Böhlitz - Ehrenberg in alten Ansichten

Böhlitz - Ehrenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Germanus
Gemeente
:   Böhlitz-Ehrenberg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5857-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Böhlitz - Ehrenberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Der erste Bürgermeister war ab 1924 Carl Meyer, der bereits seit 1904 der Gemeinde angehörte und ab 1910 bei der Gemeinde BöhlitzEhrenberg als Gemeindevorstand im Amt war. Sein Geburtsort liegt in Hartenstein, wo er am 2. September 1880 das Licht der Welt erblickte. Nach seinem Schulabschluß 1895 war es schon immer sein Wunsch, einmal Bürgermeister zu werden. 1929, zu seinem 25jährigen Dienstjubiläum, wurde er für seine Verdienste um die Entwicklung der Gemeinde sehr geehrt. Im Jahre 1932 ist er in den Ruhestand gegangen. Nach einem langen, arbeitsreichen Leben verstarb er 1934.

10. Die Phantasie des Malers auf der um 1890 noch handgezeichneten Postkarte läßt mit der Panoramazeichnung am unteren Bildrand erkennen, daß 'aus diesem idyllisch am Wald gelegenen, mit Villen mehrfach besetzten Ort' bald eine Industriegemeinde entstehen wird. Das hier gezeigte Gemeindesiegel, das bis 1899 geführt wurde, entsprach in keiner Weise den Bestimmungen des Vertrages vom 23. Apri11839, durch den die Vereinigung beider Gemeinden zustandegekommen war.

11. Außer dem in der Abbildung 10 gezeigten Siegel ist aus dem Jahre 1835 ein Abdruck bekannt, der fünf Ähren auf einem Berg darstellt. Der Ortsrichter J acob führte im Jahre 1863 noch ein Siegel ein, das auf einem Berg drei Ähren und einen Pflug zeigt. Um dieser Vielfalt ein Ende zu setzen, wurde 1912 das heute wieder gültige Siegel mit sieben Ähren auf einem Berg eingeführt, was auch der ortsgeschichtlichen Vergangenheit voll entspricht. Wie diese Abbildung zeigt, haben sich auch die Kirche und die Schule der Wahl des Siegels angeschlossen.

®emeinbe"', 6cbuI'" unb ~itcbenftegeL

12. Mit dem Bau des neuen Schulhauses wurde das alte Schulhaus der Gemeindeverwaitung gegen eine jährliche Miete überlassen. Noch im Jahr 1888 gab es keine eigenen Verwaltungsräume für die Geschäfte der Gemeinde. Ein Beamter der Amtshauptmannschaft, der das Rechnungswesen der Gemeinde zu prüfen hatte, stellte fest, daß sich das Gemeindearchiv in ganz ungeordnetem Zustand befand. Der Gemeindevorstand mußte damals alle Verwaltungsgeschäfte in seiner Wohnung erledigen. Sitzungen wurden im Gasthaus abgehalten. Eine Protokollführung über die Gerneinderatssitzung war auch noch nicht Sitte.

13. Am 19. April 1903 wurde in einer schlichten Feier der Grundstein zum neuen Schulgebäude gelegt und in demselben eine von Schuldirektor Clemens Bartsch verfaßte Urkunde eingefügt. Schon am 19. Oktober des gleichen Jahres fand der Weiheakt im schönen, geräumigen Schulsaal statt. Ein andauerndes Anwachsen der Schulkinderzahl bis auf etwa 900 im Jahr 1908 machte es notwendig. den Schulbau zum nunmehr dritten Mal zu erweitern. Mit Beginn des Frühjahrs 1908 wurde der Bau angefangen und im Oktober vollendet. Am 15. Oktober konnte er bereits in Benutzung genommen werden.

14. Schon im Jahr 1912 war die Kapazität des Schulgebäudes voll ausgeschöpft und der Schulvorstand mußte einen weiteren Anbau beschließen. Es wurde nunmehr festgelegt, den westlichen Teil als Flügel anzubauen. Der im Jahre 1913 erstellte Bau bestand aus sechs neuen Klassenzimmern, einem neuen, größeren Direktorenzimmer mit Warteraum, Mädchentoiletten in drei Etagen, dazu auch Toiletten für die Lehrer und die Familie des Hausmeisters. Schulsaal, Direktor- und Wartezimmer wurden mit elektrischen Lichtanlagen versehen. Ostern 1914 konnte dieser weitere Anbau vollständig genutzt werden.

15. Dem 1884 gegründeten Tumverein ist es zu verdanken, daß die neue Schule eine Turnhalle nutzen konnte. Ursprünglich wurde der Schulhof des alten Schulhauses an der Leipziger Straße (heute Gemeindeamt) als Turnplatz genutzt. Als aber der Turnverein des Ortes einen Tumplatz in der Nähe der Schule erworben hatte, stellte ihn dieser der Schule unentgeltlich zur Verfügung.

90 ~:rr;~~RENErEr~G'---------------~-~--

Turnhalle

Sclll1e

16. Als im Jahr 1903 das neue Schulhaus errichtet war, wurde auf dem geräumigen Schulhof geturnt und ein eisernes Gerüst mit Reek, schräger Leiter, Kletterstange, Schwebereck und Schweberingen, sowie ein Barren wurden aufgestellt. War damit ein Turnen nur im Sommerhalbjahr möglich gewesen, so bedeutete es für das Schulturnen einen großen Fortschritt, als im Jahr 1906 der Turnverein dicht am neuen Schulhaus eine schöne Turnhalle erbaute, die er auch der Schule zur Verfügung stellte.

17. Am 23. Juni 1907 wurde unter großer Beteiligung der Turnerschaft die Turnhallenweihe vollzogen. Zur Erinnerung daran sind verschiedene Gruppenfotos entstanden. Stellvertretend sind auf dieser Abbildung die Ehefrauen der Männerriege 'Frisch Auf' zu sehen. Sechzig Jahre später, im Jahre 1967, wurde die alte Turnhalle wegen Baufälligkeit abgebrochen und an anderer Stelle eine neue errichtet.

18. Dieses Gruppenfoto ist eines der letzten Aufnahmen der Männerriege des Arbeiter-Turn- und Sportvereins 'Frisch Auf'. Im Jahre 1933 wurde dieser Turnverein mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten aufgelöst.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek