Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Biedenkopf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Elsa Blöcher
Gemeente
:   Biedenkopf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4626-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Biedenkopf in alten Ansichten Band 1'

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69. Die Zeichnung von Otto Ubbelohde zum Grenzgang 1907 zeigt den Festzug mit allen Hauptpersonen auf seinem Weg von Grenzstein zu Grenzstein. Zu dem Fest kommen noch heute Biedenkopfer, wo immer sie leben, selbst Auswanderer aus Amerika ober ihre Nachkommen, nachhause.

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70. Das Grenzgangsfest hat seine Form wohl langsam entwickelt, seit bei - nahezu immerwährenden - Grenzauseinandersetzungen mit den Nachbargemeinden 1680 die Regierung regelmäßige Grenzbegehungen anordnete. Noch heute führt die Forstbehörde den Zug der Bürger an. Die beiden Holzhauer, die Sappeure im Lederschurz, als Symbol die Axt geschultert, waren wohl von jeher die Hauptakteure; sie hatten früher die immer wieder zuwuchernde Grenzschneise freizuhauen. Beim Wechsel der Grenze von einer benachbarten Landgemeinde zu einer andern warten heute - als Gäste Bürgermeister, Gemeinderat und Förster dieser Ortschaften, um sich dem Zug anzuschließen.

Gruß aus Biedenkopf vorn Grenzgangsfest 192' vom 16.-18. August

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71. Nach den Aufnahmen vom Grenzgang 1928 haben sich die äußeren Formen des Festablaufes nicht geändert. Die Wettläufer umkreisen den langen Zug, mit wohlgeübtem Peitschenknall ihre Nähe anzeigend und ihn in Ordnung haltend. Der Mohr, jeden Morgen tiefschwarz gefärbt, Freude und Respektsperson für die Kinder, tritt auf dem Frühstücksplatz in Aktion.

72. 1547 wird zum erstenmal die Waldschmiede oberhalb von Biedenkopf erwähnt, später als Hammerwerk und als hessische Hütte genannt. Der Stich der Gebrüder Richter gibt ein älteres Bild wieder, welches das Werk um 1835 zeigt: Vorn Kleeberg aus schaut man hinüber auf zwei Hochöfen, auf Gießerei, Hammerwerk, Fabrikationshalle und die Werkstätten der Schlosser und Schreiner, auf das Magazin und die Schlackenhalden am Sinterweg, die Uferböschung des Hüttengrabens vorm Kahn mit dem Ausfluß zur Lahn. Links neben dem Direktorhaus liegt die kleine Wohnsiedlung 'Auf dem Wossem'.

73. Die Ludwigshütte nach 1900, das größte Hüttenwerk im oberen Lahntal, bekannte Ofen- und Herdgießerei, damals im Besitz des Hessen-Nassauischen Hüttenvereins der Familie Jung-Hecker, ist hier von der Pinnhecke her gesehen. Die Hauptsiedlung liegt links der Lahn, am und nahe dem Hainbachtal, hoch am Kleeberg die Villa Hecker, davor auf dem Hang der 'Hof, am rechten Rand das Wohnhaus Lettermann. Dem Abzweig der Straße ins Edertal gegenüber steht der große Hof der Fronhaüser, damals eine gemütliche Gastwirtschaft, und am Weg nach Biedenkopf das Fachwerkhaus Bertram mit Scheune und Stall.

74. Die Sackpfeife ist der höchste Berg des Hinterlandes, 674 m, an der Lahn-EderWasserscheide gelegen. Seit 1913 steht auf seinem langgestreckten Rücken ein Aussichtsturm. Die Schau von oben ist nicht so sehr bestimmt durch ihre Weite, sondern durch den Bliek auf die Wälder, die Täler und Dörfer des engeren Unkreises, der eingerahmt ist durch die Höhen des Sauerlandes, die Berge des Edergebiets, des hessischen Berglandes und das Hochland des Westerwaldes. Heute läuft im Winter ein Skilift an der Piste des Berghangs; drei hohe Sendetürme dienen Funk und Fernsehen.

75. Eduard Bork, der Freund des Biedenkopfer Landes, besang die Lieblichkeit dieser Waldhöhen. Bork (1833-1893) war sieben Jahre lang Amtsrichter in Biedenkopf. Mit seinen 'Streifzüge durch den Kreis Biedenkopf", erschienen 1884 in Marburg, gab er der heimatkundlichen Arbeit frische Anregung.

76. Von der Waldwiese am Sattel des Fließbachtals schaut man über die letzten Häuser im Osten der Stadt hinweg in das Schwarzenbachtal nach der Südgrenze der Stadtgemarkung, ein Bild, das sich von den Höhen rund um Biedenkopf vielfach mit kleinen Unterschieden wiederholt und den Stolz der Bürger auf ihre Stadt und ihr Land verstehen läßt. Der Bliek über die Höhen des Hinterlandes in die Stille der Waldtäler macht den Reiz der Gernarkung aus. Mit auf ihm beruht die Anziehungskraft der Stadt. Aufnahme von Oskar Stephani 1923.

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