Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2602-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Flaksoldaten auf dem Marsch. Die Festungsflakbatterie wurde in Birkenfeld gastfreundlich aufgenommen. Erste Unterkunft waren Volksschule und Gasthaussäle, später Baracken neben dem Sportplatz. Besonders beliebt war die Amateurkapelle der Flaksoldaten, die in der Schloßschenke (Kart Lengler) aufspielte. Mancher Flaksoldat fand hier seine Frau und seine bleibende Heimat. Unser Bild zeigt an der Abzweigung der Brückener Straße (links die Schienen der Degussa-Bahn) von links vorne: Willy Lehmann, Kurt Hegemann, Wolfgang Volkhard, Kurt Fichte und Franz Schröder.

40. Geschützexerzieren auf dem Jahnplatz. Auf unserem Bild führt die Festungsflak ihre 3,7 cm Fliegerabwehrkanonen vor. Offenbar war die Birkenfelder Abteilung besonders tüchtig, denn sie bekam im Frühjahr 1939 nach der Rekrutenbesiehtigung vier Tage Sonderurlaub als beste Abteilung. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren die eher idyllischen Birkenfelder Garnisonstage beendet. Unsere Stadt blieb den Soldaten trotz der kurzen Zeit, die sie hier verbracht hatten, in so guter Erinnerung, daß sie nach dem Kriege mehrmals zu Kameradschafts- und Erinnerungstreffen in Birkenfeld zusammenkamen. Wilhelm Lehmann hat sich um diese Veranstaltungen besonders verdient gemacht. Der Jahnplatz wurde während des Krieges fast immer für militärische Zwecke benutzt, so als Parkplatz für die verschiedensten Truppenteile oder als Exerzierplatz für RAD oder Wehrmacht. Der Schulsport mußte deshalb oft aufWiesen oder Feldern stattfinden.

41. Luftschutzkursus, Februar 1936. Schon im Jahre 1933 wurde der 'Reichsluftschutzbund ' gegründet, wurde die Bevölkerung auf einen kommenden Luftkrieg vorbereitet. Unser Bild zeigt Birkenfelder Frauen und Mädchen, die im Februar 1936 im Gebrauch von Feuerpatsche, Spritze, Gasmaske und so weiter unterrichtet wurden. Sirzend von links nach rechts: Hilde Heek, Lucie Märker, Frieda Wernig, Erika Brenner, Gertrud Fuchs, Gertrud Nagel, Else Helm, Anni Schmeier, Emma Faust, lnge Schüler, Lina Ding und Anni Daniel. Stehend vorne: Hilde Heek, Emma Kunz, Frau Sievers, Frau Grünewald, Ida Schuler, Tilly Sander und Marta Arnold. Letzte Reihe: Fräulein Maurer, Else und Hedi Dillmann, Erika Schmeier, Fräulein Becker und Frau Rosel Kranz. Die Ûbungsleiter: links Apotheker Stolz, rechts Studienrat Hintzmann, Wer erwacht] in der Nacht.] wenn die Fliegerbombe kracht? / Der Luftschutz I] Mit der Schippe in der Hand/ rettet er das Vaterland.] Der Luftschutz. So sang man damals. In den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges sang das niemand mehr.

42. Panzer an Christmanns Eek, Nach wenigen Jahren der Aufrüstung war Deutschland stärkste Heeres- und Luftrnacht Europas. In der Zeit der Sudetenkrise von 1938 lag schon ein neuer Krieg in der Luft. Vor allem im Westen waren die Menschen sehr besorgt, da größere Truppenbewegungen stattfanden und Reservisten zu Übungen im Grenzgebiet zusammengezogen wurden. Die Erleichterung nach dem Münchener Abkommen war allgemein. Wenn auch die Mehrheit der Bevölkerung hinter dem neuen Staat stand - Krieg wollte man nicht. Dafür hatte man den Ersten Weltkrieg noch in zu guter - oder schlechter Erinnerung. Im Mai 1938 kam die erste Einquartierung nach Birkenfeld, eine Nachrichteneinheit aus Neustadt. Ihr sollten noch viele Einquartierungen folgen, und bis heute wird das Stadtbild von Militär mitbestimmt. Unser Bild zeigt einen Panzer III an Christmanns Eek, vielleicht sah man bei dieser Gelegenheit (1938) die ersten Panzer in Birkenfeld. Darum ist das Interesse - vor allem bei der Jugend - sehr groß. Heute sind Panzer an Christmanns Eck längst keine Sensation mehr.

43, Saarevakuierte bei Kriegsbeginn. Kurz vor Kriegsbeginn, Ende August 1939, begann die Evakuierung der Bevölkerung aus den grenznahen Dörfern und Städten: Die ersten Flüchtlinge in diesem an Flüchtlingselend so reichen Krieg. Eine Birkenfelderin schrieb damals: Die vergangene Woche über war hier - und ist noch - furchtbar viel Verkehr. Flüchtlinge aus dem Saargebiet und Militär bilden eine ununterbrochene Kette. Die Straßen sind oft heillos verstopft. Die Bilder kann man einfach nicht beschretben. Am liebsten möchte man mit den Menschen weinen ... (Hilde Metzger). Die Rückführung der Saarländer erfolgte in besserer Stimmung nach dem Frankreichfeldzug im Sommer 1940. Auf vielen geschmückten Lastwagen stand: 'Nix wie hemm.' Die näherrückende Front veranlaßte gegen Kriegsende wieder viele Lothringer und Saarländer zur Flucht, Man vergißt manchmal, daß es auch im Westen Flüchtlingsleid gegeben hat. Unser Bild zeigt einen Evakuierten-Treek in der Hauptstraße. Diese enge Straße mußte damals den gesamten Verkehr in Richtung Idar-Oberstein bewältigen.

