Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Birkenfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2602-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 2'

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59. Verladung der Verwundeten. Auf dem Birkenfelder Bahnhof wurden die Verwundeten ausgeladen und auf Lastwagen oder Anhängern in das Lazarett transportiert. Für Schwerverwundete war es eine letzte Tortur, bis sie endlich nach freundlicher medizinischer Versorgung durch Arzte und Schwestern im Bett lagen. Auf unserem Foto erkennt man von links unter anderen:

Karl Hauth (den Wassermeister) als DRK-Bereitschaftsflihrer, Schleich, ebenfalls vom Roten Kreuz, Assistenzarzt DI. Hengst und Karl Burkhardt (DRK-Helfer). Auch die Birkenfelder Hitlerjugend half bei den Verwundetentransporten tatkräftig mit.

60. In Erwartung eines Verwundetentransports. Oberstabsarzt Dr. Breidenbuch, der Kompaniefeldwebel der Sanitätskompanie und die DRK-Helferinnen erwarten die Verwundeten. Die Helferinnen von links nach rechts: Paula Schneider, Ella Forster, Klara Ruppenthal, Pauline Erbach, Gretchen Georg, Gerda Krummehauer, Conny Piek, Else Eser, Gretchen Krapp, Anneliese Bleicker, Elli Haas, Elfriede Franz, Elfriede Haas, Lina Fries, Elsbeth Schley, Frieda Kreis und Elfriede Lengier. Leiterin des Helferinneneinsatzes war Frau Bräuer.

61. Reservelazarett im Zweiten Weltkrieg. Vorn 26. August 1939 bis Kriegsende war das Elisabethkrankenhaus Reservelazarett. Es hatte mit den neu erstellten Baracken, dem angrenzenden Flaklager und der Volksschule Platz für 600 Verwundete. Für die Zivilbevölkerung waren noch 20 Betten reserviert. Das Lazarett hatte auch eine Abteilung für erkrankte Kriegsgefangene. Die ärztliche Leitung verblieb bei dem Chefarzt des Elisabethkrankenhauses, Dr. Karl Breidenbruch. Der Verwalter des Hauses, Walter Bleicker, konnte als Soldat die Verwaltung wieder in die Hand nehmen. Den Pflegedienst leitete von 1939 bis 1949 Oberschwester Else Immendörfer. Unser Bild zeigt im Vordergrund die Lazarettbaracken, das Haupthaus und rechts daneben das Isolierhaus, Über der linken Baracke das inzwischen verschwundene Haus Bäuchle, mehr im Hintergrund zwischen den Parkbäumen das Schloß, links auf kahler Höhe der Pulverturm und das Haus Georg an der alten Morbacher Straße,

62. Ritterkreuzverleihung, Ende 1943. Verleihungen von Auszeichnungen an Verwundete waren keine Seltenheit, da sie sich oft bei dem Einsatz besenders hervorgetan hatten, der zu ihrer Verwundung ftihrte. Eine Ritterkreuzverleihung an einen Unteroffizier der Infanterie (fünfter von links) war allerdings schon seltener. Er hatte mit seinem MG-Zug ein russisches Bataillon aufgehalten, das sonst in eine große Lücke zwischen zwei deutschen Heeresgruppen vorgestoßen wäre, mit unabsehbaren Folgen. Dabei wurde er schwer verwundet. Unser Bild zeigt in der ersten Reihe von links: Gotthold Baedorf, Eduard Kunz, Oberstleutnant Klaere, Mutter und Vater des Ritterkreuzträgers, Chefarzt Dr. Breidenbruch und Dr. Wolfgang Fillmann. Zweite Reihe: Fw, Rückert, Schw. Lina Kappes, U.arzt Dr. Müller, Schw. Elia Rodewald, DRK-Feldftihrerin Berta Veeck, Oschw. Else Immendörfer, Fw. Bukowski, Fritz Scheur und Walter Hauprich. Die Aufnahme ist vor dem ehemaligen Isolierhaus gemacht, in dem links der Verwaltungsleiter, Walter Bleicker, sein Büro hatte.

63. Ritterkreuzfeier an der Volksschule. Wie im Ersten Weltkrieg wurde auch im Zweiten Weltkrieg die Volksschule als Reservelazarett benutzt, Auf dem Bild hat sich ebenfalls eine beträchtliche Anzahl von Gästen zu einer Ritterkreuzfeier zusammengefunden. Der ausgezeichnete (Feldwebel Herbert Schneider aus Weinheim an der Bergstraße) sitzt mit seinen Angehörigen in der ersten Reihe. Ganz rechts erkennt man (mit 'Stuka') Riohard Lengler, der das Glück hatte, seine Verwundung in der Heimat auskurieren zu können. Neben weiteren Verwundeten und Kameraden aus der Einheit des Ritterkreuzträgers sind Ärzte und Schwestern des Lazaretts, Vertreter der Partei und anderer militärischer Dienststellen vertreten. Die Aufnahme ist im Kriegswinter 1943 entstanden.

