Berkheim in alten Ansichten Band 2

Berkheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gerd Moßler
Gemeente
:   Berkheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6441-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Berkheim in alten Ansichten Band 2'

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6 Berkheimer Auswanderschicksale um 1840-1856. Hunger, Not, Armut. Mißernten, Hungerjahre 1843, 1847 und 1853 in Berkheim. Viele Familien versuchen ihr Glück in Nordamerika. Mit dem letzten Hab und Gut mit dem Dampfschiff über den großen Teich in das Ungewisse. Namentlich wird die Familie Henke genannt, die bei der 'Michaelskirche Haus und Hofraithe' besaß.Am 29.Juni 1854 verkauft Jakob Friedrich Henke und wandert mit seiner Frau Magarethe, geborene Krinn, samt Familie aus. Am 8. Juni 1856 schreibt Margarete Henke nach Berkheim.

"Liebe Brüder und die ganze Freundschaft,

wenn auch unser Schreiben gesund antrifft, so wird es uns eine Freude sein. Wir sind wirklich gottlob auch gesund. Liebe Brüder, wir haben Euch

geschrieben, ausgangs April und wir wissen nicht, ob Ihr unser Schreiben erhalten habt oder nicht. Und weil die Frau Miss Burgen in ihre Heimat geht und sie geht auch nach Plochingen. Und so hat sie doch nicht weit zu Euch, will ich ihr ein kleines Brief1e mitgeben, weil meine Kinder auch ein kleines Geschenk machen wollen Euch, geben ihre Brustbilder (damit dürften Fotografien gemeint sein) zum Angedenk und zwei Goldtaler.'

(Orginaltext) .

7 Eine stolze Berkheimer Familie um 1874. Eines der ältesten Bilder.

1816 wird Berkheim als Bauerndorf aber auch als Weberdorfbezeichnet. Die Einwohnerzahl wird mit 544 angegeben und es gab schon 97 Wohnhäuser. Die Hälfte davon besaß 'eine Dunke', einen Webkeller, von der Wohnstube durch eine Falltür zu erreichen. Krankheiten und Hunger kamen dazu. 1848-1854 wanderten zahlreiche Berkheimer nach Übersee aus.

Erst Anfang des 19. [ahrhunderts veränderte die Entwicklung der Technik das Dorf Berkheim. Die nahe Stadt Esslingen bot Fabrikarbeitern guten Lohn.

Bauernschultheiß

JG. Rebstock 1878-1894

8 Die Schultheißen von Berkheim ab 1 878-192 6. Die Dorfbewohner wählten als Schultheiß einen Mann ihres Vertrauens. Ab 1930 wurde die Gemeindeverwaltung neu geordnet. Die Schultheißen wurden einheitlich mit der Bezeichnung 'Bürgermeister' benannt. Bis 1894 handelte es sich um Bauemschultheißen, die nebenberuflich und ehrenamtlich ihren Dienst ausübten.

Bauemschultheiß ].G.Rebstock 1878-1894

Schultheiß

G.Kirchner 1908-1920

Fachschultheiß

CG. Merz 1894-1899

Bürgermeister H.o.Wieland 192 0-192 6

Schultheiß

G. Frank 1899-1907

9 Der letzte Berkheimer Bauernschultheiß [ohann Georg Rebstock (Schultheiß von 1878 bis 1894) mitKindern.

10 Seit den siebziger [ahren des vorigen Jahrhunderts bildeten sich in den Dörfern ganz Deutschlands Kriegeroder Militärvereine, so auch in Berkheim am 26. April 1887. Als Hauptzweck des Militärvereins wurde festgestellt: 'Deutschcn militäri-

sc hen Geist durch gesellige Vereinigungen zu hegen und pflegen, durch kameradschaftlichen Zusammenhalt zu bezeigen und zu betätigen, Kameraden im Krankheitsfall zu unterstützen und im Todesfall duch offizielle Leichenbegleitung zu ehren.'

11 Der Turnerbund Berkheim am 22. Juli 1900 beim dritten Gauturnfest. Die mit Blumen, Schärpen und Eichenlaub ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler im Gruppenbild.

1 2 Berkheims ältester und traditionsreichster Verein, Gesangverein Aurora, Gründungsjahr 1854. Das Bild zeigt das 5 Ojährige Jubiläum am 6. August 1911. 'Im Takte fest, im Tone rein, soll unser Thun und Singen sein!'

13 Hochzeitsbild der Eheleute Ernst und Rosine Berkemer im April 191 1 in Berkheim. Hintere Reihe, von links: Marie Schlienz geborene Berkemer, Brautpaar Rosine geborene Aichele aus Nellingen und Ernst Berkemer, Elise Clauß geborene Berkemer und Ernst Clauß sen. Vordere Reihe, von links nach rechts: Sofie Ingelfinger geborene Berkemer, Friedrich [ohann Berkemer, Gertrud Clauß, Marie Magdalena Berkemer geborene Fröschle und Ernst Clauß jun.

14 [ohann Friedrich Berkemer, geboren am 29. September 1 846 in Berkheim, dürfte wie der Familienname schon deutlich macht, aus einer der ältesten Familien im Dorf stammen. Von Beruf Seiler (Seile und Strickehersteller mit eigenem Geschäft in der Kronenstraße 2). Er sammelte unter anderem auch Seegras in den umliegenden Feuchtgebieten und stellte Garbenbänder für die Landwirte her. Im Nebenberufwar er Gemeindefeldschütz.

15 Die Original-Turmuhr der Michaelskirche ist über 250 [ahre alt und im Rathausfoyer zu besichtigen. Die Zahnräder und das Uhrengestell sind handgeschmiedet. Bei der Turmrenovierung

1 740/41 wurden sämtliche Zimmermannsarbeiten von Conradt Berkemer, Zimmermann aus Berkheim, durchgeführt. Dreizehn Arbeitstage stellte der Meister in Rechnung. Er selbst berechnete 30 Kreuzer pro Tag und 28 Kreuzer je Geselle. Meister Berkemer erstellte einen neuen Glockenstuhl, ersetzte Kehlbalken und Schwellenstücke; neun Dachläden waren anzubringen. Schließlich baute er ein neues Uhrenhäuschen. Es folgten Arbeiten im Inneren

der Kirche, so auch die Ausbesserung der 'Weiberstühle' . Insgesamt verbrauchte er 34 Balken, 22 eicherne Balken und 6 900 Nägel, wie die noch im Archiv vorhandene Rechnung festhält.

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