44. Die Synagoge in Birkenfeld, vor 1938. In Birkenfeld gab es erst seit der 'Franzosenzeit' (um 1800) Juden, die auch hier meist von Handel (Vieh) und Geschäft (Textilien, Lederwaren, Metzgerei) lebten. 1933 gab es in Birkenfeld noch 37 Juden. Die Namen Aron, Goldmann, Goldschmidt, Kahn, Levy, Loeb, Mendel. Schiffmann und Stern sind sicher noch manchem alten Birkenfelder in Erinnerung. Die Verfolgung begarm auch hier schon am 1. April 1933 mit dem befohlenen Beykort jüdischer Geschäfte: Jeder, der diesem Aufruf entgegenhandelt, wird als Saboteur der deutschen Nation angesehen und danach behandelt. NSDAP Ortsgruppe Birkenfeld. (Birkenfelder Landeszeitung). Die Synagoge wurde in der 'Kristallnacht' 1938 in Brand gesetzt und 1939 ganz abgerissen.

45. Die letzten Juden an der Neubrücker Mühle, 1942. Im Frühjahr 1942 wurden die letzten Juden aus dem Landkreis Birkenfeld, etwa 90, in ein Sammellager bei der Neubrücker Mühle (Trapps Mühle) gebracht. Man erkennt auf dem Foto im Hintergrund rechts die Dampfmaschinenanlage, die Traun, den Bahnübergang und ganz links das erste Neubrücker Stationsschild aus Richtung Türkismühle. Unser Bild zeigt eine Gruppe von Juden mit den wenigen Habseligkeiten, die sie mitnehmen durften. Es sind meist ältere Leute. Man erkennt die zwei Schwestern Schiffmann aus Birkenfeld, die letzten Birkenfelder Juden, etwas links von der Mitte, hintereinander stehend. Rosa Schiffmann starb schon während des Transports. Die Judensterne, die seit 1941 zu tragen waren, sind zu erkennen. Von Neubrücke aus wurden diese letzten Juden in unserem Raum in Vernichtungslager im Osten transportiert. Das Foto ist ein seltenes Dokument, da es strengstens verboten war, solche Aufnahmen zu machen oder aufzubewahren. Sicher ist es das letzte Bild, das von diesen einstigen Mitbürgern existiert.

46. Frauenabteilung des Turnvereins Birkenfeld. Oberinspektor Sievers hatte das Frauen- und Mädchenturnen in Birkenfeld auf ein beachtliches Niveau gebracht. Als oldenburgischer Beamter verließ er nach dem Anschluß an Preußen 1937 seinen Wirkungskreis, Auf unserem Bild hat man sich zu einem Abschiedsfoto um die Büste des obligatorischen Turnvaters Jahn aufgebaut. Von links (mit Tafel): Hedi Dillmann und Grete Scholz. Erste Reihe: Ella Zorn, Hedwig Zwetsch, Frau Breit, Frau Sievers, Else Lichtenberger, Frau Schön und Gretel Schneider. Zweite Reihe: Frau Supp, Fräulein Knezevic, Luise Menzies, Frau Kamm, Emma Kunz, Frau Breidenbruch, Frau Hermann und Frau Helm. Oben: Frau Fetz, Frau Frieda Fillmann, Else Dillmann, Frau Burgard, Frau Ostermann und Frau Schmeier.

47. Fußballmannschaft und Gefolgschaft der Birkenfelder Hitlerjugend im Sommer 1941. Die Formation war wohl wie gewöhnlich auf dem Schulhof der Volksschule angetreten und ist auf dem Marsch zu einem Fußballwettspiel gegen eine Mannschaft aus Idar-Oberstein auf dem Sportplatz an der Jahntumhalle. Man ist kurz vor Christmanns Eek in der Schneewiesenstraße (damals Adolf-Hitler-Straße). Das stattliche Anwesen Christmann umfaßte einst eine Brauerei, Gastwirtschaft und landwirtschaftliche Gebäude. Nach großzügigen Umbauten entstanden hier eine Apotheke und eine Sparkassenfiliale. Die Fußballer (die das Spiel übrigens gewannen!) von links nach rechts: Riohard Lengier, Hans Ding, ein Lehrjunge der Firma Straub, Otto Jung, Werner Schmidt, Fritz Schmidt und Adolf Schuch, Bei den übrigen Jungen erkennt man vorn Siegfried Platte und Herbert Heidrich,

48. Die katholische Pfarrkirche im September 1939. Als Aufmarschgebiet hatte Birkenfeld, wie im Ersten Weltkrieg, besendere Belastungen zu tragen. Saarflüchtlinge, Soldaten, Westwallarbeiter waren in großer Anzahl in der Stadt unterzubringen. Säle und Schulen lagen voller Soldaten. Die Plätze waren von Kraftwagen, Panzern, Pferdefuhrwerken und anderem Kriegsgerät belegt. Unser Bild des Innenraums der katholischen Pfarrkirche zeigt, daß sogar die Kirchen zu Beginn des Krieges als Notquartiere ausgeräumt und mit Heu und Stroh ausgelegt wurden. Die Kirchenbänke hat man um den Hauptaltar gestapelt. Einige Zeit war die Pfarrkirche tatsächlich von Westwallarbeitern der 'Organisation Todt' belegt. Nachdem es an der Westfront zunächst keinen 'heißen' sondern nur den 'Kartoffelkrieg' gab, wurden nach etwa vier Wochen die Kirchen und andere Notquartiere geräumt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek