Bernkastel-Kues in alten Ansichten

Bernkastel-Kues in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz H. Grundhöfer
Gemeente
:   Bernkastel-Kues
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6548-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernkastel-Kues in alten Ansichten'

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49 Um die Jahrhundertwende sah das 'Cardinalische Haus' am Nikolausufer so aus. 1401, im Geburtsjahr des Nikolaus von Kues, gehörte das stattliche Haus schon den Eltern des Cusanus, dem Schiffer und Handelsmann Hennen Cryffts (Johann Krebs) und dessen Ehefrau Katharina geborene Roemer. Das rechts angebaute Haus mit rundbogigem Tor, dem sogenannten Pulverturm, war zudem im Besitz der Familie Krebs. Am 27. September 1921 wurde der Pulverturm durch Brand zerstört. Eine vertraute malerische Häusergruppe am Moselufer ging damit verloren.

50 Zu einem Gruppenfoto versammeln sich 1926 die Hausbewohner vor dem Geburtshaus des Nikolaus von Kues. Man würde allerdings besser davon sprechen, daß hier das Geburtshaus des großen Cusaners gestanden hat, denn das Haus, in dem er 1401 geboren wurde, überstand die Jahrhunderte nicht. Anno 1 570 mußte das Haus von Grund auf erneuert werden. 1682 kam es dann an Privatleute. In den [ahren 1973-1977 erwarb die Cu sanus-Gesellschaft die beiden im Privatbesitz befindlichen Gebäudehälften, Nikolausufer Nr. 49-50, und erneuerte das Hausanwesen im Stil des Wiederaufbaus von 1570. Letzte private Eigentümer des Cusanus-Hauses waren die Gebrüder Leo und Erich Prüm, sowie Albert Dusemund.

5 1 Kues im Hochwasser 1924. Wohl zu allen Zeiten waren Menschen, die nahe am Wasser wohnten, durch Hochwasser geplagt. Das gilt auch und besonders für die Orte an der Mosel. Unheilvol-

Ie, außergewöhnliche Hochwasserjahre unseres [ahrhunderts waren: 1920, 1924, 1925126,1947/48,1955, 1958; 1983 unddiesogenannte Jahrhundertflut 1993. Die Fotoaufnahme hat die

große Überschwemmung am Moselufer im Stadtteil Kues, am 3. November 1924, fe stgehalten. Ein [ahr später, auf Silvester 1925, kam schon wieder die Wasserplage. Mancher Anwohner erinnert sich

noch, wie der Weihnachtsbaum durch das Erdgeschoßfenster davongeschwommen ist.

52 Das Faßeichamt in Kues hatte eine lange Tradition. 1906 konnte das Eichamt in das neue Haus, Nikolausufer Nr. 22, einziehen. (Heute im Privatbesitz: Stehcafé Thiesen.) Küfer und Winzerschaft werden sich noch gut daran erinnern, daß die Holzfisser hier die amtliche Eiche erhielten. Doch mit zunehmendem Rückgang an Holzfis sern in der Weinwirtschaft, bedingt durch das Aufkommen von Plastiktanks, wurden auch Eichaufnahmen seltener. Die Faßeichstelle am Nikolausufer mußte daher Ende 1976 aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Letzter vereidigter Eichmeister war Hermann-JosefSchäfer aus Kues, der das Amt bereits in der dritten Generation ausübte. Die benachbarte Schmiede [ohann Schäfer sorgte sich stets um die Faßreifen.

53 Bernkastels Avenue, wie sie sich um 1936 auf der Karte darbietet; vor sechzig [ahren, eine mit Bäumen bepflanzte Prachtstraße. Im Vordergrund, inmitten der Baumallee, das bekannte 'I.iell'sHäuschen' . Der Kiosk stand von 1927 bis 1987. An der linken Straßenseite, Ecke Hebegasse/Gestade, das Haus Nr. S. Die Stadt erwarb 1964 das Haus von den Erben Dr. Kettenhofen. Bis heute ist im Erdgeschoß das städtische Verkehrsamt, die Tourist - Information, untergebracht. Daneben die 1881 erbaute Bernkasteler Volksschule. Im [ahre 1970 endete ihr Schulbetrieb. 1981 kam das Gebäude in den Besitz der Volksbank. Ecke Moselstraße/Gestade, das Wohn- und Geschäftshaus Astor, Gestade Nr. 7. Das große Giebelhaus mit Ecktürmchen, erbaut 1908/09,

zählt zu den schönsten Bauten der Stadt. Wiederaufgebaut und renoviert, nach zwei verheerenden Bränden im [ahre 1987, erstrahlt das Haus wieder in alter Schönheit. Im Hintergrund der stadtprägen-

de Glockenturm der pfarrkirche St. Michael.