64. Brand im Badischen Amtshaus, 1943. Während der beiden Weltkriege waren französische Kriegsgefangene in einem Teil des Badischen Amtshauses untergebracht. 1943 entstand ein Kaminbrand im linken Gebäudeteil, als sich die Gefangenen eine ExtraMahlzeit zubereiteten. Da gerade Wassernotstand herrschte, mußte Wassermeister Lengier erst mit dem Fahrrad zun1 Hochbehälter fahren, um das Wasser anzustellen! Erst dann konnten die Löscharbeiten beginnen. Wie man sieht, entstanden beträchtliche Schäden am ganzen Gebäude. Im Vordergrund steht die alte Feuerspritze. In der Volksschule am Kirchplatz war es schon am 1. Dezember 1941 ebenfalls durch Unachtsamkeit zu einem Brand gekommen, der das Dachgeschoß und die Decken der Schulräume darunter stark beschädigte. Erst Ende Februar 1943 wurden die vier oberen Schulsäle wiederhergestellt - um nach einigen Monaten als Lazarett zu dienen.

65. Feuerwehr, 1945. Die Feuerwehr gehörte zu den ersten Institutionen oder Organisationen, die nach Kriegsende von den Besatzungsmächten wieder zugelassen wurden. Dies geschah auch im eigenen Interesse, denn bei den umfangreichen Holzeinschlägen der Franzosen in den Wäldern der Umgebung kam es häufig zu Waldbränden. Unser Bild ist wohl bei einer der ersten sonntäglichen Übungen nach dem Kriege in der Bahnhofstraße (Stillbachbrücke) entstanden. Das Mercedes-Tanklöschfahrzeug war bis Anfang der fünfziger Jahre in Betrieb. Im Vordergrund sieht man eine Tragkraftspritze. Die Feuerwehrleute von links nach rechts: Josef Seimetz (Wehrführer), Ludwig Zorn, Heinrich Brucker, Hermann Fink, Hermann Groß (stellvertretender Wehrführer), Berthold Lengler, Walt er Sehte, Hans Brenner, Fritz Adami, Hermann Hepp, Wilhelm Schmitt, Heinz Märker, Wolfgang Scherer und Heinz Buch.

66. 15. März 1945. Die Angriffe alliierter Jagdbomber wurden im Endstadium des Krieges immer häufiger und gefährlicher - auch für die Zivilbevölkerung. Deshalb wurden auch schon im Herbst 1944 alle Schulen geschlossen. Am 15. März 1945 fielen Phosphorbomben auf Scheune und Stall des Wagners Brenner (Am Rech 3). Er erlitt Brandverletzungen in seiner Werkstatt, drei Kühe und zwei Rinder verbrannten. Unser Bild gibt einen Eindruck von dem Brand. Im Vordergrund und auf dem Dach der Bäckerei Brenner kann man Feuerwehrleute erkennen. Das Bild wurde von Margot Wirth vom HCW aus aufgênommen. Zwei Tage später, am 17. März 1945, beschoß amerikanische Artillerie aus Richtung Buhlenberg Gollenberg und Birkenfeld (Feckweiler), wobei einige Häuser stark beschädigt wurden. Gegen 16 Uhr verließ der letzte deutsche Soldat mit seiner Panzerfaust die Stadt. Gegen 17 Uhr rückten amerikanische Truppen in Birkenfeld ein.

67. Amerikanische Soldaten in Birkenfeld. Am 19. März 1945 etablierte sich die' amerikanische Militärregierung (Military Police und Counter Intelligence Corps) im Verwaltungsgebäude II in der Senneewiesenstraße (die den Namen Adolf-Hitler-Straße mit dem Namen General-Eisenhower-Straße vertauschte). Erster amerikanischer Chef war Captain Martin Oleson ('Commander of Military Government Detachment'). Die amerikanische Militärregierung blieb nicht lange in Birkenfeld, aber nach wenigen Jahren wurde Birkenfeld amerikanische Garnison. Die '615 AC&W Squadron' blieb bis 1969 im ihrem Lager an der Brückener Straße, als sie nach Neubrücke verlegt wurde. Der erste Wohnblock für amerikanische Familien entstand 1951 aufdem Prämienmarkt, später folgten die Blocks in der Maiwiese, Unser Bild zeigt drei GIs am HCW vor ihrem Jeep im Sommer 1945.

68. Landrat Heep und Oberst Niel, Am 12. Juli 1945 übernahmen die Franzosen die Militärregierung in Birkenfeld. Erster Kommandant war Capitaine Poyetton. Ihm folgte Oberst Roger Niel (im Bild rechts), der bis 1950 amtierte (danach Nardi, Biagin, Hubert). Die deutsche Verwaltung des Kreises wurde ab April 1945 von Landrat Kar! Nieten (Amtsgerichtsrat aus Nohfelden) geführt. Ihm folgte im September 1946 Landrat Jakob Heep (im Bild links), der vorher Amtsbürgermeister in Kirchberg war. Landrat Heep kärnpfte in schwerer Zeit auch als Mitglied des Landtages zäh für die Interessen des Grenzkreises und der Stadt Birkenfeld, ohne Furcht vor französischen oder deutschen Dienststellen. Er tat das Menschenmögliche, um Ernährung und Wohnraum zu sichern und Arbeitsplätze zu schaffen. Jakob Heep hielt seine letzte Ansprache beim Birkenfelder Kreissängerfest 1956, kurz vor seinem Tode. Darin sagte er unter anderem: 'Ich fürchte mich nicht vor der Masse Mensch, solange es Gesaugvereine gibt.'

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