Berkheim in alten Ansichten Band 1

Berkheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Otto W. Schweizer
Gemeente
:   Berkheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2851-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Berkheim in alten Ansichten Band 1'

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7. Ein Foto aus dem Ortsbild vergangener Tage: An der Einmündung Kurze Straße/Dürrbeundstraße stand dieses kleine Wohnhäuschen, das schon im Grundrißplan des Ortes von 1843 enthalten ist. Das Gebäude mußte im Jahre 1959 einem Wohn- und Geschäftshaus weichen.

8. Der Stausee an der Seestraße wurde 1904 nach Plänen von Prof. Maurer angelegt. Mit dem See wurden ganz reale Zwecke verfolgt: Das gestaute Wasser des Erbachs lieferte die notwendige Kraft zur Beförderung des in der Pumpstation Friedenstäle gesammelten Quellwassers zum Hochbehälter; weiter unten wurde in der Hammerschmiede das Wasserrad der Firma Zink und Sohn angetrieben. Gleichzeitig diente der See als Löschwasservorrat. Mit dem Bau der Aufstiegstraße (1971) wurde der See in verkleinerter Form als öffentliche Anlage umgebaut, in dem sich nun auch Fische wohlfühlen, Die Aufnahme zeigt eine 'Seeputzete' im Jahr 1926. Mit Schaufel, Krücken und anderem Werkzeug ist die Kolonne dabei, den Seegrund von einer bis zu 25 cm dieken Schlammschicht zu befreien.

9. Berkheim ist 'stein-reich', In Teilen unseres Ortsgebiets ist der Angulatensandstein anzutreffen. Es handelt sich dabei um einen widerstandsfàhigen Sandstein von gelbbrauner Farbe mit starkem kalkigem Bindemittel. Der Angulatensandstein wird im Volksmund 'Buchstein' genannt, weil er in dünnen Platten aufspringt. Im Bereich Dürrbeund-/Jakobstraße wurde bis in die dreißiger Jahre ein Steinbruch betrieben. Das dort gewonnene Material war als Baustein für Sockel und Kellergewölbe im Hausbau und für den Straßenbau begehrt, Das Bild entstand 1927 im Gemeindesteinbruch an der Dürrbeundstraße, Nähe Marienstraße. Die Arbeitsgruppe wird geführt von Christian Borehers senior (vierter von rechts).

10. Die tiefste Stelle der Wilhelmstraße - heute Brunnenstraße - war schon immer auch für die Ortskana1isation ein zentraler Punkt. Hier fließt das Abwasser aus verschiedenen Richtungen und der (verdolte) Erbach zusammen, um dann weiter talwärts geleitet zu werden. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1927, als der Erbach im Bereich der Wilhelmstraße verdolt wurde. Bei diesen Arbeiten verlor man auch das Quellwasser des nahegelegenen 'Railesbrunnen', Alle Bemühungen von Mitgliedern des Schwäbischen Albvereins, den Brunnen zu retten, waren schließlich vergebens.

11. Hausschlachtung im Jahr 1924. Viele Haushaltungen deckten damals ihren Fleischbedarf durch eigene Schweinehaltung. In der kalten Jahreszeit wurde geschlachtet - so wie hier Metzger Krauter, der in vielen Häusern Hausschlachtungen durchflihrte. Beim Schlachtfest war die ganze Familie dabei, galt es doch, das Schwein am gleichen Tag als Vorrat zu verarbeiten. Wurst, Rauchfleisch, Speek und Schmalz waren die wichtigsten Schlachterzeugnisse. Durch die 'Metzelsuppe' konnten auch noch Nachbarn, Freunde und Bekannte an dem Schlachtfest teilhaben. Nur wenige Geizige meinten: 'Mei Sau ist mit niemand verwandt.'

