Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4626-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Biedenkopf in alten Ansichten Band 1'

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9. Vor dem ersten Weltkrieg kennzeichnet das Fachwerkhaus noch die Oberstadt, der größere massive Wohnbau am Hain eine gewisse Wohlhabenheit der Bewohner. Die Stadt hat in ihrem Bild wenig besondere Schätze aus der Vergangenheit hervorzuheben. Um so freundlicher ist der Gesamteindruck, der sich dem Beschauer bietet, hier der Bliek von der Bleiche aus übers Wehr der Lahn.

10. An dem Bliek vom Eschenberg her hat sich seit dem Weberschen Bild bis zum zweiten We1tkrieg nichts geändert. Die Stadt liegt inmitten von Gärten, waldnah wie von jeher.

11. Burg Biedenkopf, Staatsbezitz im Stadtwald, Stolz der Gemeinde, nicht Feste noch Fürstensitz mehr, zum Wohnen einladend, seit 1908 Heimatmuseum. Der Bergfried stammt seiner Bauweise nach aus der Stauferzeit. Der Pallas ist gotisch, errichtet 1371/72. Das Haupttor liegt verborgen links vom Turm in der üußeren Mauer. Das Ecktürmchen über dem inneren Wehrgang, der Zinnenkranz wurden mit der Gesamtsn1age 1843 und 1847 wieder instandgesetzt oder erneuert.

12. Schminke, hessischer Geschichtsschreiber, berichtet: 'unde also buwete Landgrave Otto das Sloz Biedenkop fome uff den Berg, das vormals dahinter gelegen hatte'. An der Längsseite des Pallas führt ein Pfad zu der alten Anlage, die von der jetzigen durch einen schmalen Halsgraben getrennt ist. Ihre Mauern, ein langgestrecktes Viereek mit zwei Ecktürmen und Tor, Reste mehrerer Wohn- und Wirtschaftsbauten einschließend, wurden 1937 und 1971/74 freigelegt. Die Bergnase hinter dem Wald der Burg heißt Altstadt. Ihr gegenüber liegt das Landratsamt mit dem neuen Wohnviertel.

13. Mauer und Bergfried, nach einer F ederzeichnung von Karl-Heinrich Zunn, Vikar an der Stadtkirche 1921/22. Vom Turm aus überblickt man den ganzen weiten BiedenkopferDautpher Kessel, das Rothaargebirge von der Sackpfeife bis zum Rimberg, dem letzten Berg vorm Abfall des Schiefergebirges zur hessischen Buntsandsteintafel. Der Turm ist wichtiger Anziehungspunkt der Burg.

14. Der Schloßhof, rechts der Eingang zum Heimatmuseum, links das neue Wärterhäuschen, ein kleiner Fachwerkbau, dessen Wände mit Kratzputz verziert sind, Vor der Mauer im Hintergrund stehen Grabsteine von Biedenkopfer und Hinterländer Friedhöfen. Darunter führt ein Eingang zu einem alten Kellergewölbe. Auf dem Hof steht 'der alte Suppes', Schomsteinfegermeister Karl Pfeil Senior, der viele Stücke des Museums selbst herbeibrachte, die Sammlung einrichtete und pflegte gemeinsam mit seinem Sohn, Kar1 Pfeil Junior. (Die Buntkarte ist eine Feldpostkarte aus dem ersten Weltkrieg, datiert vom 17. Januar 1915.)

15. Das Heimatmuseum fesselt durch seine Sammlung von Erzeugnissen Hinterländer Volkskultur, in der Eingangshalle von Arbeiten Hinterländer Schreiner, Kasten und Stuhl, neben wenigen Stücken heimiseher Kirchenkunst. Der Kruzifixus stammt aus der Stadtkirche und wurde vor zwanzig Jahren dorthin zurückgebracht. Die mittlere, die kleine Pietà wurde vom alten Suppes aus dem Schutt der abgebrochenen Stadtkirche 1887 geborgen; sie ist spätgotisch, 15. Jahrhundert und fällt auf durch die Charakterköpfe der beiden Figuren. Die Pietà links stammt aus der Kirche von Gönnern, die rechts aus der Kapelle von Wolfgruben. Wir sehen Kar! Pfeil zwischen seiner Sammlung.

16. Der Wert des Museums liegt in den Gegenständen aus Wohnung und Arbeitswelt, in dem Reichtum an einheimischen Trachten mit der Fülle ihrer Variationen nach Ortschaft, Alter der Träger und den Gelegenheiten, zu denen sie regelmäßig getragen wurden. Hier stehen an der Hausmauer im Schloßhof die ersten Puppen, die ins Museum gebracht wurden, zwei in der schon länger nicht mehr getragenen Männertracht, die Frau in der kleidsamen Marburger Tracht, die vielerorts die dunkleren Hinterländer Trachten verdrängte.

17. In der Bauernstube des Museums sitzt an dem gemauerten Ofen neben der geschnitzten Wiege am Spinnrad eine Bäuerin in der Tracht aus dem Obergericht Eisenhausen: die Jacke aus gemustertem Samt ist mit bunter Bauernborte besetzt, das Mieder wie auch der feinplissierte Rock aus schwarzer Beiderwand, die Glitzerschürze aus Leinen. Hauptschmuck ist das Stülpchen, die Kappe, bunt gestickt in volkstürnlichen Mustern und mancherlei Zierstichen, Handarbeit der Bauersfrau selbst.

18. Am Tisch der Bauernstube sitzt ein Bauersmann im noch üblichen gestrickten Wams, knopfverzierter Weste, mit gestiektem Hemdkragen, die gewirkte Zipfelmütze auf dem Kopf. Ein Wirkstuhl ist im Museum aufbewahrt. Tisch und Stuhl sind schwere Eichenmöbel mit gedrechselten Beinen und festem Rahmen, der Tisch mit tiefgehender Lade, in der gewöhnlich Papiere aufbewahrt wurden. Hier liegt die Bibel vor dem Bauer auf dem Tisch, der landesübliches irdenes Geschirr trägt. An der Wand hängen bunte Bilderbogen gerahmt.

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