Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2602-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 2'

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29. Birkenfelder Landesbank, um 1938. Bis zum Neubau an der Ecke SchloßalleejSchneewiese (1972) war die Kreissparkasse in der Hauptstraße untergebracht. Heute ist hier ein modernes Geschäftshaus ausgebaut worden und im Obergeschoß die Stadtbücherei. Damals war Birkenfeld noch Sitz der Landesbank, mit Hauptzweigstellen in Idar, Oberstein, Tiefenstein; Baumholder und Offenbach am Glan. Seit 1959 ist Idar-Oberstein Sitz der Kreissparkasse. Das Personal: ganz links erkennt man Karl Heidrich, ihm gegenüber Julius Piek, Links im Hintergrund: Siegfried Günther und Jakob Faber. Bei einem Kunden stehend: Fritz Britzius. Rechts neben ihm sitzend: der Direktor, Hermann Lengier. Neben ihm: Artur Fink. Rechts am Stehpult: Guido Walther. Im Vordergrund links und rechts sitzend: zwei Lehrlinge.

30. Pulverturm im Winter. Der Pulverturm der oldenburgischen Garnison wurde zusammen mit der oldenburgischen Infanteriekaserne (später Gymnasium, heute Amt für Verteidigungslasten) errichtet, Er diente als Magazin für Schießpulver und Munition, Er war früher durch Wall und Graben gesichert und in gebührendem Sicherheitsabstand von der Stadt. Nach dem Ende der Birkenfelder Garnisen dierite er Kaufleuten und Jägern als Pulvermagazin. Später benutzten ihn verschiedene Jugendgruppen als Heim, zuletzt die Pfadfinder. Vor der Bebauung der Umgebung gehörte er trotz seiner bescheidenen Größe zu den weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt. Heute ist er, in seiner Substanz erhalten, in die Anlagen eines Kinderspielplatzes einbezogen. Unser Winterbild zeigt ihn um 1940, im Hintergrund das verschneite Feckweiler.

31. Arbeitsdienstlager auf der Feckweiler Haide. Schon 1932 entstanden die ersten Lager des freiwilligen Arbeitsdienstes, vor allem, um den Arbeitslosen aus den Großstädten eine sinnvolle Beschäftigung zu geben. Auch in Birkenfeld (1934) und Umgebung (zum Beispiel Trapps Mühle in Neubrücke, Hujets Sägemühle in Abentheuer) gab es schon früh Arbeitsdienstlager. Nach dem Wehrpflichtgesetz folgte am 26. Juni 1935 das Reichsarbeitsdienstgesetz, das jeden Tauglichen zu einer halbjährigen Arbeitsdienstzeit verpflichtete. Unser Bild zeigt das Lager der Abteilung 1, Gruppe 243, etwa auf dem Gelände des heutigen Emaillierwerkes Segor.

32. Arbeitsdienst beim Bachbettausbau. Aus Gründen der Erziehung zur 'Volksgemeinschaft' herrschte beim Arbeitsdienst Handarbeit vor, wurde weitgehend auf Maschinenarbeit verzichtet. Zumal den jungen Leuten aus der Großstadt sollte ein Begriff von körperlicher Arbeit im Freien gegeben werden. Der Arbeitsdienst wurde mit vielfältigen Meliorationsarbeiten, Drainage, Rodungen, Aufforstungen, Wegebau, Bau von Schwimmbädern und Sportplätzen und so weiter beschäftigt. Morgens wurde gewöhnlich fünf bis sechs Stunden draußen gearbeitet, nachmittags gab es Dienst im Lager. Im Krieg übernahm der Arbeitsdienst neben den halbzivilen Bautrupps der Organisation Todt zunehmend Arbeiten an Befestigungsanlagen, Flugplätzen und anderen militärischen Projekten. Unser Bild zeigt Birkenfelder RAD-Leute beim Bachbettausbau im Raum Berschweiler. Auf diese Weise sollte vor allem landwirtschaftliche Nutzfläche dazugewonnen werden. Heute ist der Wert und Sinn solch radikaler Eingriffe in die Natur umstritten.

33. In einer Arbeitsdienstküche wurde für etwa 200 Leute gekocht, gewöhnlich von einem Koch und einem Gehilfen (hier beim Kesselreinigen). Dazu wurden Helfer zum Kartoffelschälen, Gemüseputzen und so weiter kommandiert. Zum typisohen Inventar gehörten (wie bei der Wehrmacht) die großen Kaffeekannen. Der Befehl 'Kaffeeholer raustreten!' gehörte jedenfalls zu den gerne gehörten Befehlen. Der Speisezettel, vor allem in den Anfangsjahren, war denkbar bescheiden. Beispielsweise am 9. Mai 1933:

Morgens: Kaffee; mittags: Gesalzenes, Sauerkraut; abends: Pellkartoffeln, Rollmops. In den späteren Jahren wurde der Speisezettel allerdings reichhaltiger. Der Koch auf unserem Bild (zweiter von rechts) ist Egon Schöler aus Birkenfeld. Der zweite von links ist der Bursche (eine Art Diener) des Abteilungsflihrers. Die Uniformen entsprechen noch der Montur der Reichswehr, für den Reichsarbeitsdienst wurde eine eigene Uniform entwickelt.

