Bernburg in alten Ansichten

Bernburg in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Stephan
Gemeente
:   Bernburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5159-7
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernburg in alten Ansichten'

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Ratheus zu Bernburg, abgebrannt oor Pfingsten 1850.

59. Das Rathaus der Altstadt wurde 1384 erstmals erwähnt. Nach dem Zusammenschluß von Alt- und Neustadt, dem Wohngebiet um die Nicolaikirche, im Jahre 1561 wurde das Rathaus für beide Teile zuständig. Mehrfach umgebaut soll das Gebäude auf dem Marktplatz um 1800 so ausgesehen haben. Damals wohnten etwa 2 500 Menschen in der Talstadt. 1825 erfolgte durch landesherrliche Verfügung die Vereinigung von Berg- und Talstadt. Dadurch wurde das Talstadt-Rathaus Verwaltungszentrum für nunmehr 5500 Bewohner der Stadt Bernburg. 25 Jahre später, im Jahre 1850, brannte das Rathaus aber restlos nieder.

60. Aus finanziellen Gründen wurde erst 1852 mit dem Neubau eines neuen Rathauses begonnen. Dabei wurde auf das erst 1830 erbaute Eckgrundstück zur Breitenstraße Rücksicht genommen. Doch nach zwanzig Jahren verlangte die Verwaltung mehr Platz. Und so entstand 1875 obiges Rathausgebäude. Aus Kostengründen wurden mehrere Ladengeschäfte in das Erdgeschoß mit eingebaut. Auf dieser Zeichnung sehen wir das Gebäude kurz nach der Fertigstellung.

61. Schon 1725 hatte die Bernburger Schützengilde, damals weit vor den Toren der Stadt, ihr erstes Schießhaus erbaut. 1886 entstand ein neues attraktives Schützenhaus mit Saal und Gastzimmern. Der Schießstand war vergrößert und verbessert worden. So konnte 1888 im neuen Schützenhaus das Provinzial-Bundesschießen durchgeführt werden. Den feierlichen Abschluß bildete die Rede des Oberbürgermeisters Franz Pietscher vom Balkon des festlich geschmückten Rathauses an die mit ihren Vereinsfahnen zahlreich erschienenen Schützen des Landes.

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Rathaus u. }tfarienkirche

62. Die Industrialisierung machte sich auch in Bernburg deutlich bemerkbar. 1890 zählte die Stadt schon 27 557 Einwohner. Die Folge davon war im Jahre 1894 die Entfernung der im Erdgeschoß des Rathauses untergebrachten Ladengeschäfte. So zeigt die Ansichtskarte von 1898 einen veränderten Marktplatz. Die beiden das Wolfgangdenkmal einrahmenden Gaskandelaber waren entfernt und durch zahlreiche eiserne Strommasten für die Straßenbahn ersetzt worden. Ansonsten strahlt das Bild eine scheinbar sonntägliche Ruhe aus, zu erkennen an den heruntergelassenen Sonnenblenden in der ersten Etage des Rathauses.

63. Schützenfest bedeutete für jede Gemeinde einen Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben. Doch das 220jährige Bestehen der Bernburger Schützengilde im Jahre 1906 zu feiern, war schon etwas ganz Besonderes. So fand der Umzug durch die Stadt unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Angeführt von den Ehrenjungfrauen bewegte sich der Zug durch die Wilhelmstraße hinab zur Saalebrükke, dann über den Markt zum Schützenhaus.

Saa/p/atr.

.Bernburg

64. Um 1900 war das Erscheinen eines Fotografen auf den Straßen der Stadt schon eine besondere Angelegenheit. Hier auf dem Saalplatz fand er damals zahlreiche Statisten. Im Haus Nr. 16 rechts im Bild befanden sich für den heutigen Betrachter kaum faßbar ein Schuhgeschäft, ein Restaurant und Café sowie ein Seifenversandhaus. In der Mitte des Bildes am Beginn der Wilhelmstraße ist noch das alte Gebäude zu sehen, das 1904 einem viergeschossigen Neubau weichen mußte.

65. Der Anfang der Mühlstraße in der Zeit um 1900. Durch diese schmale Straße mußte sich der gesamte Verkehr von und zur Saalemühle hindurchzwängen. Für die Schiffer boten die zahlreichen Geschäfte direkt am Ufer der Saale eine günstige Einkaufsmöglichkeit. Leider befindet sich heute hier ein großer Autoparkplatz.

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66. Die Saaleschleusen von 1564 und 1607 waren aus schweren Eichenhölzem gebaut worden. Sie fielenjeweils dem Hochwasser zum Opfer.1696 endlich wurden die Seitenwände der Schleuse aus Steinquadern errichtet. Die Tore waren weiterhin aus starken Holzbalken. So blieb es bei wiederholten Ausbesserungen bis in die Zeit dieser Abbildung um 1900. Es konnte jeweils nur ein Kahn oder Dampfer bis zur Tonnage von 600 t durchgeschleust werden. Die Verbindungsbrücke zur Mühleninsel mußte bei jeder Ein- oder Ausfahrt der Schiffe hochgedreht werden.

Bernburg

? Bliek auf die Saale

67. Der Flußlauf der Saale war im Laufe des 19. Jahrhunderts durch Errichten von Schleusen und Brücken soweit schiffbar gemacht worden, daß schon 1836 zum ersten Mal ein Raddampfer die Saale befahren konnte. In unserem Raum wurde die Saale wirtschaftlich vielfach zum Transport des in den königlichen Salinen von Halle gewonnenen Salzes genutzt. Der Weg flußabwärts war ja problemlos, doch aufwärts mußte Maschinenkraft helfen. Hier auf diesem Bild von 1908 war es ein Kettendampfer.

Bernburg a. Saa e

P ? e an der S.la e

68. In den Jahren 1883/84 wurde auf der Saale die Kettenschiffahrt eingeführt. Von Calbe bis Halle war eine starke Eisengliederkette in der Mitte des Flußbettes durch alle Schleusen hindurch versenkt worden. An den Schleusentoren waren dafür kleine Öffnungen angebracht worden. Ein speziell dafür konstruierter Dampfer zog sich an dieser Kette mit mehreren Kähnen im Schlepp flußaufwärts. Diese Art des Schiffsverkehrs dauerte über 35 Jahre. Auf der Abbildung von 1910 sehen wir einen Kettendampfer mit umgelegten Schornstein auf Talfahrt kurz vor der Brückendurchfahrt.

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