Betzdorf in alten Ansichten Band 2

Betzdorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helmuth Bartolosch
Gemeente
:   Betzdorf
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5573-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Betzdorf in alten Ansichten Band 2'

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9. Diese im Jugendstil mit Blumen geschmückte Ansichtskarte von 1899 zeigt das Siegtal als sehr weites Tal, in dem das damals 4 000 Einwohner zählende Betzdorf von der katholischen und der evangelischen Kirche eingerahmt wird. Werbewirksam plaziert sind unter der Gesamtansicht zwei Vignetten, die den Bahnhofund die Kaiserliche Post darstellen. Der Bahnhof war 1861 in Betrieb genommen worden. Die Post hatte im 'Erdgeschoß Dienstlocalien (zwei Räume) und in der 1. Etage eine Wohnung für den Postbearnten' erhalten. Mit der rasanten Entwicklung des Ortes wuchsen auch die Aufgaben der Post, so daß man sich gezwungen sah, ein eigenes Gebäude zu bauen. Das geschah an einem damals noch namenlosen Dorfweg an der Hellerbrücke, der späteren Poststraße , heute Decizerstraße. Am 27. September 1892 wurde dort der Dienstbetrieb aufgenommen.

10. Der Verlag Gustav Schneider, Buchhandlung und Druckerei, gab kurz nach seiner Gründung 1898 in Betzdorf eine gezeichnete, in den Farben ansprechend dargestellte Jugendstil-Ansichtskarte heraus. Betzdorfliegt mit seinen großen Eisenbahnanlagen inmitten bewaldeter Berge und Höhenzüge. Das 1900 erbaute Rathaus wurde auf der Vignette eindrucksvoll herausgestellt. Noch heute ist Betzdorf seiner Lage nach eine Stadt im Grünen.

11. Seit 'Erfindung' der Ansichtskarte nahm die Kommunikation im vorigen Jahrhundert einen gewaltigen Aufschwung. Von zu Hause, von einer Reise, einem Fest oder einer Wanderung, von überall her bedachten sich Verwandte und Bekannte mit einem lieben Kartengruß. Die oben abgebildete Ansichtskarte hatten einige Herren im 'Breidenbacher Hof' ihrem mit einer Lok 'auf großer Fahrt' befindlichen Stammtischbruder an seinen Ankunftsbahnhof geschickt, und zwar mit der scherzhaften Anschrift an den Herrn 'Kgl. Lokornotivführer und biertrinkenden Sergeanten der Heilsarmee'. Selbst Hotelier Loosen brachte sich durch seine Unterschrift in empfehlende Erinnerung.

12. Neu für Betzdorf und Umgebung war die Eröffnung eines Cafés mit Konditorwaren in der vorderen Bahnhofstraße Mitte der 1890er Jahre. In einer Anzeige empfahl sich der Besitzer Carl Merten 'zur Anfertigung von Eis, Crerne, Torten, sowie sämmtlichen Backwaaren der Saison'. Und weiter: 'Halte mich bei größeren und kleineren Festlichkeiten bestens empfohlen.' Zugesichert wurden prompte Bedienung und billigste Preise. Der Hinweis, daß 'Versandt nach auswärts' möglich sei, sollte die hier weilenden Kurgäste des damals noch geöffneten 'Germaniabades' anlocken, ihren Lieben daheim einen süßen Gruß von hier zu senden. Der konziliante Konditormeister hatte die obige Ansichtskarte drucken lassen, um für sein Geschäft zu werben. Dadurch wissen wir noch heute, wie sein Café-Haus aussah. Bei schönem Wetter saßen seine Gäste vor dern Haus und konditerten, so jedenfalls hat es der Zeichner festgehalten.

13. Auch der fortschrittlich eingestellte Kaufmann Max Baulig gab um 1896 eine Ansichtskarte von Betzdorf in Auftrag, die heute begehrtes Sammelobjekt ist. Baulig hatte mit einern Spezereiladen an der Burgstraße angefangen und zog später in die Moltkestraße um. Dort erweiterte er sein Geschäft zu einern Konsum mit allen möglichen Artikeln des täglichen Bedarfs. Mit der großzügigen Darstellung des 'Ladenlocals' hat der Zeichner der Karte stark übertrieben. Auch die Ortsansicht ist nicht überall naturgetreu.

14. Betzdorf gewann als Eisenbahnknotenpunkt immer mehr an Bedeutung. Im Jahre 1893 wurde der Güterbahnhof erweitert. Dabei mußte das Siegbett flußabwärts ab 'Ermerts-Fabrik' verlegt werden. Im Hintergrund der Ortsteil Hohenbetzdorf, der schon eine beträchtliche Anzahl neuer Wohnhäuser aufweist.

15. Nur vom erhöhten Standort am oberen Rand des Steinbruches an der Friedrichstraße konnte der Fotograf diese Aufnahme um 1912 für eine Ansichtskarte machen. Wir sehen links das 1898 erbaute St.-Joseph- Krankenhaus, die erhöht stehende St.-Ignatius-Kirche und am rechten Bildrand das 1900 errichtete Rathaus. Über die Heller spannt sich noch die 1880 erneuerte Eisenkonstruktionsbrücke. Hier soll schon im Mirtelalter eine Brücke gestanden haben.

16. Am linken Rand dieser Ansichtskarte sehen wir erstmals im Bild den alten Betzdorfer Friedhof, der 1868 für Katholiken und Evangelische getrennt, angelegt worden war. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Verstorbenen von Betzdorf ihre letzte Ruhestätte in Kirchen gefunden. Im Jahre 1921 wurde der alte Friedhof nicht mehr belegt und geschlossen. Die Gebäude des Altenzentrums St.-Josef stehen heute auf dem Gelände. Im übrigen gibt uns diese Ansichtskarte eine gute Übersicht über die Bebauung von Altbetzdorf um 1908.

17. Auf der ständigen Suche nach neuen und schönen Motiven des Ortes fand ein Ansichtskartenfotograf in den zwanziger Jahren vom hinteren Nizzaweg diesen Bliek auf Betzdorf und das Siegtal. Im Hintergrund erkennen wir die über 400 Meter hohen Berge des abfallenden Westerwaldmassivs. Links im Bild ist der Ortsteil Hohenbetzsdorf zu sehen, ferner die Eisenbahnkolonie , in der Mitte die Sieg und der Eisenbahnrangierberg, rechts der Ortsteil Bruche.

18. Nochmals eine Ansichtskarte vom OrtsteilHohenbetzsdorf, und zwar aus dem Jahre 1907. Auch das Eisenbahnempfangsgebäude und die einseitig bebaute Bahnhofstraße sind gut zu erkennen. Die Häuser an dieser Straße entstanden von 1892 bis um 1900. Rechts zieht sich am Hang der Pracht entlang der uralte Eisenweg nach Kirchen-Freusburg und Siegen. Im Hintergrund liegen die über 500 Meter hohen Giebelwaldberge.

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