Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2602-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Wie die Alten sungen ... Erstrebenswertestes Ziel der Jungen war es damals, ein guter Soldat zu werden, und das nicht nur, weil der Soldat noch weithin als der 'schönste Mann im Staat' galt. Beliebteste Freizeitbeschäftigung war daher das 'Soldaten spielen', Auf unserem Bild haben sich einige Jungen mehr oder weniger stramm auf dem Schulhof der Volksschule aufgebaut, mehr symmetrisch als der Größe nach, etwa 1937/38. Von links nach rechts: Bodo Kroonder, Kurt Schramm, Albert Zwetsch, Wolfgang Lengler, Elmar Güth, Fritz Adami, Hans Erich Lengler, Wolfgang Breit und Egon Märker. Wolfgang Lengier schlägt heute noch im Musikverein die Trommel.

20. Birkenfelder Lokalbahn: Volldampf voraus. Wegen mangelnder Rentabilität kündigte die Reichsbahn ihren Vertrag mit der Stadt Birkenfeld zum 31. Dezember 1932. Nach zähen Verhandlungen wurde die 'Birkenfelder Lokalbahn GmbH', die spätere 'Birkenfelder Eisenbahn GmbH', gegründet, deren Geschäftsanteile die Stadt und örtliche Industriebetriebe je zur Hälfte übernahmen. Am 15. Januar 1933 fand um 11.00 Uhr der offizielle Taufakt statt. Die Regierung vertrat Reg. Rat. Dr. Clemens, die Stadt 1. Beigeordneter Carl Heintz. Birkenfelder Landeszeitung: Mit großem Hallo wurde der letzte Zug begrüßt, der von dem alten Personal, und zwar von den Beamten Schmidt und Frohner, gefahren wurde. Fröhner starb 1981 im Alter von 95 Jahren. Auf unserem Foto ven links: zwei höhere Beamte der Reichsbahndirektion Trier, Inspektor Lorenz/Neubrücke, Peter Brenner, Bahnhofsvorsteher Fischer, Betriebsleiter Zutz, Betriebsassistent Litz, Lokführer Koster, Zugführer Hermann Brenner und Jakob Fries. In der Lokomotive die Lokführer Jung und Kraff, links daneben Lokführer Bourguignon.

21. Birkenfelder Postbus, 1936. Sonderfahrten waren für Post und Bahn immer eine wichtige Nebenerwerbsquelle. Auf unserem Bild steht der Birkenfelder Postbus vor dem Postgebäude zu einer Sonderfahrt bereit (1936). Es ist ein Magirus mit 100 PSBenzinmotor, der bis zum Zweiten Weltkrieg die Strecke Birkenfeld-Oberstein befuhr. Nach dem Kriege wurde der Kraftpostdienst zwischen Birkenfeld und Idar-Oberstein am 3. Februar 1946 wieder aufgenommen. Die Linie über Buhlenberg, Hattgenstein, Schwollen wurde am 26. September 1949 eröffnet, gleichzeitig die Morbacher Linie. Bei der Sonderfahrt kann es sich um die Fahrt von Mitgliedern der DAF (Deutsche Arbeitsfront) handeln. Neben dem Fahnenträger erkennt man Karl Heimfarth, vor der Tür des Postamtes Elisabeth Jung und mit dem Fahrrad Lotte Glaser.

22. Abiturientia 1938 mit den Lehrern, Damals nannte sich das Gymnasium 'Oberschule für Jungen', die, wie man sieht, auch Mädchen besuchten durften. Das Abitur erforderte im äußeren Rahmen (siehe Uniformen) und in der ThemensteIlung ein Bekenntnis zum NS-Staat. Die Lehrer von links nach rechts: Pirrmann, Hultzsch, Dreyer, DI. Klar, Hintzmann, Kar! Brenner I, DI. Ostermann, Marianne Schüngel und Karl Brenner Il. Die Schüler (stehend): Hertha Bender, Wilhelm Heidrich, Ursula Schön, Anneliese Seil, Rosemarie Schmeyer, Elfriede Klos, Hans Müller, Gertrolf Ernsting, Friedrich Gaß und Ottilie Roclawski. Sitzend:

Werner Eißner, Hans Heinrich Stahl, Hans Leonnard, Bardo Wolff und Hermann Drießler. Zwischen den Schülern steht im Vordergrund der Schulleiter, DI. Stahl. Von den acht Jungen fielen sechs im Zweiten Weltkrieg.

23. Beim Bucheckernsammeln. Gesammelt wurde im NS-Staat eigentlich immer. Wenn nicht gerade eine Straßen- oder Haussammlung von Geld für das WHW (Winterhilfswerk) stattfand, dann sammelte man zum Beispiel Heilkräuter (für die Lazarette), Altmaterial (leere Tuben, Silberpapier und so weiter) wegen der Rohstoffknappheit, Lumpen, Papier, Knochen und Kastanien. Im Winter 1941/42 wurde wegen mangelhafter Ausrüstung der Soldaten im Rußlandfeldzug warme Winterkleidung gesammelt. Auch Schädlinge, wie zum Beispiel Kartoffelkäfer, wurden 'gesammelt'. Die Sammlungen waren notwendig, sollten jedoch auch der 'Volksgemeinschaft' dienen und gaben besonders der Jugend ein reiches Betätigungsfeld. Unser Bild zeigt Mädchen beim Bucheckernsammeln im Winter 1936. Im Vordergrund von links: Elke Wolff, Hildegard Probst und Ruth Sutter. Das Bucheckemsammeln - auch für den privaten Bedarf - blieb bis nach dem Krieg beliebt, denn das Bucheckernöl war in der 'schlechten Zeit' nicht zu verachten.

