Bernkastel-Kues in alten Ansichten

Bernkastel-Kues in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz H. Grundhöfer
Gemeente
:   Bernkastel-Kues
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6548-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernkastel-Kues in alten Ansichten'

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19 Vor dem Kreisständehaus am Gestade, dem heutigen Rathaus der Verbandsgemeinde, stand das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71, errichtet 1906.Auf hohem Sockel, die Bronzestatue eines lebensgroßen Kriegers. Der Denkmalsockel zeigt das Bildnis Kaiser Wilhelm 1., Deutscher Kaiser, König von Preußen. Die Widmung darunter: 'Den gefallenen Kriegern des Kreises Bernkastel gewidmet vom Kreis-KriegerVerband.' Aufzwei Gedenktafeln, die Namen der Gefallenen aus den Kriegen 1866 und 1870/71. Den Bronzekrieger hat man 1943, auf höheren Befehl, eingeschmolzen. Die steinernen Reste des Denkmals wurden 1949/50 beseitigt. Erhalten geblieben sind die Namenstafeln, die 1962 am neuen Ehrenmal der Stadt, am Bernkasteler Gestade, angebrachtwurden.

20 Die wohltuende Ruhe am Gestade - ein Bild aus der Zeit um 1912 - wird man heute dort vergeblich suchen. Damals fuhr man noch mit der pferdedroschke. Im Vordergrund das 1906 errichtete Kriegerdenkmal, in der Bildmitte das sogenannte Kreisständehaus des Landkreises Bernkastel. Van 1 81 6 bis

1969 war der Ort Kreisstadt. Das große Gebäude mit hohem Eckturm, erbaut

1904, im Stil spätgotischer und deutscher Renaissanceformen, dient seit 1970 als Rathaus der Verbandsgemein de Bernkastel- Kues. Am oberen Ende der Straße, an der Gabelung Schloßweg-Schanzstraße, das Haus Olk, Schanzstraße 1. In dem Haus war von 1920 bis 1928 das Finanzamt untergebracht.

21 Das Foto gibt die Winzerunruhen in Bernkastel im [ahre 1926 wieder. 'Die Not der Moselwinzer schreit zum Himmel,' schrieb die Presse. Die Bernkasteler Ereignisse machten damals Schlagzeilen auf den ersten Seiten aller deutschen Zeitungen. Ein Rückgang im Weinbau und Weinhandel bahnte sich durch den spanischen Weinhandelsvertrag zu einer Katastrophe an, die am 2S. Februar 1926 den Sturm auf das Finanzamt, Ecke SchanzstraßeSchloßweg, auslöste. Akten und Einrichtungen wurden aus dem Finanzgebäude auf die Straße geworfen und angezündet, die Büros demoliert. Ebenso erging es dem Zollamt in der Bahnhofstraße im Stadtteil Kues.

22 Aus demjahre 1908 stammt diese Ansichtskarte, die im Auftrag des Schlosshotelbesitzers Josef Blau gedruckt wurde. Hoch über Stadt und Tal, oberhalb der Burg, daß im [ahre 1904 erbaute 'Kurhaus Schlosshotel Berncastel-Cues'. Das komfortable Hotel in herrlicher Panoramalage (22 Fremdenzimmer mit Badeeinrichtungen, drei Säle) wurde als das 'schönste Erholungshaus der Mosel' gerühmt. 1921 verkauft, nunmehr als katholisches Exerzitienheim 'Canisiushaus' genutzt. Im Krieg beschlagnahmt, 1 942143 NSVHeim, später Lazarett und Ausweichkrankenhaus. 1953 erwarb das Deutsche Jugendherbergswerk das Haus, seitdem Jugendherberge. Unterhalb, von Weinbergen umgeben, die 'I andshut' . 1839 schenkten die Stadtväter die Burg dem preußischen Kron-

prinzen Friedrich Wilhelm; nach dem Ersten Weltkrieg gelangte sie 1920 wieder in den Besitz der Stadt.

Schlosshêtel mil Burg Landshul 275 m Ü. d. M.

23 In der oberen Römerstraße, am Treppenaufgang zum Klösterchen, stand das doppelseitige freistehende Kruzifix aus dem [ahre 17 SO. Erinnernd an das ehemalige Kapuzinerkloster (1802 aufgelöst), vertraut auch 'Kapuz! nerkreuz' genannt. 1941 zerstörte ein Militärfahrzeug das große steinerne Kreuz. Mit Spenden der Bevölkerung wurde nach dem Krieg ein neues, ausdrucksstarkes Kreuz geschaffen, an dem hier der leidende, dort der triumphierende Christus hängt, während den Kreuzschaft die kniende Maria Magdalena umklammert. Das Werk des Bildhauers Lebenstedt, Kröv, wurdeam 14.Juni 1953 durch Stadtbürgermeister Dr. Ley enthüllt und von Dechant Birtel eingesegnet. Die Bildkarte von 1938 zeigt das alte Kreuz von 1 750. Am rechten Bildrand das Gasthaus Huwer.

