Bernburg in alten Ansichten

Bernburg in alten Ansichten

Auteur
:   Manfred Stephan
Gemeente
:   Bernburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5159-7
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernburg in alten Ansichten'

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Bernburg a. S

Partie an der Schleuse

1

69. Andrang vor der Schleuse. Ein Schraubendampfer mit seinen Schleppkähnen wartet im Jahre 1908 bei Niedrigwasser auf die Durchschleusung. Das Restaurant in der Mühlstraße Nr. 18 mit dem Namen 'Zur Schleuse' wird sicherlich regen Zuspruch gehabt haben. Links von der Schleuse sieht man die Gebäude der Herzoglich-Anhaltischen Eisengießerei und Maschinen-Bauanstalt AG.

70. Die Schleuse war dem gestiegenen Schiffsverkehr nicht mehr gewachsen, so daß aufbeiden Seiten der Saale gewartet werden mußte. Zur damaligen Zeit, um 1900, bewältigten fünf Kettendampfer mit ihren zahlreichen Schleppkähnen sowie sieben Eilgutdampfer den Verkehr zwischen Halle und Hamburg. Jährlich mußten etwa 4 500 Schleusungen vorgenommen werden. Auf der Talstadtseite war der Flußlauf durch eine starke Ufermauer begrenzt. Dadurch konnten mehrere Speicher der Fährgasse direkt am Wasser stehen, ein Vorteil beim Be- und Entladen der Lastkähne oder Dampfer.

71. Zum Problem der Schleusen, von denen es sieben Stück auf der Saale gab, kam das mehrmalige Hochwasser im Jahr. Jetzt konnten auch die Brücken nicht mehr passiert werden. Sogar die neue im Jahr 1891 erbaute Eisenbrücke erlaubte schon bei normalem Hochwasser keine Durchfahrt mehr. Da mußten auch die Eilgutdampfer ankern.

72. Auch das gehörte zur Bernburger Saale. Im Winter 1878 war der Fluß zugefroren, so daß die Bürger sich mit Stuhlschlitten und Schlittschuhen amüsieren konnten. Die nicht alltägliche Arbeit des Fotografen auf dem Eis wurde von der Jugend aus respektvoller Entfernung bestaunt.

73. Urkundlich wurde die Bernburger Saalemühle schon 1219 erwähnt. In einem Vertrag von 1616 wurde erstmalig über die Größe ausführlich berichtet. Die Erhaltung dieser Anlage über Jahrhunderte hinweg ist darin begründet, daß sie unter fürstlicher Obhut stand. Alten Kupferstichen zufolge waren die Mühlengebäude kleine einfache Fachwerkbauten. Erstmalig 1847 wurde ein fünfgeschossiges massives Gebäude mit beidseitigen Stufengiebeln erbaut. Am 7. September 1879 entstand durch Leerlauf einer der Mahlgänge ein Feuer, dem sogar die eisernen Türen in den Trennwänden nicht standhielten. Die Mühle brannte völlig aus.

J3ernburg

Blick auf Stadt und Xurhaus v. éulenspiegelturm

74. Es dauerte fast zehn Jahre bis eine neue Mühle entstand. Jahrelang war der Staat bemüht, einen neuen Käufer zu finden. Erst nach Gründung der Aktiengesellschaft Bernburger Saalemühlen konnte der Aufbau beginnen, der 1888 beendet wurde. Dieser neue graue Steinkasten mit seinen sechs Stockwerken paßte so gar nicht in das Landschaftsbild, wie man 1905 vom Eulenspiegelturm aus feststellen konnte.

Solbad Bernburg (Saale) Gesamtansicht

75. Vom Kurhausturm aus bot sich dem Betrachter im Jahre 1909 folgendes Panorama: im Vordergrund die im Bau befindliche Solbadstraße, in der Mitte die Saalemühle mit der Eisengießerei, darüber auf der Höhe der Bergstadt das Schulgebäude des Gymnasiums und rechts daneben das Schloß.

76. Die Saale bot die besten Voraussetzungen für sportliche Betätigung auf dem Wasser. 1890 wurde der Ruderverein 'Victoria' gegründet, dem 1892 der Ruderclub 'Hansa' folgte. Dieser baute sich am Fuß des Schloßberges gleich neben dem Restaurant 'Stadtpark' ein schönes Vereinsgebäude. Auf einer der ersten Bemburger Ansichtskarten von 1897 sehen wir den 'Stadtpark' und das Schloß in kolorierter Zeichnung. Dazu auf der Saale Ruderboote und einen kleinen Personendarnpfer.

77. Das Schloß, die Saale und der erste Personendampfer mit dem Namen 'Prinz Heinrich' wurde 1899 stimmungsvoll gemalt und als Ansichtskartenmotiv verwendet.

78. Der Dampfer 'Prinz Heinrich' war auch noch 1902 fahrbereit, um mit erholungsuchenden Menschen das beliebte Ausflugslokal 'Parforcehaus' anzulaufen. Gegenüber am Kai der Papierfabrik sehen wir einen Eilgutdampfer beim Be- und Entladen der auf dem Oberdeck verstauten Ladung.

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