24. Schlittenpartie im Hochwald, 1938. Zu den beliebtesten Vergnügungen während der langen Birkenfelder Winter gehörten bis zum Zweiten Weltkrieg Schlittenpartien durch den winterlichen Hochwald, unterbrochen vielleicht von einer Grogpause in Hüttgeswasen. Seit dem Kriege ist es damit vorbei. Bei dem heutigen zivilen und militärischen Verkehr im Hochwald wie beim Zustand der Straßen ist an romantische Schlittenfahrten nicht mehr zu denken. Und geeignete Pferdeschlitten dürften auch rar geworden sein. Unser Bild zeigt auf dem Kutschbock Ludwig Heß, in der Kutsche Else Herrnann, Leni und Margarete Hubach. Neben dem Schlitten rechts Friedrich Hubach. Das Foto hat Heinrich Hermann gemacht.

2S. Verkehrsprobleme im Hochwaldwinter. Ein Bild, das uns auch heute noch vertraut ist. Der DKW rechts (IZ = Rheinprovinz Koblenz) ist steckengeblieben. Die Birkenfelder Landkraftpost hält daneben. Fahrer Ludwig Engel (rechts) und Robert Lauff sprechen mit Paul Gethmann von Hüttgeswasen (links). Vielleicht will man wissen, wie die Lage weiter bergaufwärts ist. Stationen der Landkraftpost waren damals: Brandrnühle, Dambacher Schleife, Eulenhügel, Haus Jäger, Haus Seibert, Hujetssägemühle, Hüttgeswasen, Sauerbrunnen und Waldfriede. Unser Foto wurde am 11. Januar 1938 aufgenommen.

26. Bliek von der alten Zimmerbachbrücke. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg bot sich von der alten Zimmerbachbrücke noch diese malerische Ansicht. Links sieht man das Anwesen Keller, das 1952 abgerissen wurde. Über die neue Zimmerbachbrücke konnte danach eine Verbindung der Saarstraße zur Schneewiesenstraße geschaffen werden. Rechts im Bild sind Cerbhäuser und Feuerwehrturm zu sehen, die der neuen Schule 'an den Gerbhäusern' und der Schulturnhalle weichen mußten. Auf dem Gelände hinter der Brückenmauer hatten sich Arbeitslose und Frührentner ('Bankbeamte') eine Sitzecke geschaffen, die den anspruchsvollen Namen 'Lunapark' führte, manchmal auch 'Lienerpark' genannt, weil es die dort erzählten Geschichten mit der Wahrheit nicht immer so genau nahmen. Hauptperson im Lunapark war der Metzger und Gastwirt Haas ('Haase Dick'), nach dem Kriege 1945 der erste Bürgermeister der Stadt.

27. Bahnhofstraße mit 'Mobbelche'. Unser Bild, vom Hause Lauff aus aufgenommen, zeigt rechts das Haus Rothgerber, das inzwischen abgerissen wurde. An dieser Stelle, neben der früheren Bäckerei Brenner, entstand Parkgelände für die Post. Die vier Anhänger der Degussabahn ('Mobbelche') sind von rechts ein Tankwagen für Holzessig, ein Wagen mit leeren- Säcken (für Holzkohle) und zwei Anhänger mit Buchenholz. Offenbar sind Wagen aus den Schienen gesprungen, und man ist dabei, den Zug wieder flott zu machen - mit Hilfe der Zugmaschine. Für die Kinder (rechts) ein bemerkenswertes Ereignis. Der Betrieb des 'Mobbelche' wurde 1956 eingestellt, weil die Verkehrsgefährdung zu groß geworden war. An seine Stelle trat ein bahneigener Zubringerdienst mit Zugmaschinen bis 1965, als das Degussawerk ganz geschlossen wurde.

28. Tabakwaren- und Friseurgeschäft Lauff. Das Bild aus den zwanziger Jahren zeigt von links nach rechts: Kar! Krieg (Geselle), zwei Lehrlinge, Gendarm LR. Barth, Frau Barth, Frau Lauff und Robert Lauff, den Chef. In den dreißiger Jahren wurden durch die Pflichtfriseurinnung Mindestpreise festgesetzt. Ein Auszug aus der Liste: Herrensalon: Rasieren 0.20, Haarschneiden, kurz 0.40, halblang 0.40 (Langhaarigkeit war nicht vorgesehen), Schnurrbartschneiden 0.10. Damensalon: Wasserwellen 1.-, Dauerwellen 8.-, Bubikopfschneiden 0.60. Am 20. November 1933 war in der Birkenfelder Landeszeitung zu lesen: Gerüchte, nach denen die deutsche Frau wieder lange Haare tragen soll, entbehren ieder Grundlage. Die Reichsmodekommission im Bund deutscher Friseure gab folgende Richtlinien heraus: Die Haare sollen tunlichst aus dem Gesicht herausfrisiert werden, der Hinterkopf wird ziemlich hoch und voll durch Wellen gehoben. Der Nacken bleibt nach wie vor angeschnitten.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek