Betzdorf in alten Ansichten Band 2

Betzdorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helmuth Bartolosch
Gemeente
:   Betzdorf
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5573-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Betzdorf in alten Ansichten Band 2'

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29. Mit dieser fast fotographisch genauen Zeichnung der Bahnhof- IPoststraße (heute Decizerstraße) hat der unbekannte Künstler das ruhige Leben der Kleinstadt um 1910 treffend festgehalten. Mitten auf der Straße führten die Bürger in aller Seelenruhe ihre Gespräche. Zwischen den drei- und viergeschossigen Häusern stand das kleine gastliche Haus des Cafés Steinwascher, das Stammlokal der Schachspieler. Die auf der Anhöhe stehende evangelische Kirche mit ihrem spitzen Kirchturm (53,58 m hoch) ist von fast jeder Betzdorfer Straße aus sichtbar.

30. Das erste Geschäftshaus an der Bahnhofstraße wurde um 1870 von dem Betzdorfer Bauunternehmer Christian Sohn für eigene Zwecke gebaut. 1877 übernahm es der unternehmungsfreudige Kaufmann Friedrich Neutzer, der in diesem Haus mehrere Geschäfte gründete. Das zweitälteste Geschäftshausan dieser Straße errichtete der Schlossermeister Anton Lenz im Jahre 1876 rechts daneben. Hier gründete er das erste Eisen-, Holz- und Haushaltwarengeschäft am Platze. Als sich die elektrische Stromversorgung immer mehr durchsetzte, übernahm er noch die Installation von Licht- und Kraftanlagen. Aufunserem Foto sehen wir die stattlichen Geschäftshäuser der beiden erfolgreichen Gewerbetreibenden. Das Haus ganz rechts im Bild wurde um 1900 erbaut. Darin befand sich einige Jahrzehnte lang das Lebensmittelgeschäft 'Rheinisches Kaufhaus'.

31. Die Bebauung der unteren Bahnhofstraße erfolgte vor 1900 nur einseitig. Für die andere Seite versagte die Eisenbahnverwaltung ihre Zustimmung wegen fehlender Sicherheitsabstände zum Gleiskörper. An der Böschung standen später bis zum Stellwerk bei der Unterführung elf Ulmen, die aber 1963 gefällt wurden. Auf unserem Foto aus den zwanziger Jahren sehen wir noch das kleine Wiegehäuschen der Firma Neutzer und eine alte Gaslaterne von 1903 vor dern Rheinischen Kaufhaus.

32. Als die Eisenbahnstrecke von Betzdorf nach Gießen gebaut wurde, entstand das abgebildete 'Nadelöhr' Betzdorfs, so hat es später der Volksmund genannt. Damals, als nur Pferdefuhrwerke die Straßen des Ortes befuhren. war der Durchlaß für den Verkehr völlig ausreichend und die Verbindung zwischen Bahnhofstraße und Kirch-, Rain-, Viktoria- und Augustastraße sichergestellt. Lange Zeit waren Breite und Höhe der Unterführung völlig unzureichend. Inzwischen hat der Verkehr hier nachgelassen. Das Foto stammt aus den zwanziger Jahren.

33. Eine großartige Generalansicht vom Ort Betzdorf und von den umliegenden Bergen und Höhenzügen können wir vom 48 Meter hohen Kirchturm der katholischen St.-Ignatius-Kirche aus genießen. Diese Aufnahme entstand um 1910. Am rechten Bildrand führt die Kirchstraße abwärts bis zur Unterführung und zum Rathaus. Außerdem sind der größte Teil der Bahnhofstraße und Hohenbetzdorf mit der evangelischen Kirche gut zu erkennen.

34. Als weithin sichtbares Zeichen steht seit über 100 Jahren die St.-Ignatius-Kirche über den sie umgebenden Häusern wuchtig auf einem Felsplateau, immer bereit, als Haus Gottes jedem Gläubigen Trost und Hoffnung zu spenden. Peter Küchenberg aus der Poststraße gab diese wohlgelungene Aufnahme in Form einer Ansichtskarte heraus. Das in der unteren Mitte stehende und nur teilweise sichtbare Bauernfachwerkhaus gehörte den Familien Becker und Halft.

35. Eine geschickt hergestellte Fotomontage präsentiert sich uns aus der Zeit um 1912. Die Pfarrkirche St.Ignatius und das katholische Pfarrhaus mit dem Aufgang werden hier zu einem Bild vereinigt. Schwierigkeiten hatte es von Anfang an beim Bau des Pfarrhauses 1887 gegeben. Es mußte zunächst vier Meter schmäler als im Plan vorgesehen gebaut werden, da der notwendige Platz fehlte. Erst fünfzehn Jahre später waren die Nachbarn bereit, die notwendigen Grundstücksteile zu verkaufen, damit endlich das Pfarrhaus in der vollen Breite nach dem Bauplan von 1887 errichtet werden konnte. Als 1891 in Betzdorf eine Wasserleitung verlegt wurde, dauerte es zwei Jahre, bis das Pfarrhaus angeschlossen wurde.

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36. Im Jahre 1906 sandte eine Betzdorferin diese romantische Karte nach Cuxhaven. Vom Schützenplatz, dem Platz vieler Betzdorfer Feste, richtet sich der Bliek Richtung katholische Kirche und zu den Westerwaldhöhen. Das im Tal unterhalb der Kirche liegende Bahnhofsgebäude galt stets als Zentrum des Verkehrs und des Ortes Betzdorf.

37. Ein idyllisches Bild von der evangelischen Kirche in Hohenbetzdorf in den zwanziger Jahren haben wir vor uns. Im Vordergrund die spiegelglatte Sieg. Im Mittelfeld die Siegstraße als Zubringer zu den dortigen Gewerbebetrieben, im Hintergrund die 1894/95 erbaute evangelische Kirche. Die Örtlichtkeit hat sich mit dem Bau des Straßen-Überführungs-Bauwerks über die Bahn, die Siegstraße und die Sieg gravierend verändert.

38. Der Eingang zum Gasthof Vomfell von der Dorfstraße her, der späteren Augustastraße, vor über 110 Jahren. Maurermeister Josef Vomfell, der vom Rhein nach Betzdorf gezogen war, gründete 1860 eine Bauunternehmung sowie eine Baumaterialienhandlung. Gleichzeitig eröffnete er in seinem neuerbauten Haus einen Gasthof und eine Gartenwirtschaft, in die er an Sonntagnachmittagen die Dorfjugend und die zugezogenen jungen Eisenbahner zum Tanz einlud, sehr zum Entsetzen der alten Betzdorfer. Sie befürchteten den Verfall von Sitte und Moral.

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