Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4626-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Biedenkopf in alten Ansichten Band 1'

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59. Die ansprechende Gliederung der Hausfront durch die Reihe der hohen Fenster in weißen Rahmen und der schmalen Fensterläden unterstreicht die wirkungsvolle Schlichtheit des alten Katasteramtes.

60. Zwei Häuser entfernt von der Druckerei steht die Apotheke, nach 1919 abgelöst durch die Hirschapotheke am Markt. Die Doppeltreppe zur Haustür mit schmiedeeisernem Geländer, der Balkon mit dem gleichen Gitter, Arbeiten einheimischer Schlosser, geben dem Bau des 19. Jahrhunderts seinen feinen Reiz, betonen auch das Wohnen nach der Straßenseite hin in der durch Verkehr noch wenig beunruhigten Stadt.

61. 1846 wurde die Stadtschule mit Räumen auch für die Realschule an den Hain gebaut. Bis dahin gingen die Kinder in die Stube über dem Neuen Tor vor der Obergasse zur Schule. 1880 erhielt das Realprogymnasium nebenan einen eigenen massiven Bau. Roßkastanien umstehen den gemeinsamen Schulhof, auf dem der vierte Stadtbrunnen für Wasser sorgte.. sein gußeisernes Becken, mit dem Brunnenrohr in einem benachbarten Hüttenwerk hergestellt, ist vor 30 Jahren an den Ziegenberg versetzt. Das leichte Biedermeier des Baustils blieb erhalten bis zur Eingliederung des Hauses in die Lahntalschule nach dem Bau der neuen Stadtschule um 1955.

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62. Der 'Gruß aus Biedenkopf aus den neunziger Jahren zeigt den weiteren Ausbau der Hainstraße als 'Neues Viertel', Es beginnt, nachdem die alte Durchgangsstraße von der Hintergasse her mit Umdraht und Obermühlsweg den Hain gequert hat. Hier stehen in den Maßen gute, in der Gesamtwirkung gewichtige Bauten, rechts das Haus von Kommerzienrat Jung, daneben das preußische Amtsgericht mit gotisiertem Stufengiebel, links als zweites das Kreishaus, Wohnung und Amtshaus des Landrats mit Sitzungsraum für Kreisausschuß und Kreistag, 1925 ging das Anwesen in die Hände des Roten Kreuzes über und ist jetzt in das Kreiskrankenhaus einbezogen.

63. 400 m weiter in der Hainstraße baute die preußische Forstbehörde 1889 die Oberförsterei Biedenkopf. Das solide Backsteinhaus im landesüblichen Stil der Zeit war W ohnund Amtshaus zugleich und diente seinem Zweck bis 1967.

64. Zwischen den Fichtenstämmen der Kuhleiche und am Eingang des Breidenbacher Weges in den Wald ist neben den Neubauten der Hainstraße ein weiterer neuer Stadtteil jenseits des Tals zu sehen; er entwickelte sich nach dem ersten Weltkrieg am Kiesacker und irn Theisenbach, an Seitenstraßen, die vom Hain ausgehen, geplant auch im Hinblick auf die wachsende Zahl der Staats-, Kreis- und Stadtbediensteten.

65. Das neue Viertel vor dem Abhang des Hasenlaufes, vom Süden aus gesehen, zeigt die ersten ganz gleichförmigen, aber straßenweise unterschiedlichen Siedlungshäuser, gruppiert um das Landratsamt.

66. Das Landratsamt Biedenkopf, erbaut 1925, nach seinem Aussehen von 1925 bis etwa 1960, zur Zeit von Landrat Bachmann im Bild festgehalten durch einen Holzschnitt von Annemarie Wilken, ein Schmuck der Stadt.

67. Vom dem Sattel zwischen Frauenberg und Lippershardt, östlich der Stadt, schaut man über das Lahntal hin zum Schwarzenberg. Biedenkopf hat von alters her einen großen Waldbesitz. Die Bürger nutzten dessen Holz für Gewerbe und Haushalt; auf die Waldwiesen und in das Niederholz der Triescher trieben sie das Vieh zur Weide, in den Eichenbestand die Schweine zur Mast. Aus der gemeinsamen Pflege von Stadtwald und Staatswald durch die hessische Regierung ergaben sich Reibereien; 1772 fühlten sich Bürgermeister, Rat und Bürger in ihrem Nutzungsrecht beschränkt, trugen 1778 ihre Beschwerden dem Gericht vor. In dem langwierigen Prozeß siegte 1821 die Zähigkeit der Stadt. Noch heute ziehen die Bürger zu ihrem Grenzgang aus unter dem Ruf: 'Der Wald ist unser!'

68. Alle sieben Jahre feiert Biedenkopf sein Grenzgangsfest. Der Gruß von 1900 ist, dem Bild des Brunnens nach, schon 1893 oder 1886 aufgenommen. Er erinnert noch an bunte Bilderbögen. Die Bürger sind auf dem Markt versammelt, Männeroberst, Burschenoberst und Adjutanten zu Pferd, Mohr, Wettläufer und die Sappeure im Vordergrund. An 3 Tagen geht frühmorgens der Grenzgang hinaus. Auf dem Frühstückplatz werden die Neubürger gehuppcht, unter Trommelwirbel und Fahnenschwingen zum Grenzstein geleitet und dort von Mohr und Wettläufer dreimal mit der Sitzfläche auf den Stein gestoßen: 'Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit'. Nun kennt der Bürger die Grenze,

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