12. Schon in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg waren viele Berkheimer in Esslingen beschäftigt. Da es noch keine Werkskantinen gab und die tägliche Arbeitszeit noch zehn Stunden betrug, hat sich eine besondere Art der Versorgung der Fabrikarbeiter herausgebildet: das Mittagessen wurde ihnen von Frauen an die Arbeitsstelle gebracht. Die sogenannten Essensträgerinnen sammelten das Gekochte kurz nach 11 Uhr bei den Familien ein, jede etwa 20-30 Essen. In einem großen Korb wurden die einzelnen Essen - gut abgedeckt zur Warmhaltung - auf dem Kopf nach Esslingen getragen, den steilen Hammerschmieds-Buckel hinunter zur RAW, zur Firma Fritz Müller, zu Merkel oder Dick. Der Lohn der Essensträgerinnen war nicht üppig: 10 Pfennig pro Essen, sodaß ein Wochenverdienst von 10-15 DM zusammenkam. Dabei leisteten die Frauen im wahrsten Sinne des Wortes 'schwere Kopfarbeit'.

13. Der Graben - so bezeichnete der Volksmund den Feldweg, der in der Ortsmitte von der Ruiter Straße aus ins Feld hinausführte, vorbei am Wasserreservoir zum Gewand 'Grund' in Richtung Denkendorf. Im inneren Bereich handelte es sich um einen Hohlweg, daher auch die Bezeichnung Graben. Am Wegrand und an den steilen Böschungen gedieh wilde Natur:

Himbeeren, Brombeeren, Akazien, Haselnuß; allerlei Gräser, Heilkräuter, Blumen und Sträucher im bunten Dureheinander - gleichzeitig ein Paradies für Vögel und zahlreiche andere Kleintiere. Daß sich dort auch Kinder wohlgefühlt haben, versteht sich von selbst. Seit 1961 gibt es den Graben nicht mehr, Notgedrungen entschied sich der Gemeinderat damals, den Hohlweg aufzufüllen, um das neue Baugebiet Rain nicht in zwei Teilbereiche aufspalten zu müssen,

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14. Im früher bäuerlich strukturierten Berkheim mit vorwiegend landwirtschaftlichen Betrieben gab es im wesentlichen nur Häuser einfacher Bauart, so wie hier 1916 das Bauernhaus Herdtle in der Wilhe1mstraße (Brunnenstraße). Auffallend ist die wuchtige Außentreppe. Vor dem Haus erkennen wir einen Erntewagen (Leiterwagen) mit aufgestellter Deichsel. Der Fachwerkgiebel zur Wilhe1mstraße gilt als Zierde in der Ortsmitte. Christian Herdtle war ein Sohn des 'Alta Hannes' und hatte lange Zeit die Farrenhaltung der Gemeinde inne. Nach seinem Tod 1915 hat die Witwe mit ihren Kindern die große Landwirtschaft fortgeführt.

15. Von der landwirtschaftlichen Nutzfläche wurden um die Jahrhundertwende 60% für den Getreideanbau genutzt, und 30% entfiel auf den Anbau von Hackfrüchten und Futterpflanzen. Der Obstanbau gewann im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr Bedeutung. Für die Getreideernte benutzte man die Sense mit aufgestecktem Reff, den sogenannten Haberkarren. Während die Männer das Mähen besorgten, waren viele fleißige Frauen dabei, das Korn mit der Sichel wegzunehmen und zum Trocknen auszulegen. Auf dem Bild sehen wir eine Erntegruppe bei der verdienten Arbeitspause.

16. Nach dem Trocknen am Boden wurde das Getreide zusammengetragen und in Garben gebunden. Mit dem Erntewagen (einem Leiterwagen) fuhr man den Garbenreihen entlang, die Garben wurden einzeln mit einer langen Gabel auf den Wagen gereicht und dort vom 'Lader' nach einem bestimmten System nebeneinander und aufeinander geschichtet. Auf dem Bild sehen wir einen fast beladenen Erntewagen am Maurerweg im Jahr 1925.

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