet und sollte an die Opferstätten, Versarnmlungs- und Gerichtsorte der Germanen erinnern. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Freilichtbühne.

Rugard b. Bergen a. Rügen

Heldendenkmal

41. Heldendenkmal. Das Heldendenkmal am Rugard bietet eine schöne Sicht zur Thingstätte und bildet mit ihr ein harmonisches Ensemble. Es wurde 1927 auf dem sogenannten 'Krähenberg' zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten errichtet.

42. Raddas. Vom Rugard gelangen wir jetzt in den Raddas, ein kleines schönes Waldgebiet in Bergen. Der Name Raddas ist slavisch en Ursprungs und wurde von 'Moorerde' abgeleitet. Das Waldgebiet wurde 1834 auf Initiative des Stadtkämmerers Daniel Wilhelm Wagner, der 1844-1846 Bürgermeister von Bergen war, aus einem öden Weideland angelegt.

43. Raddas-Restaurant. Das Raddas-Restaurant (Besitzer Haß) lädt zum Verweilen ein und bietet einen herrlichen Ausblick auf die gepflegten Raddas-Aulagen. Beliebt war die Freiluft-Kegelbahn des Raddas-Restaurants, bei Schlechtwetter konnte die überdachte Kegelbahn des Schützenhauses genutzt werden. Der Reiseführer von 1886 schreibt, daß man auf schönen Prornenadenwegen vorbei an Plätzen mit Blumenanlagen zum 'Schützenhaus' kommt, das am Rand des Gehölzes liegt.

44. Schützenhaus. Das 'Schützenhaus' wurde von der Bergener Schützengilde erbaut und am 21. Mai 1882 eingeweiht. Die Einweihungsfeier sah folgendes vor: 'Nachmittag 31/2 Uhr Versammlung der Festteilnehmer in den Sälen des städtischen Rathauses; hierauf marschiert der Festzug nach dem Schützenplatze, Festrede, Gesang, Einweihungsrede , Concert und abends 8/z Uhr Beginn des Balls. Teilnehmende Damen wollen sich gefälligst gegen 4 Uhr im Schützenhause einfinden. Der Vorstand der Schützengilde zu Bergen J .H. Zander, G. Hellwig, J. Lange.'

45. Festumzug des Schützenvereins in der oberen Bahnhofstraße in Höhe des 'Preußischen Hofes' (heute Rügener Hof).

46. Auf dem Foto sehen wir die Schützenkönige von links nach rechts: Friseurmeister Herrmann Lange, Bierverleger Fritz Werner, Friseurmeister Hans Lange, Lokführer Otto Sievers und Zigarrenhändler Herr Tode. Die Schützengilde zu Bergen kann in Pommern auf eine sehr alte Tradition verweisen. Bereits 1540 wird die 'Schutting tho Bergen' genannt, eine Korporation, deren Mitglieder sich gegenseitig Schutz und Hilfe leisteten. Jährlich wurde ein Schützenfest gefeiert und der Schützenkönig ermittelt.

47. Das Vereinsleben war um die lahrhundertwende in Bergen sehr rege. Neben der Freiwilligen Feuerwehr hatte Bergen den Schützenverein, den Keglerverein, Gesangsvereine wie 'Liedertafel', 'Liederkranz' und der Frauengesangsverein unter Leitung von Gustave Bley (108 Mitglieder), Fahrradverein, Turnerverein, Fußballverein, Theaterverein und Kriegerverein. Auf dem Foto sehen wir den Bergener Kriegerverein auf einem Vereinsfest bei der Darstellung 'Lebende Bilder um 1925.

48. Die Freiwillige Feuerwehr Bergen wurde 1905 gegründet. Ihr gehörten 45 aktive und 33 passive Mitglieder an. Im November 1905 erhielt die Wehr eine von Pferden gezogene Handdruckspritze. Für die Bereitstellung der Pferde waren die Bergener Fuhrunternehmer und Einzelbauern verantwortlich. Die Einteilung erfolgte nach 14tägigen Bereitschaftsplänen. 1924 wurde eine Motorspritze angeschafft und Hauptmann Petow zum 1. Wehrleiter berufen. Auf dem Foto sehen wir einen Umzug der Freiwilligen Feuerwehr; voran Hauptman Petow, in der ersten Reihe Herr Graf, Herr Arndt, Herr Niemann und Herr Rittgerot. Der Feuerwehr folgt der Bergener Gesangsverein mit Fahne.

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