Berkheim in alten Ansichten Band 1

Berkheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Otto W. Schweizer
Gemeente
:   Berkheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2851-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Berkheim in alten Ansichten Band 1'

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57. Die Verkehrsverbindung zur nahen Kreisstadt Esslingen war lange Zeit schlecht. Mit dem Fuhrwerk mußte man den Umweg über den Zollberg in Kauf nehmen; für Fußgänger gab es den Fußweg durch das Friedenstä1e und über den Hofweg, der eingeschränkt auch für Fahrzeuge offen war. Alle Versuche, auch Berkheim an die Straßenbahnlinie Esslingen-Nellingen-Denkendorf anzuschließen, scheiterten. Für Berkheim blieb lediglich eine Haltestelle bei der Nellinger Linde, 900 Meter vom Rathaus Berkheim entfernt. Bis heute ist der Omnibuslinienverkehr das einzige öffentliche Verkehrsmittel in die Stadt. Die erste Omnibuslinie wurde am 7. Juni 1928 durch die Firma Dannenmann eröffnet; auf dem Bild sehen wir die Haltestelle am 'Rössle'.

58. Die Aufnahme zeigt den Railesbrunnen im Jahr 1925. Die Bezeichnung deutet auf den Standort hin:

Am 'Raile', also in der Wilhelmstraße (Brunnenstraße), unterhalb der Michaelskirche. Der an sich recht ergiebige Brunnen ist dem Straßenausbau und der Kanalisation zum Opfer gefallen. Neben dem Brunnen zeigen sich Rosa Schulz und ihre Schwester Pauline Munz.

59. Kleinere Gewerbetreibende benutzten um die Jahrhundertwende Postkarten als Werbeträger, so wie hier die Spezereihandlung Katharina Reitter, die ihr Geschäft 'in der Gass drenä', in der heutigen Dürrbeundstraße hatte. Die Darstellung des eigenen Geschäfts wurde ergänzt durch eine Darstellung des Ortes und der bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Berkheimer Geschäftsleute haben fast immer die Michaelskirche dargestellt.

60. Ein winterliches Bild aus der Wilhelmstraße (heute Brunnenstraße). Der Winterdienst auf den öffentlichen Straßen beschränkte sich damals auf die Schneeräumung mit dem Bahnschlitten, ein keilförmiger Schlitten, der von Pferden gezogen wurde, So war es möglich, mitten im Ort eine Schlittenausfahrt zu unternehmen. Solche Ausfahrten machte man übrigens nicht nur zum Vergnügen; vielmehr brauchten die im Stall stehenden landwirtschaftlichen Zugpferde auch winters Bewegung. Die Aufnahme zeigt die Bauersfamilie Erwin Knapp mit der Nachbarin Anna Schweizer bei einer Schlittenausfahrt,

61. Vor 100 Jahren - 1884 - wurde in Berkheim der erste Kindergarten eingerichtet. Initiator und Gründer war der engagierte Pfarrverweser Kopp, der sich im übrigen auch durch die Gründung einer Pfennigsparkasse und der Berkheimer Darlehenskasse verdient gemacht hat. Das Bild zeigt die langjährige 'Kinderschwester' Eva Kopp im Jahr 1916 mit 82 von ihr betreuten Kindern der Jahrgänge 1909 bis 1912. Das kirchliche Engagement in der Kindergartenarbeit hat in Berkheim Tradition. Schon der erste Kindergarten, in einem Privathaus eingerichtet, wurde von der evangelischen Kirche betreut. Im Jahr 1901 wurde unter Pfarrer Ortlieb der Kindergarten Erbachstraße gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Gemeinde mit Beteiligung der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde weitere Kindergärten geschaffen.

62. Das älteste Bild dieses Buches ist diese Aufnahme des Bauern Johannes Deuschle aus den Jahren um 1880, gleichzeitig ein Beweis, daß man auch hier den Dreispitz-Hut getragen hat. Der Sohn von Johannes Deuschle (1817-1896), Johannes Deuschle jun. (1849-1933), auch 'Schurrbart-Deuschle' genannt, war von Beruf Maurer, Dessen Sohn Ernst Theodor Deuschle lebte von 1877 bis 1956 und war Schlosser. Alle drei Generationen hatten ihr Zuhause im Honighof, im wohl ältesten Teil Berkheims.

