Bernburg in alten Ansichten

Bernburg in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Stephan
Gemeente
:   Bernburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5159-7
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernburg in alten Ansichten'

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29. Auf der Höhe der Bergstadt lag in der Nähe der beiden Ausfallstraßen nach Halle und Köthen die Marktbreite, ein Gelände zum Abhalten von Märkten. 1855 trat der Staat einen Teil der Marktbreite an die Stadt ab mit der Maßgabe, diesen Platz auch als Exerzierplatz zur Verfügung zu stellen. Außerdem wurde der Bau einer Kaserne an der Ostseite dieses Platzes beschlossen.

Alte Kase rn e

Bad Bernburz

30. In den Jahren 1859 und 1860 wurde der Kasernenbau mit einem Kostenaufwand von 109548 Talern durchgeführt. Anfang Dezember 1860 zogen die Soldaten ein, die bisher in Privatquartieren untergebracht waren. Ein Großteil der Soldaten war in den zwei Häusern des Kaufmanns Erbrecht in der Breitenstraße Nr. 41 und 42a kasernenmäßig zusammengefaßt und einquartiert.

31. Das in Bernburg stationierte Bataillon gehörte seit 1849 dem Preußischen Linienregiment Nr. 26 an. Im Jahr 1867 wurde diese Einheit Teil des Anhaltischen Infanterie-Regimentes Nr. 93. Ohne Rücksicht auf das aus vielen Bernburgern bestehende Bataillon erfolgte 1899 die Verlegung nach Zerbst. Dafür kam im Gegenzug das Magdeburger 11. Bataillon-Füsilier-Regiment Nr. 36 nach Bernburg. Zwanzig Jahre nach dem Bezug der Karlskaserne wurde 1881 damit begonnen, eine zweite Kaserne, die Franzkaserne, zu bauen, die am 1. April 1886 in Dienst gestellt wurde.

32. Das Magdeburger Bataillon verblieb nurfünf Jahre in Bemburg und wurde 1904 abgelöst durch das III. Bataillon des Thüringischen Infanterie- Regiments Nr. 72. Dochim Oktober 1913 kehrte das Il. Bataillon-Füsilier-Regiment Nr. 36 in die Bemburger Kaserne zurück. Nach dem Bau der Franzkaserne war die Bezeichnung 'Alte Kaserne' für die Karlskaseme auf der Ansichtskarte berechtigt.

33. Im Jahre 1912 zog die 1. Kompanie des lIl. Bataillons mit klingendem Spiel unter großer Beteiligung der Bevölkerung durch die Stadt. Die vorherrschende Kopfbedeckung der männlichen Begleiter war damals die 'Butterblume', der Strohhut.

34. Das ehemalige Jagdhaus der Bemburger Fürsten wurde 1872 mit Zustimmung des Anhaltischen Landtages für 6 600 Taler an den Gastwirt Theodor Schröter verkauft. Es wurde im Laufe der nächsten Jahrzehnte unter dem Namen 'Parforcehaus' ein beliebtes Ausflugslokal für die Bemburger Bürger, zumal die etwa drei Kilometer außerhalb der Stadt gelegene Gaststätte auch mit dem Saaledampfer zu erreichen war. Hier Kartengrüße von einer fröhlichen Runde aus dem Jahr 1904.

35. Schon 1877 stand im ersten Bernburger Adreßbuch: Waldschlößchen am Krumbholz, Gastwirt G. Rüde. Ein Ausflugslokal mit Saal und Gastzimmern am Rand des Auenwaldes im Saaie tal. Ab 1890 bevorzugte Gaststätte des Radfahrer- und 1'urnvereins 'Ascania'. Die Vernichtung des Saales durch einen Brand machte dem Betrieb so viel Abbruch, so daß die Stadtverwaltung 1910 das Grundstück als Kinderheim käuflich erwarb.

36. Der die Saale umgebende Auenwald muß damals eine reizvolle Gegend gewesen sein, sonst wäre nicht wenige Meter neben dem Waldschläßchen fast zur gleichen Zeit die Ausflugsgaststätte 'Wilhelmsgarten' entstanden. Die Abbildung zeigt die Lokalitäten im Jahre 1899. Später entwickelte sich das Restaurant zum Vereinslokal des 'Fußballclubs Bernburg OT.

Restaurant u. Höhenkurort "Zum Paradies" Bes. Wilh. Mahler

Fernspr. No. 676

Gruss aus Bernburg

.,.

37. Die zwei zuvor beschriebenen Lokale lagen im SaaIetal. Im Gegensatz dazu entstand kurz nach der Jahrhundertwende auf der Höhe des Friedrichshanges das Restaurant 'Zum Paradiese'. Der Besitzer war damals so kühn und bezeichnete seine Gaststätte als 'Höhenkurort', wie auf der Karte zu lesen ist, Dieses Ausflugslokal wurde nach entsprechenden baulichen Erweiterungen und der Anlage eines Terrassengartens mit Märchenfiguren eines der beliebtesten Ziele vieler Bernburger.

38. Das Renaissancewohnhaus Badergasse Nr. 1 war Eckgebäude einer der ältesten Gassen der damaligen Altstadt und gleichzeitig Begrenzung des 'Zwiebelmarktes'. 1877 befand sich hier neben einem Materialwarengeschäft ein kleines Restaurant ohne direkte Namensbezeichnung. Um 1900 nannte dann der Gastwirt Hermann Kilian seine Gaststätte 'Restaurant zur Markthalle'. Diese Aufnahme wurde 1905 vom Bernburger Fotografen Louis Greiner gemacht.

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