Bergen auf Rügen in alten Ansichten

Bergen auf Rügen in alten Ansichten

Auteur
:   Karl und Barb Zerning
Gemeente
:   Bergen auf Rügen
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5197-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bergen auf Rügen in alten Ansichten'

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49. Lassen Sie uns nach diesem Ausflug in die Bergener Vereinsgeschichte unseren Spaziergang durch den Raddas fortsetzen. Auf einer Anhöhe steht die 1913 gegründete Ernst-Moritz-ArndtOberrealschule , die als zentrale höhere Schule des Kreises Rügen galt und den Bildungsinteressen der einheimischen Bevölkerung diente. Noch heute werden dort junge Menschen auf die Reifeprüfung vorbereitet. Neben dieser Bildungseinrichtung gab es in Bergen um 1900 noch eine 'Mädchenschule' auf dem Joachimberg, eine 'Jungenschule' in der Schulstraße , eine 'HöhereTöchter-Schule' in der Dammstraße (heutiges Polizeigebäude) und eine private 'HöhereTöchter-Schule in der Calandstraße.

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Guttempler Loge

50. Guttempier-Loge. Unterhalb der Realschule steht ein großes stattliches Gebäude, die 1912 erbaute Guttempler-Loge (heutiges Gesellschaftshaus). Hier tagten die Mitglieder der GuttemplerLoge, die sich der Bekämpfung des Alkoholismus widmeten.

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51. Calandstraße. Wieder in Richtung Marktplatz wandern wir die Calandstraße bergauf. Diese enge, steil ansteigende Straße wurde nach einer Brüderschaft benannt, deren Haus in diesem Straßenzug lag. Die Caland-Brüderschaft war eine, von adligen Familien unterstützte geistliche Korporation, die der 'Plege der Wohltätigkeit und sittlichen Lebensführung' diente. Am Ende der Calandstraße sehen wir das Krankenhaus, davor die Gaststätte von Carl Schäfer (später 'Siechenhaus', in der Neuzeit Kinderkrippe). Rechts vorn das Gebäude beherbergt die Mädchenschule für Töchter wohlhabener Bürger der Stadt (Leiterin Frau Gutzeit) .

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52. Konigstraße mit Turnerzug, Wir überqueren den Marktplatz und begleiten den Turnerzug die Königstraße hinunter. Der Turnverein, 1862 gegründet, war in Bergen sehr aktiv und nahm an zahlreichen Sportwettkämpfen auf Rügen und dem Festland teil.

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53. Sportverein. Hier stellen wir Ihnen den Bergener Männerturnverein (Vorsitzender Uhrmachermeister Carl Lange) und die Mädchen-Turnschar 'Muttland' (Leiterin Turnlehrerin Ergniß) vor. Hier eine Urkunde vom Rügensehen Bezirksturnen. Am 34. Vorpommerschen Gauturnfest vom 9. Juni 1928 nahmen auch Sportler aus Bergen teil. Für den Mädchenturnverein starteten dort: E. Haupt, Lucie Ergniß, Emmi Lange, Käthe Lange, Anna Eckfeld, Else Grühn, Grete Jörk; für den Männertumverein E. Skjellet und H. Klemm.

54. Königstraße. Nach unserem Exkurs über die Turnerbewegung in Bergen geht es wieder in die Königstraße. Sie wurde 1580 erstmalig erwähnt und führte als Hauptverkehrslinie nach Mönchgut. In der Königstraße 24 wurde 1759 der Webersohn Andreas Bogislav Okel geboren. Er war als Wundarzt in Bergen tätig, wo er 1788 starb. 'Er starb arm wie die Armen, die er behandelt hat, und vergessen wie sie.'

55. Einblick in die Wasserstraße. Vorn Markt zweigt neben der Königstraße die Wasserstraße ab, in der sich der älteste Brunnen, der 'Balkensood' befand. Dieses Wasser wurde hauptsächlich 'thor Spise' gebraucht, es warverboten, dort 'Kleder und Vöte' zu waschen. Dort wohnten auch die Wassertrager und Wasserfahrer (1788 namens Timm und Baar), die das kostbare Naß für Geld in den Ort hinein brachten. Erst 1847 stieß man in der unteren Dammstraße in einer Tiefe von 120 Fuß auf Wasser, und es entstand dort ein öffentlicher Brunnen.

56. Katholische Kirche. Von der Königstraße schauen wir zur katholischen Kirche, deren Umgebung den Eindruck einer ländlichen Idylle vermittelt. Die Zahl der Katholiken wuchs mit Zunahme der Bevölkerung der Stadt (1861: 3647 Einwohner, davon fünfzig Katholiken), so daß sich 1864 der Bau einer Kapelle erforderlich machte, der vier Jahre später erweitert wurde. 1912 entstand das heutige Kirchengebäude im neugotischen Stil.

57. Unweit der katholischen Kirche in der Mühlenstraße stand zunächst eine Bockmühle des Besitzers Wittstock , daher die Wittstock'sche Mühle genannt. Diese Mühle wurde 1906 abgebrochen und an gleicher Stelle eine Holländer Mühle aufgebaut, die allerdings 1928 abbrannte. Letzte Bergener Mühle war eine Bockmühle auf dem Galgenberg (Anhöhe beim Otto-GrotewohlRing), Besitzer war Müller Schubbe. 1935 wurde diese letzte von 14 Mühlen abgerissen.

58. Panorama von Bergen um 1896 mit Dammstraße. Die Dammstraße wurde 1621 erstmalig erwähnt. Sie führte an den alten Scheunen (Bergen war von einern Ring von 44 Scheunen umgeben) und an Feuchtgebieten wie dem Rotensee vorbei; der untere Teil der Dammstraße wurde wahrscheinlich wegen der vorkommenden Frösche im Volksmund 'Pockengasse' genannt (Pock= Frosch).

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