Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4626-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Biedenkopf in alten Ansichten Band 1'

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29. Am Marktplatz vor 1904, links das ehemalige Weinhaus der Stadt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der reiche Bürgermeister, Lohgerber und Tuchmacher Kraft Wehn hatte es 1648 von der verschuldeten Stadt gekauft; es wurde aufgestockt, im 18. Jahrhundert ausgebaut mit Material des abgebrochenen Jagdschlosses Katzenbach, von dem die Fensterrahmen im Giebel, das Wappen an der Längsseite und das Hirschgeweih an der Ecke stammen sollen. Die breite Einfahrt des Nebenbaus weist auf die Nutzung des großen Hofes hin: Das 'Gasthaus zum Hirschen' war Poststation, Ausspann der Post, später Hotel Stapp und heute Hirschapotheke.

30. Wohl in den neunziger Jahren war der Marktplatz aufgeräumt und mit Linden bepflanzt worden. Der Marktbrunnen ist durch eine Schale erhöht. Den Häusern sind die ersten Schaufenster für Ladengeschäfte eingebaut. Der Kottenbach war schon früher im 19. Jahrhundert in Rohre verlegt und überbaut, sein Lauf durch Bachgrund und Hospitalgebiet unter den Boden verlegt worden. Das Haus am Abschluß des Marktes, hinten an der Biegung der Kottenbachstraße, steht vor dem Hobs-Haus, auf dem Gelände eines ehemalig landgräflichen Hofs.

31. Das Wagentreiben auf dem Markt ist das gleiche geblieben. Die Linden sind gewachsen. Vor den Häusern liegt das gesägte Holz für Herd- und Ofenbrand, vor dem Brunnen Steine, vielleicht für den Denkmalsbau. Auch das Haus Hahn, ganz rechts, hat ein Schaufenster bekommen. Dort verkaufte man Stoffe und Zutaten für die Landestrachten, auch die bunten Kranztücher.

32. 1904 wurde auf dem Marktplatz das Kreiskriegerdenkmal eingeweiht. Die neue Ansichtskarte ist in beliebter Reliefart ausgeführt. Über der Häuserreihe ziehen sich die Bauten der Tauwinkelstraße hin. Darüber am Eschenberg steht die Wasserkammer der neuen Wasserleitung.

33. Am Platz des alten Marktbrunnens wurde das Kreiskriegerdenkmal mit den Namen der Mitkämpfer aus den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 errichtet, ein Gedenken für die Gefallenen, eine Erinnerung an die Reichseinigung,

6russ aus Biedenkopf. Kreis-Kriegerdenkmal.

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34. Vom Markt aus gehen sternförmig die wichtigsten alten Biedenkopfer Straßen. Der Bliek vom Kirchturm zeigt uns das enge Kottenbachtal zwischen den Wäldern des Schloßberges und des Eschenberges, den Hasenlauf im Hintergrund, an der Kottenbachstraße rechts vorn das Wohnhaus der Brauerei Balbach, dahinter langgestreckt die Schloßbrauerei. Im spitzen Winkel trifft auf diesen Weg die Verlängerung der Obergasse außerhalb der Stadtmauer, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts durch die dann abgebrochene Neue Pforte führte.

35. Zum Kratzenberg hinauf zieht die steile Gasse des Tauwinkels, in die man hier von oben hineinschaut und darüber hinweg zu den Giebeln der Oberstadt, die stufenförmig absteigen von dem Haus am Markt über Kirche, Pfarrhaus, Pfarrscheune zu den Häusern am Nonnenberg.

Biedenkopf

BJick VOD der ThauwinKelstrasse

36. K.H. Zunn zeichnete vom Pfarrhaus oder dem Nonnenberg aus über die Häuser im unteren Kottenbach hin den Tauwinkel, Anstieg und Biegung, im Hintergrund den Leiseköppel (1922).

37. Der Marktplatz im Schnee, vor 1904, mit dem Eingang zur Galgenbergstraße zwischen den Läden Milchsack und Kraft und der 1817 hier zwischen den Häusern Ruppersberger und Hoffmann durchgebrochenen Hospitalstraße. Rechts liegt der stattliche ehemalige 'Darmstädter Hof, um 1900 Lebensmittel-Großhandel von P.W. Heinzerling, auch hier unter dem Verputz solides Fachwerk. Auf dem Markt kommt die Postkutsche an, die in Abschnitten von Gießen nach G1adenbach, von Gladenbach nach Biedenkopf und von hier ins Edertal fuhr. Der Hornruf des Postillions gehörte zu Leben und Uhr der Stadt. Der letzte Wagen steht im Heimatmuseum.

38. Landgraf Ludwig der Friedsame erlaubte 1415 Biedenkopfer Burgmannen, den Herren von Breidenbach, Stiftung und Bau eines Hospitals in Biedenkopf, das über 400 Jahre lang alte und pflegebedürftige Bürger und Bürgerinnen aufnahm. Es wurde beim Verlegen der Straße von Marburg, die bis dahin am Berghang entlanglief, ins Tal abgebrochen. Neben dem Markt wurden Hospitalstraße und Hainstraße bald zu Hauptgeschäftsstraßen der Stadt. Das Bild mit den Bänken neben der Haustür auf dem Bürgersteig atmet noch die Ruhe einer gemütlichen Zeit.

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