Böhlitz - Ehrenberg in alten Ansichten

Böhlitz - Ehrenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Wolfgang Germanus
Gemeente
:   Böhlitz-Ehrenberg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5857-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Böhlitz - Ehrenberg in alten Ansichten'

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39. Im Jahre 1802 ist das Bergmann'sche Nachbargut errichtet worden. Im Jahre 1889 wurde das alte Wirtschaftsgebäude abgebrochen und von dem Kaufmann Johann Ernst Otto Hentze eine Villa gegenüber von der Gaststätte 'Grüne Aue' errichtet.

40. Auf dieser Zeichnung ist die alte Luppenbrücke mit Bliek in das Dorf Ehrenberg um 1856 zu sehen. Das Original verbrannte im Alten Rathaus zu Leipzig durch Bombeneinwirkung. Der Zeichenlehrer Georg Pinther hatte es 1926 abgemalt und dem Bürgermeister Meyer zum 25jährigen Jubiläum zum Geschenk gemacht. Der Ort hatte um 1856 etwa 170 Einwohner. An dieser Stelle ist noch zu bemerken, daß um diese Zeit die Luppe sehr fischreich gewesen sein muß. In einer Leipziger Chronik war zu lesen: 'Obwohl dieser Fluß nicht mit der Mulde, Saale oder EIbe verglichen werden kann, ist er doch seiner Größe nach sehr fischreich.' Dieser Fischreichturn nahm aber nach 1934 durch die Luppenregulierung ein rasches und unliebsames Ende.

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41. Die alte Ratsförsterei ist im Jahre 1887 abgebrochen und am Bahnhof Leutzsch neu errichtet worden. Neben dem Förster der Stadt Leipzig, dessen Sitz dicht an der Ehrenberger Brücke im Wald lag, hatte hier auch ein staatlicher Förster seine Dienststelle. Die Waldungen lagen teils in der Luppenaue, teils im Feld und bestehen aus Hasel, Rüster, Erlen und Feldahorn, gemischt mit verschiedenen weiteren Holzarten.

42. Durch die Nähe des städtischen Waldes war es verständlich, daß die Bewohner von BöhlitzEhrenberg ihren Bedarf an Gras und Holz aus diesem Wald deckten. Der Förster, der als Verwalter und Aufseher des Waldes zuständig war, hatte dicht an der Ehrenberger Brücke jenseits der Luppe seinen Wohnsitz. Forstbeamte sind in Ehrenberg mindestens schon seit 1470 ansässig. Das heute noch vorhandene Förstergut wurde 1787 erbaut und 1923 erneuert bzw. vergrößert. Ein Kind aus dem staatlichen Forsthaus ist um 1933 Pilot des damaligen Großflugzeugs Do. X gewesen.

43. Dieser winterliche Gruß mit den äsenden Rehen erweckt den Eindruck, daß es im vorigen Jahrhundert sehr viel Wild gegeben haben muß. Noch am Ende des vorigen Jahrhunderts lag der Rehbestand bei etwa zweihundert Tieren. Im Jahre 1848 wurde die Jagdfreiheit von den Grundbesitzern sehr mißbraucht und der herangezüchtete Wildbestand schnell abgeschossen. Der damalige Unterförster Voigt beschwerte sich beim Forstamt Leipzig mit dem Erfolg, daß ruhigere Jahre eintraten. Seit 1851 fanden fast alljährlich königliche Jagden statt. Eines der besten Jagdjahre war unter anderem das Jahr 1884, in welchem 5 Fasane, 51 Böcke, 49 Rieken, 261 Hasen, 56 Kaninchen und 7 Schnepfen geschossen wurden.

Gruss aus der grilnen

44. Das Konzert- und Balletablissement 'Zur grünen Aue' wurde in den dreißiger Jahren von dem Besitzer Walter Lehmann bewirtschaftet. Mit seinem schattigen Garten, zwei Sälen und einer Kegelbahn war es ein Anziehungspunkt für manchen Leipziger Ausflügler, der gern an den am Waldeingang gelegenen Gasthof Einkehr hielt. Auch dieses Ausflugslokal war dem Verfall preisgegeben, so daß 1993 die letzten Mauerreste des Saales abgetragen werden mußten.

45. Am Eingang zum Auenwald, in der Auenstraße, stand ein Wohnhaus im Barockstil, das durch seine besondere Bauweise auffiel. Infolge seiner schmalen Form und seiner zahlreichen Fenster wurde es von den Dorfbewohnern spottweise 'Die Laterne' genannt. Einer seiner Bewohner war der Leipziger Buchhändler Adolph Wienbrack, der dieses Wohnhaus 1833 für die damals hohe Summe von 1 600 Taler kaufte. Da dieses Haus mitten auf der Straße stand und ein Verkehrshindernis darstellte, wurde es leider im Jahre 1924 abgebrochen. In diesern Zusammenhang sei noch angemerkt, daß im Jahre 1893 die ersten Petroleumlaternen die Straßen von Böhlitz-Ehrenberg beleuchteten.

46. Wenn man von Leipzig aus nach Böhlitz-Ehrenberg kommt, ist auf der linken Seite, hinter dem bebauten Grundstück, ein schönes Herrenhaus des Gutes Barneek zu sehen. Wer glaubt, hier hat sich einmal ein Rittergut befunden, der irrt allerdings. Der kleine Ort Barneek hat bis zum Ende des 17. Jahrhunderts nur aus vier kleinen Bauernhöfen bestanden. Die Erbauung des großen Herrenhauses im Jahre 1786 verdanken wir dem Hofrat Dr. Richter aus Leipzig.

47. Die ersten Straßenbahnwagen, die hier an der Haltestelle am Gemeindeamt in der Leipziger Straße zu sehen sind, wurden wegen ihres weißen Dreiecks im Volksmund die 'Meierkelle' genannt.

48. Am 17. Mai 1907, am gleichen Tag an dem vor 35 Jahren die erste Pferdebahn in Betrieb gesetzt wurde, erfolgte die Eröffnung der Straßenbahnlinie Leipzig (Fleischerplatz) - Gundorf. Im Laufe der weiteren Entwicklung wurde das weiße Dreieck durch die Liniennummern 26 und 27 abgelöst. Von Anfang an bis etwa 1969 ist mit der Straßenbahn auch die Post befördert worden. Im Jahre 1912 ereignete sich ein Überfall auf einen dieser Postwagen.

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