S4 Vor 1930 bestanden zwar Fahrstraßen zwischen den Dörfern, aber ein gut ausgebautes Straßennetz gab es weder auf dem rechten, noch auf dem linken Moselufer. Von Schweich bis nach Neumagen entstand in den [ahren 193 11933 die Mittelmoselstraße. Zum Einweihungstag hatte der ADAC eine Sternfahrt an die Mittelmosel angesetzt, an der sich nach Berichten schon mehr als fünfhundert Autos beteiligten. Die Feier begann auf dem Bernkasteler Marktplatz. Freiherr von Schorlemer-lieser begrüßte als Präsident des Deutschen Weinbauverbandes die 'motorisierten Gäste' . Fortan wurde das Weinstädtchen BernkastelKues auch für 'Automobi

listen' ein beliebtes Ausflugsziel. Wie das Foto zeigt, konnte man ja noch auf dem Gestade, vor den Hotels Römischer Kaiser und Burg Landshut, seine Limousine parken.

SS DasWeinstädtchen Bernkastel war seit jeher ein Anziehungspunkt für Fremde. Eines der großen und weitbekannten Häuser war das Hotel 'Zu den drei Königen' der Familie JP. Gassen, direkt an der Moselbrücke auf Kueser Seite gelegen. 1902 wurde das Hotel mit geräumigen Weinkellereien im Stil der ausklingenden Gründerjahre gebaut (Bahnhofstraße 1) Der eindrucksvolle Hotelbau verleiht dem Städtchen wohl ein großstädtisches Flair. Wegen der reizvollen Aussicht und dem guten Tropfen Moselwein, war auch die Terrasse 'Drei Könige' bei den Gästen sehr beliebt. Heute wird das Haus als Hotel garni geführt. In den Räumlichkeiten des

Erdgeschosses befindet sich, nach Umbau Mitte der siebziger [ahre, dasTextilhaus Stephan Hees KG, seit 1995 auch Eigentümer des Hauses.

Berncastel-Cues (Mosel)

Hotel Drei König e, J. P. Gassen Wwe, Weinbau- Weinhandel

S6 Gasthöfe und Hotels waren mit die Ersten, die schon vor dem Ersten Weltkrieg Werbepostkarten drucken ließen. Die Ansichtskarte zeigt das stadtbekannte Hotel 'Zur Burg Landshut' , Gestade Nr. 1 1 , noch weitgehend das Bild von heute. Die Gaststätte wurde 1883 erbaut von Anton Lauer. Die Hotelfassade bekam das Haus nach einem Umbau im [ahre 1911. Der rückwärtige große Saalanbau, stets Bernkastels wichtigste Veranstaltungsstätte, folgte 1912. Seit 1910 ist das Hotel im Besitz der Familie Dahm-Lauer. Das Haus Nr.

11 a, nebenan, wurde 1906 erbaut. Hier führten die Geschwister Engel ein Textilgeschäft, später Schroeder-Engel. Ein besonders schönes Beispiel aus der Gründerzeit ist die prachtvolle Villa, Gestade Nr. 1 S von 1883, des Weingutes Dr. Pauly-Bergweiler.

13erncastel (jY1osel) mit J(otel eur 13urg .candshut.

57 Nicht die naturgegebene reizende Landschaftslage eines Ortes allein zieht Gäste und Touristen an, sondern auch das innere Bild eines Städtchens. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte man erkannt, daß aus Bernkastel, durch die Freilegung der vielen Fachwerkbauten, die im 19. Jahrhundert unter anderem wegen Brandgefahr mit einem Putz überzogen worden waren, ein Schmuckkäst ehen eigener Art zu machen sei. Dieser Gedanke wurde 1906/07 schon verwirklicht an dem Haus des Apothekers Peter Stöck und am Haus des Hut- und Mützengeschäftes Nicolaus Rau, am Markt.

1914 folgte das 'Spitzhäus chcn' im Rathauswinkel. Das kleinstädtische Prachtensemble findet bei der Besuchergruppe, im Iahre 1933, offenbar Bewunderung.

58 Auf diesem Foto werden sich nur noch wenige zurechtfinden. So sah es um die Jahrhundertwende in der Alten Römerstraße, am Zugang zum Marktplatz, aus. Zwei Mädchen, am Haus Adam Lauer angelehnt, schauen dem Fotografen zu, wie er unter das schwarze Tuch seines 'Photographierapparates' schlüpft. Das schmale alte Haus stand bis zu seinem Abbruch, im Iahre 1904, vor dem Haus Stephan Heinz, jetzt Cusanus- Weinstuben, im engen Straßenraum der Alten Römerstraße, durch die sich einst der Verkehr zwängen mußte. An dem Haus, Bäckerei Fuchs, befand sich damals ein Waschbrunnen.

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