Berkheim in alten Ansichten Band 2

Berkheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Gerd Moßler
Gemeente
:   Berkheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6441-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Berkheim in alten Ansichten Band 2'

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1 6 Wilhelm Friedrich Schweizer, 'Frirz'. geboren 1870, im DorfBerkheim bekannt als der Mann 'mit Bart', oder 'mit Kanone', auch als 'Dr Schlamper'. Von Beruf

Maler, später Gemeindebedienste ter und Feldschütz. Überall im Ort anzutreffen, immer ein gutes Wort auf den Lippen, ein echtes 'Berkheimer Original' mit Humor

aber auch mit 'spitzer Zunge'. 2S [ahre Notenwart im Kirchenchor und in keiner Singstunde gefehlt. Gelegentlich auch als Amtsbote und bei Bekanntmachungen im Ort

mit der 'Schelle' eingesetzt. Die Bilder zeigen ihn bei einem Kirchenausflug 1929 und in seiner 'guten Wohnstubc'.

17 Der kleine Ortsteil Hammerschmiede im 'Friedenstäle' war im 18. [ahrhundert schon eine Gewerbeansiedlung. Im [ahr 1800 kauft Jakob Zink eine Säge- und Ölmühle und erstellt eine Hammerschmiede. Bereits 1906 fuhr dort der erste Daimler - Benz -Motorwagen mit Eisenreifen und Holzspeichenrädern. Bis heute gibt es fast keine baulichen Veränderungen: Ein Stück erhaltene Vergangenheit.

18 Eine Postkarte, die Erinnerungen wach werden läßt. Wo sich heute das Verwaltungszentrum befindet, stand einst der GasthofLówen', etwa um 1800 von Gustav Deuschle erstellt. Nachfolger war etwa 1890 der Metzgermeister Friedrich Fröschle. Der Saalanbau erfolgte 1897/98. Ein häufiger Gast war Pfarrer Ortlieb, der immer in der Küche seinen Schoppen trank. Im 'Lówen' war neben der Metzgerei ein Schlachthaus. Der Turnerbund hielt im Saal Übungsstunden ab. Gleichfalls wurden Hochzeiten, Tanzstunden und Vereinsveranstaltungen durchgeführt.

19 Nach getaner Feldarbeit entspannen und den Blick auf das DorfBerkheim an der Köngener Linde genießen. Ein Bild aus der guten alten Zeit um 1900. Heute steht links die Osterfeldhalle und gebenüber das Hallenfreibad Berkheim. Die über einhundert [ahre alte Linde mußte wegen Einsturzgefahr gefällt werden.

20 Das typische Dorfbild in der alten Ortsmitte von Berkheim um die Jahrhundertwende. Landwirtschaftliche Gehöfte. Die Gebäude sind als Fachwerk erstellt und die Dorfstraße ist noch unbefestigt.

Die Industrialisierung im nahen Neckartal brachte eine grundlegende Umwälzung im DorfBerkheim mit sich. Man legte zwar noch großen Wert auf Ackerbau, Obstanbau und Viehzucht, aber die ursprünglichen Bauernhöfe werden in Kleinstbetriebe umgewandelt. Die Frauen und Kinder müssen für Haus und Feld sorgen, während die Männer tagsüber in den Esslinger Fabriken tätig sind. Um 1900 waren von 187 Familienvätern nur noch 18 im Ort tätig. Den einzigen Kontakt, der während der Woche tagsüber mit der Familie bestand, stellten Frauen, Kinder und Jugendliche her, die den Männern, Vätern und Geschwistern das Mittagessen in die Stadt brachten. Dies war ein beliebter Nebenerwerb. Die eingeteilten Frauen und Kinder fingen um 11.00 Uhr an, die Essen einzusammeln. Die Portionen wurden in ein Tuch eingebunden und zur Warmhaltung Zeitungen dazwischen gelegt. Wenn alle Essen im Korb verstaut waren, ging es mit schnellen Schritten den Fußweg nach Esslingen hinunter. Im Winter bei Glatteis hatten es die Frauen und Kinder nicht leicht. Der 'Hammerschmiede-Buckel' mit seinem mehr als 2 O%igen Gefälle war gefürchtet. Daher zogen die Essensträgerinnen alte Socken über die Schuhe und später befestigten sie sogar stachelige Eisenbänder, um sicher und schnell gehen zu können. Als Verdienst erhielten sie pro Essen la Pfennig. Dies war ein wöchentliches Einkommen von la bis 14 Mark.

21 Berkheimer Essenträgerinnen um 1900. Zu Fuß eine dreiviertel Stunde unterwegs, durchs 'Friedenstäle' nach Esslingen.

22 Berkheim konnte sich jahrzehntelang selbst mit Trinkwasser aus eigenen Quellen versorgen. 1904 erhielt der Ort eine öffentliche Wasserversorgung. Das Bild zeigt die 'alte Pumpsta-

tion' oberhalb der Hammerschmiede, die zwischenzeitlich längst verschwunden ist. Typisch für die Gegend um Friedenstäle und Hammerschmiede der Bärlauch.

23 Wohn- und Geschäftshaus der Familie Stauch um die Jahrhundertwende. Einstmals mit Eingang zur Erbachstraße, jetzt Kronenstraße. Ursprünglich war im Haus eine Flaschnerei, später ein Geschäft für Haushaltsgeräte. Man konnte außerdem bei Pauline Stauch Holzleitern, Waschkörbe, Geschirr, Backformen oder Siebe käuflich erwerben. Das Gebäude ist bis heute im Ursprung mit Fachwerk erhalten, allerdings renoviert. Es wird jetzt als Wohnhaus genutzt.

24 Eine Sensation für das Dorf. Um 1908 schwebt der berühmte 'Zeppelin', ein Luftschiff, über Berkheim. 1908 wurde LZ 4 fertiggestellt. Dieses Luftschiff wurde bald daraufbei Echterdingen durch eine elektrische Entladung zerstört. Eine Nationalspende, die das deutsche Volk dem Grafen zur Verfügung stellte, schuf jedoch die finanzielle Grundlage zur weiteren Entwicklung des Starrluft schiffbaus.

2S Am Sonntag, den 2. Februar 1908, fand im Gasthaus 'Zur Kronc' in Berkheim die Gründungsversammlung des Spar- und Konsumvereins Berkheim, Oberamt Esslingen und Umgebung e.G.m.b.H. statt. Der Sekretär der Württembergischen Konsumvereine, Franz Feuerstein aus Stuttgart, hielt einen Vortrag ûbcr ' die wirtschaftliche Bedeutung der Konsumvereinc'. Nach erfolgter Statutenberatung wurde durch 84 Unterschriften die Gründung des Vereins vollzogen. Auf Vor schlag des Aufsichtsrats wurde zum Geschäftsführer Fritz Herdtle gewählt. Vorstand und Aufsichtsrat im Jubiläumsjahr 1933 der Konsumgenossenschaft Berkheim: Karl Müller, Gotthilf

Herdtle, Hugo Deuschle, August Bader, Hermann Ertinger, August Kleinknecht, Albert Deuschle, Ernst Deuschle, Eugen Frank, Robert pflumm, Eugen Blank und Paul Lehner.

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