Bernkastel-Kues in alten Ansichten

Bernkastel-Kues in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz H. Grundhöfer
Gemeente
:   Bernkastel-Kues
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6548-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bernkastel-Kues in alten Ansichten'

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59 Eine frühe Ansichtskarte des Weltpostvereins zeigt das wildromantische Tiefenbach tal, oft wegen seiner Schönheit die 'ßernkasteler

Schweiz' genannt. Links im Bild das ehemalige Bergwerkshäuschen mit Dachreiter, das um 1925 abgebrochen wurde. Seit dem 1 S. Jahrhundert hatten Bernkastel und Monzelfeld Teil arn Bleiund Silbererzbau. So berichtet eine Bergwerksordnung 1 5 1 0 von Erzbergbau, der dort schon seit 1466 betrieben wird. Mitte des 19. [ahrhunderts lohnte es sich nicht mehr, nach Blei, Kupfer und Silbererzen hier zu schürfen.

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60 'Es klappern die Müh-

len .. .' Das 19.Jahrhundert war nicht nur das Jahrhundert der Postkutschen, sondern auch der Mühlen. Niemals in der Geschichte hat es so viele Wassermühlen gegeben, wie nach der Einführung der Gewerbefreiheit durch die französische Revolution, bei uns ab 1798. Im [ahre 1849 zählte der Kreis Bernkastel 193 Getreidemühlen. Um die Jahrhundertwende bestanden in Bernkastel noch drei Mehlund Sägemühlen. Die Bildpostkarte von 1906 zeigt die Rath's Mühle, oberhalb der Stadt, im romantischen Tiefenbachtal. Die Mahlmühle mit oberschlächtigem Wasserrad, wurde gegen Ende des Ersten Weltkrieges (1918) stillgelegt. Heute ist die alte Mühle ein Wohnhaus; Familie Ehlen-Gaub.

61 Ruhe und Beschaulichkeit strahlt diese Ansichtskarte der frühen zwanziger [ahre aus. Verkehrsprobleme kannte man damals noch nicht. Der Blick von der Brücke in die Kaiserstraße - später in Brückenstraße umbenannt ist gegenüber heute fast unverändert geblieben. Noch immer prägen die beiden renommierten Hotels 'Rómischer Kaiser' und 'Burg Landshut' die Moselansicht Bernkastels. Links an der Brückenkreuzung Haus Dillinger (1883), Gestade Nr. 9. An der Hauswandecke, im ersten Stock, schützend die Statue des Stadtpatrons Erzengel Michael.

Berncastel a. Mosel,

Bliek ven der Brücke.

62 Am alten Postweg oberhalb Bernkastel, auf steilem Felsen, über dem Wasserfall im Tiefenbachtal, steht die Mariahilfkapelle, im Volksmund "Tinkelkapelle' genannt. Die kleine Kapelle mit Vesperbild wurde Anfang des 18. Jahrhunderts, anstelle eines verfallenen Heiligenhäuschens, erbaut. 1930 und 1978 erfolgte eine Restaurierung. Wie gewachsen krönt die Kapelle ihren Felsen. Am Giebellesen wir die Inschrift: '1887 0 Maria Hilf.' Die alte Ansichtskarte wurde 191 3 geschrieben, das Foto ist sicherlich älter - um 1905.

13erncasfel-Cues Capelle

63 Immer wieder Hochwasserjahre an der Mosel! Auf dem Foto die Wasserflut des [ahres 1920 in Bernkastel, auf dem Gestade, am Haus Astor. Wer mit aufmerksamen Augen die Moselorte durchwandert, sieht häufig an alten Häusern, die am Ufer stehen, Zeichen und Zahlen, die uns von außergewöhnlichen Hochwasserjahren berichten. Am Haus Coblenz in der tiefgelegenen Moselstraße der Altstadt, betrachten wir die Hochwassermarken mit den Jahreszahlen: 1784, 1882, 1920,1925,1947,1955, 1958,1983,1993.Der Hochwasserstand des [ahres 1651 ist auch an einem pfeiler in der Bernkasteler Pfarrkirche eingeschrieben.

1 ,30m hoch stand damals die Mosel über dem Kirchenfußboden, während sie im gleichfalls dort festgehaltenem Iahr 1572 'nur' 1,20 m hoch in der Kirche stand.