34. Revierreinigen. Das Revierreinigen spielte auf dem Dienstplan des RAD wie bei der Wehrmacht eine gewiêhtige Rolle im Innendienst. Obwohl es manchem verwöhnten Jugendlichen durchaus nicht schadete, einmal mit Putzlappen, Schrubber, Putzeimer zu hantieren, wurde doch vielfach ein übertriebener, manchmal stumpfsinniger Reinlichkeitskult getrieben, der zuweilen in reine Schikane ausartete. Sauberkeit wurde dabei oft mit möglichst hohem Wasserverbrauch gleichgesetzt. Der Anteil an ödem Dril! wuchs beim Arbeitsdienst, je mehr diese ursprünglich sehr nützliche Einrichtung zu vormilitärischer Ausbildung entartete. Auf unserem Bild ist man dabei, die Schemel - einzige Sitzgelegenheit in den Wohn-Schlafbaracken - hingebungsvoll mit Wurzelbürste und Kernseife zu säubern. Der Truppflihrer begutachtet offenbar die Reinigungsleistungen seiner Männer, deren Gesichtsausdruck nicht gerade von Dienstfreudigkeit zeugt, Etwa in der Mitte (sechster von rechts) erkennt man Erich Gerber.

35. Weiblicher Arbeitsdienst. Freiwilligen Frauenarbeitsdienst gab es ebenfalls schon vor Hitler, seit 1932. Am 1. April 1936 wurde der weibliche Arbeitsdienst in den Reichsarbeitsdienst eingegliedert: Alle Leistungen männlichen Geistes und männlicher Tatkraft, alle Heldentaten unserer Kämpfer, alle Landgewinne waren vergeblich, wenn die deutsche Frau in der Erfiillung ihrer Pflichten fûr das Volk versagen wûrde. Die weibliche Arbeitsdienstpflicht wurde 1939 eingeführt, ab 18 Jahren, für ein halbes Jahr. Die Arbeitszeit dauerte gewöhnlich von 8 bis 14 Uhr, danach war Dienst im Lager. In der Erntezeit gab es allerdings längere Arbeitszeiten: Für Arbeitsmaiden, die in der Hackfruchternte langer als gewöhnlich und schwerer als sonst gearbeitet haben, wird die beste Gestaltung des Feierabends sein, daß die Lagerführerin sie nach dem Anhören der Abendnachrichten und dem Einholen der Fahne um 20.15 ins Bett schickt. Unser Bild zeigt Arbeitsmaiden aus dem Dambacher Lager bei der Flachsernte. Viele Arbeitsmaiden waren auch in kinderreichen Familien im Haushalt eingesetzt, im Kriege auch im Kriegshilfsdienst, besonders bei der Luftwaffe.

Luftkurort Birkenfeld.

36/37. Panoramaaufnahme von der Burg. Bei einem Vergleich dieses Bildes (Ende der zwanziger Jahre) mit einer an etwa gleicher Stelle entstandenen Aufnahme in Band 1 der Birkenfelder Ansichten (Seite 36/37) ergibt sich, daß in den rund 30 Jahren keine wesentliche Veränderung des Stadtbildes erfolgt ist. Bemerkenswert sind jedoch: Die neuen Häuser an der Friedrich-August-Straße

und an der Brückener Straße, die Erweiterung des Krankenhauses und der Neubau der Post und des Verwaltungsgebäudes lIder Regierung. Bei näherer Betrachtung wird man noch weitere kleinere Veränderungen feststellen können. Es wäre zu wünschen, daß dieser Panoramabliek von der Burg wieder voll ermöglicht wird.

38. Festungsflak in der Saarstraße. Im Sommer 1938 wurde Birkenfeld zum zweiten Male Garnisonstadt (nach der oldenburgischen Garnison von 1842 bis 1867). Die Döberitzer Batterie des I. Flakregiments 22 kam als 5. Batterie der Festungsflakabteilung 32 von Döberitz bei Berlin nach Birkenfeld. Im Ernstfall sollte sie Bunkerstellungen im Westwall beziehen. Andere Batterien kamen nach Idar-Oberstein und St. Wendel. Da die Stadt Birkenfeld ihre Soldaten feierlich empfangen wollte - die schon eingetroffen waren - wurde die Batterie feldmarschmäßig aus Birkenfeld in Richtung Nohfelden in Marsch gesetzt, machte dort kehrt und wurde am Stadtrand von Amtsbürgermeister Schley und den Stadträten feierlich und offiziell begrüßt und in Empfang genommen. Unser Bild zeigt einen Teil der Kolonne in der Saarstraße. Im ersten Wanderer-Kübelwagen sitzt hinten rechts Hermann Paasche, an den sich viele alte Birkenfelder wohl noch erinnern.

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