24 Das Stadtbild Bernkastels wird bestimmt durch die dem Erzengel Michael geweihte katholische pfarrkirche, mit ihrem mächtigen, altersgrauen Bruchsteinturm, der mehr den Eindruck eines Wehrturmes, als den eines Kirchturmes macht. Tatsächlich führte auch im 13. [ahrhundert die Stadtmauer dicht an ihm vorbei, er hat offenbar als Wehr- und Wachturm gedient. Heute ist er Glockenturm der dreischiffigen St.Michaels-Kirche. Das Foto aus dem [ahre 1937 zeigt die spätgotisch und barock gehaltene Bernkasteler pfarrkirche (Ende 14. Iahrhundert) von Nordosten. Die Kirche war einst vom Kirchhof umgeben. (Straße ' Am Kirchhof') Die barocken Anbauten verleihen der Chorpartie ein reizvoll malerisches Gepräge.

25 Hermann Schroeder,

Prof. Dr. h. C., am 26. März 1904 in Bernkastel geboren. Sein Name ist eng mit der katholischen Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts verbunden. Er gilt heute mit seinen Orgelwerken, Messen, deutsche Motetten und geistliche Chorlieder, als 'einer der führenden katholischen Kirchenkomponisten'. Neben der Kirchenmusik umfaßt Schroeders kompositorisches Schaffen Werke der Volks- und Kammermusik. Zunächst studierte er Theologie und Musikwissenschaft in Innsbruck (1923-1926), später Kirchen- und Schulmusik in Köln (1926-1930).1930 Lehrauftrag an der Kölner Musikhochschule, Leiter eines Kammerorchesters. 1938 Domorganist in Trier, 1939 Leitung der Städtischen Musikschule. 1946: Berufung zum Professor an die Musikhoch-

schule in Köln. Unerwartet erlag Hermann Schroeder am 7. Oktober 1984 einem Herzinfarkt. Auf dem Heimatfriedhof Bernkastel fand er seine letzte Ruhestätte. Der Platz neben dem Schroeder'schen Elternhaus, Gestade 11 a, wurde nach ihm HermannSchroeder-Platz genannt.

26 Die alte Graacher Straße war früher die Hauptstraße der Stadt der Nord-Süd-Richtung, die nach Graach und weiter führte. Am Ende schließt das 'Graacher Tor' noch heute die Straße ab, die bis zur Mitte des 19. [ahrhunderts die Breite des Stadttores hatte. Erst nach dem verheerenden Stadtbrand 1857, dem die Häuser auf der östlichen Straßenseite zum Opfer fielen, wurde die Baufluchtlinie der Häuserzeile zurückgesetzt. So kommt es, daß die Graacher Straße, rechts im Bild, ein Straßenbild des 19. Jahrhunderts bietet, während die linke Seite jetzt noch den baulichen Charakter des 18. Jahrhunderts mit Fachwerkhäusern zeigt (im Bild noch verputzt). In den fünfziger [ahren wurde das Fachwerk der Häuser, Graacher Straße

2, 3 und 4 freigelegt. Am lin-

ken Bildrand, Haus Nr. 3, das jetzige Restaurant 'Craacher Tor'.

27 Ein Blick in die untere Römerstraße im [ahre 1912. Der breite Zugang vom Markt bis zum Beginn der 'neueri' Straße wurde erst um 1872 geschaffen. Bis dahin diente die 'Alte Römerstraße' als Hauptverbindungsweg. Das dreigeschossige Haus an der linken Straßenseite, noch zur Alten Römerstraße zugehörend, war die 'ColonialwarenHandlung und Kaffee-Brennerci' des Michael Dillinger, Alte Römerstraße Nr. 8. Nach dem Weltkrieg durch einen Neubau ersetzt, jetzt Spar-Lebensmittelgeschäft, vormals 'Kremenrz'. Die Häuserzeile daneben, die Römerstraße Nr. S bis 8: Fahrräder und Nähmaschinen Peter Löwen (später Hutgeschäft Loewen, dann Foto Baum); Haus Nr. 6:

Juwelier und Uhrmacher Burkard (heute Weinhaus Schmitz-Bergweiler). Neben-

an Haus Nr. 7: Kurz- und Wollwaren Stein, 1936 Drogerie Bäumler, 1948 'RomerDrogerie' Merten. Im Haus Nr. 8 führte ].M. Lerner ein Textilgeschäft, jetzt SchuhhausThiel.

28 Nach dem Krieg 1870/71 hatte das preußische Militär beim Bau von Straßen und Brücken ein gewichtiges Wort mitzusprechen. So war es nicht verwunderlich, daß der Bau einer massiven Brücke zwischen Bernkastel und Kues aus überwiegend strategischen Gesichtspunkten durch 'Allerhöchste Kabinetts-Order' 1871 beschlossen und genehmigt wurde. Die erste feste Moselbrücke war eine eiserne Fachwerkbalkenbrücke, die in den [ahren 1872-1874 gebaut wurde. Die Brücke hatte vier Flußöffnungen, außerdem links zwei und rechts drei gewölbte massive Bögen, die bis heute erhalten geblieben sind. Die Brückenbreite betrug mit den Gehsteigen nur 8,SO m. Die Baukosten: 203 Tausend Reichstaler. Die Brückeneinweihung fand leider im

Regen, am 18. November

1 874 statt. Im Bild, die erste Bernkastel- Kueser Moselbrûcke im Iahre 1925.

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