63. Zu den Alteingesessenen gehören die Familien Herdtle. War also schon der Familienname Herdtle sehr häufig, so ist es durch den ebenfalls oft vorkommenden Vornamen Johannes schwierig geworden, Personen voneinander zu unterscheiden. Der Volksmund hatte für solche Fälle Beinamen parat: für Johannes Herdtle, Bauer und Gemeinderat, gab es den Beinamen 'Alta Hannes', hier mit seiner Frau Katharina geborene Jäger. Das Bauernhaus des 'Alta Hannes' stand am Erbach in der Wilhelmstraße (Brunnenstraße), jetzt Haus Dürr,

64. Eng verbunden mit dem Berkheimer Geschäftsleben sind die Familien Deuschle. Der 'Stammvater' Jakob Adam Deuschle lebte von 1779. bis 1857. Er heiratete die Tochter des Jakob Deuschle, Heiligenpfleger, Eva Barbara Deuschle, und gründete 1805 eine Bäckerei im Oberdorf. Aus ihrer Ehe stammt Joharm Friedrich Deuschle (1810-1862), dessen Sohn Christian Friedrich Deuschle mit seiner Frau Anna Margarethe Barbara geborene Mauz acht Kinder hatte. Der älteste Sohn August Deuschle (1868-1932) verheiratete sich mit Rosine geborene Schweizer und übernahm 1890 das Geschäft, baute die Bäckerei aus und eröffnete das Gasthaus 'Zur Linde'. Sein Bruder Christian Deuschle wurde Metzger, übernahm von seinem Vater das Gasthaus 'Zum Rössle' und gründete dort eine Metzgerei. Der dritte Bruder Ernst Robert Deuschle (1878-1933) griindete die jetzige Bäckerei Deuschle im Außerdorf; er war der 'Rösslesbeck'. Sein Sohn Robert übernahm vom Vater 21jährig den Betrieb und baute Bäckerei und Laden immer wieder auf das modernste um, so daß der Sohn Erich Deuschle 1972 die Tradition in der sechsten Generation erfolgreich fortsetzen kann, Der andere Sohn des 'Rösslesbeck', Erwin Deuschle, hat in der Elektro- und Sanitärinstallation ein Geschäft aufgebaut und betreibt dazu mit seinen Söhnen ein großes Ladengeschäft in der Kronenstraße.

65. Das Gebäude Kronenstraße 32 ist der Ursprung eines der ältesten Handwerksbetriebe in Berkheim; es wurde 1875 von Schreinerrneister Ludwig Leypold erbaut. Die Tochter des Gründers, Anna Leypold, verheiratete sich 1901 mit Christian Bluthardt, der hinter dem Stammhaus ein Wohn- und Geschäftshaus errichtete. Der Sohn Robert erweiterte 1935 den Schreinerbetrieb mit einer Möbelhandlung. Im Zug weiterer Modernisierung wurde der Betrieb in die Kastellstraße verlegt. In der vierten Generation betreibt nunmehr Horst Bluthardt das Geschäft.

66. Die Hammerschmiede Zink und Sohn im Friedenstäle war das erste gewerbliche Unternehmen in Berkheim. Der Betrieb wurde im Jahr 1800 von Jakob Zink aus Steinbach (dem oberen Teil des heutigen Wernau) eingerichtet. Es wurden zunächst vorwiegend Werkzeuge für das Handwerk und die Landwirtschaft hergestellt. Ende des 19. Jahrhunderts ging man zur industriellen Fertigung über und veränderte damit auch das Fertigungsprograrnrn. Die Firma Zink und Sohn war dem technischen Fortschritt immer aufgeschlossen. Dies beweist auch diese Aufnahme aus dem Jahr 1906, als die Firma für ihren Betrieb einen der ersten Dairnler-Benz-Motorwagen einsetzte, damals noch ohne Führerhaus, mit Holzspeichenrädern und Eisenreifen.

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