Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4626-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Biedenkopf in alten Ansichten Band 1'

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39. In dem Bereich von Bachgrund und Hospital entwickelte sich bis Ende des vorigen Jahrhunderts eine bescheidene Industrie von gutem Ruf: Wollspinnerei Weigel in Nachfolge der alten Tuchmacherzunft, Gerberei Götz, Seifenfabrik Werner, Brauerei Weigand und - hinter der Biegung des Vorsprungs vom Frauenberg - Ziegelei Göbel, alle in ihrer Entwicklung begünstigt durch die Lage an der Straße, den Bahnbau und die Nähe des Bahnhofs.

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40. Neben dem Schloß ist die Hospitalkirche der einzige in der Stadt aus dem Mittelalter überkommene Bau, eine Kapelle in schlichter Spätgotik mit Dachreiter und hübschem Chor, Dach und Giebel heute mit Schiefer beschlagen. Der Bau wurde 1417 genehmigt, 1419 in Angriff genommen.

41. Durch zahlreiche Schenkungen und Stiftungen ab 1415 wurde das Hospital zu einem ertragsfähigen Gut ausgestaltet. Hauptstifter der Kapelle waren die Herren von Breidenbach und Löwenstein. Ihre Wappen, neben anderen, schmücken Pfeiler und Schlußsteine des Chorraums, zu dessen spätgotischen Skulpturen noch ein Verkündigungsengel in einer Pfeilernische und ein Stifterkopf gehören, Die Kanzel, mit reichem Intarsienschmuck, Renaissancearbeit eines einheimischen Handwerkers, ist eine Kostbarkeit in der an Kunstwerken armen Stadt.

42. Der Bau der Katholischen Kirche oberhalb der Hospitalstraße, neugotischer Stil, mit angeschlossenem Pfarrhaus, geht zurück auf die Anregung und die Arbeit von Pfarrer Brühl, der 1885-1920 hier in der Diaspora wirkte und einen Mittelpunkt schuf für Pfarrkinder aus dem langgestreckten, von Bromskirchen jenseits der Eder bis vor die Tore Wetzlars und Gießens reichenden Kreis mit 90 Ortschaften, den er einen festen Knotenstock in der Hand -, regelmäßig durchwanderte.

Biedenkopf Bacbgrundstraße

43. Der Bachgrund ist - wie die Hospitalstraße - in eigenem, neuerern Stil gebaut. Die Häuser, auf deren Längsseite ein zur Straße gerichteter Giebel das Dach durchbricht, haben fast alle im Erdgeschoß ein Ladengeschäft und Schaufenster, dem wirtschaftlichen Leben angepaßt, von Uhrmacher Heinzerling über Seilerei Hosch, Bäckerei Dersch und Gastwirtschaft Weigel auf einer Seite, der Kupferschmiede Weigel, Sattlerei Nord und Schuster Heek auf der andern hin. Das im Hintergrund von links vorstoßende, mit Fensterläden versehene Jüngst'sche Haus, eine ehemalige Wirkerei und Strumpfstrickerei, ist seit 1934 Sitz der Stadtverwaltung.

44. Durch die Bachgrundstraße stießen Siedlung und Industrie zur Lahn vor, hier links der Straße die Wollspinnerei Weigel und weiter links die Gerberei Götz. Zwischen ihnen und der Lahn liegt noch Gartenland. Die Bachgrundstraße endet an der unteren Lahnbrücke, die wie die obere Brücke vordem aus Holz gebaut war, nach vielen Überschwemmungen und mancher Zerstörung 1905 aus Stein erneuert wurde. Biedenkopf ist hier vom Lindenhof jenseits der Lahn gesehen.

45. Der Bau der Eisenbahn von Marburg nach Siegen brachte 1883 der Biedenkopfer Wirtschaft neuen Auftrieb, - ein einschneidendes Ereignis -. 'In der Pfütze', dem ehemaligen Sumpfland an den Mündungsarmen des Kottenbachs steht der Bahnhof. Die neue Bahnhofstraße verläuft zwischen Bachgrund- und Hospitalstraße, mit Sparkasse, Post und Hotel Rohde.

46. Biedenkopf im Halbkranz seiner nördlichen Berge, - Bahnhof und Wasserturm stehen schon, die Bahnhofstraße ist noch unbebaut. Am Lahnbogen im Mittelgrund der von Bäumen umgebene Zimmerplatz, auf dem gelegentlich auch Viehmarkt abgehalten wurde oder ein Zirkus sein Zelt aufschlug. Heute ist das ganze Land südlich der Bahn bis zum Wald irn Vordergrund besiedelt.

47. Den Mühlgraben, der vom Wehr aus zur Gerberei und zur Wollspinnerei führt, überquert ein schmaler Steg, von dem aus Oskar Stephani 1911 das Bild über das Wasser hin auf das Wohnhaus von Peter Götz zu aufnahm. Die steilen Uferböschungen sind durch ReiserFlechtwerk festgehalten. Wenn bei Hochwasser das Wehr überschäumte, konnten die geschlossenen Schleusen nicht immer verhindern, daß auch das stille Wasser irn Graben aufgewühlt wurde.

48. Vor dem alten Bild heben sich von links her die Rückseiten des Hauses Gercke, Gastwirtschaft und Metzgerei, wo früher die Kreisverwaltung tätig war, des Realgymnasiums, der Anfänge der heutigen Lahntalschule, der Stadtschule und vor der Hainstraße die ersten Häuser der Schulstraße mit der Gewerbeschule und hinter den Gärten das Jüngst'sche Haus ab. Wo heute Jugendheirn und Sportplatz liegen, war man damals bei der herbstlichen Kartoffe1ernte tätig, und zwischen Lahn und Ackerland bleichten und trockneten die Hausfrauen ihre Wäsche.

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