64 Neben der allgemeinen Not nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Bewohner des Moseltals im [ahre 1920 von einer besonders schweren Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Infolge der außerordentlichen Regenfälle in den Tagen vom 9. bis 14. [anuar 1920 waren 96,8 Liter pro qm niedergegangen hatten die Moselpegel Höchststände erreicht. Ein orkanartiger Sturm, begleitet von wolkenbruchartigem Regen, brauste über das Land. Zudem brachte der Witterungsumschlag am 8. [anuar den Schnee in Eifel und Hunsrück zur Schmelze, der die Mosel zu einem gewaltigen Strom anschwellen ließ. Der Marktplatz, ja die ganze Altstadt, stand unter Wasser, auch

die Moseltalbahn und die Reichsbahn hatten den Verkehr eingestellt. BernkastelKues war damals von der Außenwelt abgeschnitten.

65 Der Stolz Bernkastels ist sein ungewöhnlicher Reichtum an Fachwerkbauten des 16. und 17. Jahrhunderts, oft sehr stattlichen, drei- bis viergeschossigen Bauten mit vorkragenden Obergeschossen und meist der Straße zugewandtem Giebel. In der Alten Römerstraße die Häuser Nr. 2-5 behaupten sich noch heute im alten Stil, zumindest in ihren oberen Stockwerken. Das Foto zeigt das Haus Nr. 2, Milchgeschäft Peter Bach, heute Papier- und Schreibwaren Schommer-Klickow. Nebenan, Haus Nr. 3, das Hutund Mützengeschäft Hansen. Haus Nr. 4, Boeck, jetztWashausen, Souvenirladen. Das Nachbarhaus Nr. 5, PfeifferTabakwaren, jetzt Blumengeschäft Henrich.

66 Der Blick in die Schanzstraße zeigt, daß 1936 an der linken Straßenseite Lindenbäume standen. Beim Ausbau der Straße im [ahre 1956 mußten hier die Bäume leider weichen. Die Schanzstraße erhielt beidseitig Bürgersteige. Im Bild vorn das Bankgebäude der 'Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft'. Bereits seit 1914 unterhält sie die Zweigniederlassung Bernkastel in der Moselstraße. 1920 bezog die Deutsche Bank das Haus in der Schanzstraße Nr. 33.ImJahre 1980wurdedas Bankhaus erweitert und modernisiert. Im Hintergrund, an der linken Straßenseite, erkennt man die Gebäude der Post (1888) und des Amtsgerichts (1882), heute Haus

Leo Port und Verbandsgemeinde.

67 Am linken Flußufer im Stadteil Kues, gleich neben dem St.-Nikolaus-Hospital gelegen, zeigt das Foto von 1930, daß in den [ahren 1908/09 errichtete Moselkrankenhaus. Von 1909 bis 1966 diente das Haus kranken und verletzten Menschen, während des Krieges 1914191 8 auch als Lazarett. Im Krieg, Anfang 1945, mußten die Patienten nach Lieser ins Schloß Schorlemer verlegt werden, weil Luftangriffe auf die nahe Brücke das Krankenhaus gefährdeten. Nach Fertigstellung des neuen KreisKrankenhauses am Karl-BinzWeg (l.April1966), wurde in dem freigewordenen Krankenhausgebäude eine Nebenstelle des Amtsgerichtes untergebracht. Seit 1994 dient das ehemalige Krankenhaus

am Moselufer, nach umfassenden Umbauarbeiten, als Alten- und Pflegeheim. Am linken Bildrand zu erkennen die Bahnhofstraße; an deren Ende erinnert das alte schöne Bahnhofsgebäude (1904) an

ein ganzes [ahrhundert Eisenbahngeschichte.

68 Die Fotoaufnahme von 1921 gibt die angesehene Bierbrauerei Schmitgen, später unter dem Firmennamen 'Berukastclcr Bürger-Bräu' geführt, wieder. Um 1884 wurde die Braustätte von Bernkastel, Hebegasse, nach Kues, zwischen der heutigen Brüning- und Cusanusstraße, verlegt. Sie beschäftigte damals 24 Arbeitskräfte. Der Brauereibetrieb endete 1986, während ein Bier- und Getränkehandel in der Brüningstraße 1 16 noch weitergeführt wurde. Nach Abbruch der alten Brauereigebäude entstand auf dem Gelände an der Cusanusstraße eine Filiale der LIDL-Lebensmittelgruppe (1998).

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