Bernburg in alten Ansichten

Bernburg in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Stephan
Gemeente
:   Bernburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5159-7
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernburg in alten Ansichten'

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99. Von der Schloßterrasse bietet sich auch heute noch dem Besucher ein herrlicher Ausblick auf die beidseitig von dichtem Laubwald gesäumte Saale. Darüber hinaus sieht man die Kirchtürme der nächsten Ortschaften. Und bei sehr guter Wetterlage ist sogar der etwa 75 Kilometer entfernte höchste Berg des Harzes, der Broeken, gut auszumachen. In der Vergangenheit, wie hier auf dem Bild von 1911, war das Zusammenstellen eines Schleppzuges eine mühsame Angelegenheit. Und schon bei der nächsten Schleuse in Alsleben wiederholte sich dieses.

6ernburg - Blick uon du Sdtlon-Tmam

100. Vom gleichen Standpunkt, der Schloßterrasse, sehen wie einen talwärts treibenden Saalekahn, den Fährmann bei der Arbeit und die neuen Häuser ' An der Überfahrt'. Links vor der Waldkulisse das 1905 erbaute neue Bootshaus des Ruderklubs 'Victoria'.

101. Es war reiner Zufall, daß Bernburg zu einem Bärenzwinger kam. Im Jahre 1859 brachte ein junger Bernburger Offizier einen kleinen Braunbären mit, den er von russischen Freunden geschenkt bekommen hatte. Dieses Geschenk reichte er weiter an den damaligen Landrat Bunge. Nach provisorischer Unterbringung in einem Stall der Kreisdirektion in der Langen Gasse, der späteren Langenstraße, wurde der Bär in einem richtigen Zwinger gehalten. Dieser war im Schloßgraben direkt neben dem Schloßeingang gebaut worden. Hier übte der 'Lazi', wie er von der Bevölkerung liebevoll genannt wurde, für die folgenden zwanzig Jahre eine besondere Anziehungskraft auf alle Besucher der Stadt aus.

Bernburg

Der Bärenzwinger.

Gruss

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1 02. Nachdem der Zwinger über zehn Jahre leer gestanden hattte, schenkte die Erbprinzessin Elisabeth der Stadt im Jahre 1891 einjunges Bärenpärchen. Dieses sorgte für den Fortbestand im Bärenzwinger für viele Jahre. Hier die Bären auf dem Kletterbaum, im Jahre 1892 aufgenommen und 1901 als Kartenmotiv verwendet.

103. Im ehemaligen Schloßbereich neben dem Schloßdomänenhaus wurde am 22. März 1826 der Grundstein für das neue Herzogliche Schauspielhaus gelegt. Unter Leitung des Oberbaurates Bunge wurde dieses Haus im Baustil des Klassizismus errichtet und am 2. März 1827 feierlich eröffnet. Im J ahre 1834 war Richard Wagner eine Zeitlang hier tätig.

Gruss

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104. Nach dem Tod des letzten Bernburger Herzogs im Jahre 1863 wurde der Theaterbetrieb stark vernachlässigt, so daß 1871 die Tore geschlossen blieben. Erst nachdem der Herzog Friedrich I. von Anhalt das Herzogliche Hoftheater der Stadt Bernburg zum Geschenk gemacht batte, konnte der Musentempel im Jahre 1881 nach einem gründlichen Umbau als Städtisches Schauspielhaus wiedereröffnet werden. Und so sah das Gebäude im neuen Gewande im Jahre 1898 aus.

105. Im Dezember 1895 kam es zwischen dem Bankhaus Levi Calm und der Stadtverwaltung zu einem Vertrag, in welchem dem Bankhaus die Konzession zum Bau eines Elektrizitätswerkes in Verbindung mit einer Straßenbahn erteilt wurde. Nach fünfzig Jahren sollten das Elektrizitätswerk und die Straßenbahn in das Eigentum der Stadt übergehen. Am 1. April 1897 fuhr in Bernburg die erste Straßenbahn und am 28. Mai des gleichen Jahres lieferte das neue Elektrizitätswerk den ersten Strom für die Stadt. Der Straßenbahnverkehr wurde anfangs mit drei, später mit sechs Wagen im Sechsminutentakt durchgeführt. Die Postkarte zeigt den Markt im Jahre 1898 mit der Abzweigung zum Wagendepot in der Wasserstraße hinter dem Nienburger Turm.

106. Der Straßenbahnverkehr verlief anfangs von der Waldauer Brücke, durch die Breitestraße, dann über den Marktplatz und die Brücke bis zum Saalplatz. Von hier ging es die Wilhelmstraße hinauf, an der Post vorbei über den Karlsplatz und ein Stück der Lindenstraße bis zur Auguststraße, um dann bergabwärts bis zum Bahnhof zu gelangen. Obiges Foto zeigt diese letzte Strecke mit dem Bahnhof im Hintergrund.

107. Die zuvor beschriebene Streckenführung der Straßenbahn wurde etwas später noch erweitert, indem die Schienen bis zum Ende der Bahnhofstraße verlegt wurden. Hier an der Endstation, Bahnhofstraße Nr. 38 mit dem Restaurant Prinz Heinrich (siehe obiges Foto), befand sich eine Schienenausweichstelle, von denen es auf der gesamten Strecke sechs Stück gab, um demjeweiligen Gegenverkehr ausweichen zu können. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges beförderte die Bahn eine beachtliche Anzahl von Personen. Doch die Folgen des Krieges blieben auch bei der Straßenbahn nicht ohne Auswirkungen.

Breite trasse.

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108. Nach öfteren, zeitweiligen Einschränkungen, einer Umstellung auf nur drei Wagen und einem Zwölfminutenverkehr wurde der Betrieb am 1. Februar 1917 gänzlich eingestellt. Die elektrische Oberleitung aus Kupfer mußte abgeliefert werden. Nach Kriegsende bedurfte es langer Verhandlungen, um die erforderlichen Kupferdrähte zu beschaffen. So wurde die Straßenbahn am 8. März 1920 wieder in Betrieb genommen. Politische Ereignisse und die nahende Inflation verursachten dann aber am 19. April1921 die endgültige Stillegung der Bemburger Straßenbahn.

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