Berliner Verkehr in alten Ansichten

Berliner Verkehr in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Gustav Sichelschmidt
Gemeente
:   Berlin
Provincie
:   Berlin
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2252-8
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Berliner Verkehr in alten Ansichten'

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ALT-BERLI N. Erste Berliner Pferde·Eisenbahn No 1 i.). 18650185 D.

19. Im Jahre 1865 wurde die erste Lizenz für eine Pferdebahnlinie vom Kupfergraben durch den Tiergarten nach Charlottenburg erteilt. Da diese Pferdebahnen auf Schienen ein reibungsloseres und daher auch schnelleres Fahren ermöglichten, wurden immer mehr Wagen auf Schienen verlegt.

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BERLIN. 0229

Die qroïse Berliner-Pferde-Eisenbahn i. J. 1890.

20. Im Jahre 1890 hatte sich die Pferdebahn bereits die Straßen der Reichshauptstadt erobert. Für einen Einheitstarif von fünf Pfennigen beförderte sie die kontinuierlich anwachsenden Bevölkerungsmassen. Da aber auch sie durchschnittlich nur fünf Kilometer in der Stunde zurücklegen konnten, erprobte man bereits Möglichkeiten, das Pferd durch den Motor zu ersetzen.

Wir fuhren s 0 g rnüthlich Auf d r Pf rdebahn.

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21. Im Jahre 1873 konnte die neugegründete Große Berliner Pferde-Eisenbahn AG ihren Betrieb mit der Linie Rosenthaler Tor-Gesundbrunnen eröffnen. Zwanzig Jahre später beförderte sie mit 1 107 Wagen und 6 300 Pferden nicht weniger als 155 Millionen Personen. 1902 war das gesamte weitmaschige Pferdebahnnetz aber schon durch elektrische Straßenbahnen abgelöst worden. Eine neue Epoche des großstädtischen Verkehrs hatte begonnen, und die Berliner ließen es sich nicht nehmen, gebührend von ihrer letzten Pferdebahn Abschied zu nehmen.

22. Schon bald nach Eröffnung der ersten Pferdebahnlinie versuchte man, den Dampfbetrieb wie bei der Eisenbahn auch auf die Pferdebahn zu übertragen. Die Versuche führten zu keinem positiven Ergebnis im Stadtinneren. Lediglich zwischen dem Zoologischen Garten und dem Grunewald und vom Bahnhof Lichterfelde-Ost zur Machnower Schleuse verkehrten dampfbetriebene Straßenbahnen. Die in der Abbildung dargestellte Bahn wurde im Mai 1886 eröffnet.

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23. Einen ersten Vorstoß zu einer Elektrifizierung der Nahverkehrsmittel unternahm Werner von Siemens, als er auf der Berliner Gewerbeausstellung im Jahre 1879 seine erste elektrisch betriebene Eisenbahn vorstellte. Diese Bahn erreichte eine Geschwindigkeit von sieben Kilometern in der Stunde und zog drei kleine Wagen mit je sechs Personen. Damals wurde noch bezweifelt, ob sie sich auch auf längeren Strecken bewähren würde.

--~ ~~:$" ALT- BERLIN . Die erste eJektr. Straßenbahn n. d. Soendauer-Bocs am 1. Mai 1882. Zeichnung v.F.WiWg 0191 J.

24. Die elektrische Straßenbahn trat von Berlin aus ihren Siegeszug in der gesamten Welt an. Seitdem Werner von Siemens am 16. Mai 1881 auf der Versuchsstrecke vom Bahnhof Lichterfelde-Ost zur Hauptkadettenanstalt eine Bahn, die den Strom durch die Schienen zugeführt erhielt, fahren ließ, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann solche Bahnen auch im Stadtverkehr eingesetzt würden. Bereits ein Jahr später konnte die erste elektrische Bahn mit Oberleitung vom Bahnhof Charlottenburg zum Spandauer Bock in Betrieb gesetzt werden.

25. Diese Ansichtskarte zeigt einen der fünfzig Triebwagen, mit den die 'Große Berliner' 1896 ihren elektrischen Betrieb aufnahm. Sechs Jahre später war ihr gesamtes Netz in einer Länge von fünfhundert Gleiskilometern elektrifiziert. Damals waren bereits 1 300 Trieb- und ebenso viele Beiwagen im Einsatz. Zehn Jahre darauf beförderte die 'Große Berliner Straßenbahn AG', wie sie sich nun nannte, 350 Millionen Fahrgäste in 2 493 Wagen. Am 2. Oktober 1967 fuhr dann die letzte Straßenbahn in Berlin. Sie wurde durch Busse und ein systematisch ausgebautes V-Bahnnetz abgelöst.

Neue Wache.

26. Die Genehmigung zur Überquerung der Prachtstraße Unter den Linden durch die Straßenbahn wurde erst spät erteilt, aber bereits 1901 beschäftigte man sich mit dem Projekt, die Straße zu untertunneln. Erst 1916 war der viergleisige Straßenbahntunnel zwischen der Französischen- und der Dorotheenstraße vollendet.

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27. Die erste Eisenbahn Preußens verkehrte seit dem 22. September 1838 zwischen Zehlendorf und Potsdam. Am 29. Oktober des gleichen Jahres wurde sie dann bis zum Potsdamer Platz weitergeführt. In offenen Personenwagen riskierten damals die ersten Unerschrockenen diese Fahrt, die zahlreiche Neugierige an den Bahndamm loekte,

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Askanischer Platz mit Anhalter Bahnhof

28. Der Anhalter Bahnhof am Askanischen Platz wurde als größter und modernster Bahnhof der Reichshauptstadt mit einem Kostenaufwand von achtzehn Millionen Mark im Stil der italienischen Renaissance von Franz Schwechten erbaut. Die gewaltige Empfangshalle, die drittgrößte im damaligen Europa überhaupt, entwarf der Leberecht-Hühnchen-Dichter Heinrich Seidel. Der Bahnhof wurde 1880 feierlich in Betrieb genommen und fungierte als Endbahnhof für die Züge aus Dresden, Leipzig, Halle und Erfurt.

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