Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1800-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 3'

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9. Schloßschenke. Die Aufnahme von W. Lauff zeigt die Schloßschenke (rechts die Amtsverwaltung) im Jahre 1938. 1936 hatte sie Karl Lengler zunächst als Pächter übernommen. Zusammen mit seiner Frau Margarethe und nach dem Zweiten Weltkriege mit seiner Tochter Ruth und seinem Schwiegersohn Henri Delbé betrieb er eine Gaststätte, die mit dem Saal, den Gesellschaftsräumen und vor allem der Kegelbahn ein Mittelpunkt Birkenfelder Geselligkeit war - bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Gartenrestaurant hatte eine besonders idyllische Lage in einer grünen Oase im Behördenzentrum.

10. Eingang zum HCW am Abend. Das HCW - Hotel/Café Wirth - wurde 1926 eröffnet. 1928 wurde es zum HCWTT, denn es war ein Kino - 'Ton-Theater' - dazugekommen. Bis Anfang der siebziger Jahre hielt es seinen Betrieb aufrecht, im Kriege für die Soldaten, nach dem Kriege auch für französische Besatzungsangehörige. Es hatte rund 250 Sitzplätze, die bei täglichen Aufführungen in über drei Jahrzehnten oft ausgebucht waren; an der Kasse: 'Wirthe Margot". Unsere Aufnahme zeigt, wie einladend der Eingang für Unterhaltung suchende Birkenfelder am Abend war. In den Schaukästen wird das Feiertagsprogramm für die Weihnachtsfeiertage gezeigt. Heute gibt es an dieser Stelle des Gebäudes keine Eingangstüren mehr.

11. Hotel-Café Wirth, 1928. Gleich nach dem Eintritt in das HCW bot sich diese Ansicht, ehe das Kino gebaut war: Links das Speisezimmer, vorne die Diele, Durchblick zur Küche (Frau Wirth) und der Aufgang zum Saal. Bei der Einrichtung war nicht gespart worden. Bemerkenswert sind die Art-Deco-Ornamente. An das gastliche Haus mit seinen Veranstaltungen am Samstag und an die Bälle, alles mit einem für Kleinstadtverhältnisse beachtlichen Niveau, werden sich noch viele Birkenfelder gerne erinnern. 1956 kam noch ein größerer Saal mit 600 Plätzen hinzu. Die Chance, für die Stadt einen repräsentativen Theater- und Festsaal zu erhalten, wurde leider nicht genutzt,

"UNSERE NEUE GLOCKE" EvangeL Kin:hengemeinde Birkenfeld

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12. 'Unsere neue Glocke', Juni 1928. Im Ersten Weltkrieg wurden nach drei Kriegsjahren Kirchenglocken als Rohstoff zur Herstellung von Kriegsmaterial eingezogen. In Birkenfeld waren es zwei von vier Glocken, darunter auch eine Glocke aus der alten Burgkapelle, die Herzog Georg Wilhelm gestiftet hatte. 1928 wurde in der Glockengießerei Joh. Georg Pfeifer in Kaiserslautern eine neue Glocke für die evangelische Kirchengemeinde in Birkenfeld hergestellt, die am Johannistag 1928 feierlich eingeholt und in der Kirche geweiht wurde. Mit den beiden anderen Glocken ergab das Geläut den Dreiklang es - g - b. Sie erhielt den Namen 'Friedensglocke' und die Inschrift:' Wir gaben die Schwestern zum heiligen Streit. Töne Du Frieden in Ewigkeit. Der fromme Wunsch erfüllte sich nicht. Im Zweiten Weltkrieg erging schon bald eine Anordnung Görings 'zur Erfassung von Nichteisenmetallen' um 'für eine Kriegführung auf lange Sicht... eine erforderliche Metallreserve zu schaffen'.

13. Glockenweihe in der katholischen Pfarrkirche. Auch zwei der drei Glocken aus der katholischen Kirche wurden 1917 abgeliefert und zu Kriegsmaterial umgegossen. Drei neue Glocken entstanden bei der Glockengießerei Mabilon & Co. in Saarburg und wurden am 20. Oktober 1935 geweiht. Die neuen Glocken waren auf dis - fis - und gis gestimmt und trugen die Namen St. Jakobus, Maria-Josef und Christus-König. Unser Bild zeigt Pfarrer Stein und die Mitglieder des Kirchenvorstandes mit den neuen Glocken. Sitzend von links nach rechts: Peter Künzer, Jakob Winter, Matthias Engel, Pfarrer (Dechant) Wilhelm Stein, Julius Surmann und Karl Sander. Stehend: Josef Heen, Ludwig Wettmann, Josef Thomas, Johann Seil, Peter Haubert und Karl Franz.

14. Gruß aus Ellenberg, 21. November 1901. Auf unserem Bild aus südlicher Richtung sieht man links Ellenberg, die Schule und rechts Feckweiler. Im Vordergrund verlaufen der Leichenweg und die Buhlenberger Straße. Bei genauem Hinsehen erkennt man unterhalb von Ellenberg auch das Schrägdach der Ölmühle. Der Schule zwischen Ellenberg und Feckweiler (1838 erbaut) ist das Sternbild gewidrnet, darunter die Gasthäuser Gosert (heute noch im Familienbesitz) und Schmidt (heute Haus Florange). Dem Schreiber bleibt die Wahl, seinen Gruß aus Ellenberg oder Feckweiler abzusenden. Die schöne Karte wurde von Peter Schmidt, Birkenfeld verlegt.

Handlung von Valentin Schmahl

Gruß aus Feckweiler

15. Gruß aus Feckweiler, 1928. In alten Urkunden erscheint der Ort auch als Feckwiller - wie die Einheimischen heute noch sagen. Bekannt wurde Bertram aus Feckweiler, Schreiber und Berater der Gräfin Loretta von Sponheim, der maßgeblich an der Planung und Ausführung der Gefangennahme des Erzbischofs Balduin von Trier beteiligt war. 1m Dreißigjährigen Krieg litt Feckweiler am meisten von allen Gemeinden des Amtes Birkenfeld. Auf unserer Ansichtskarte sieht man links die Handlung Schmahl (1923 bis 1978), davor Valentin Schmahl mit seiner Frau Anna und Heinz Schmahl. 1m Vordergrund erkennt man Wasserleitungsrohre, die damals neu verlegt wurden. Rechts unten die Schule (heute Haus Diehl) mit den Mädchen der Handarbeitsklasse. Der Schulsaal lag links vom Eingang. Die Feckweiler Kinder gingen fast 100 Jahre in dieses Schulhaus, ab 1. November 1937 nach Birkenfeld. Über der Schule blickt man aus Richtung Ellenberg auf Feckweiler, deutlich sieht manjedoch nur das Gasthaus Burger.

16. Winter in Brücken, 1915. Bescheiden waren die Winterfreuden in früherer Zeit: Schlittenfahren mit dem Kastenschlitten, Schneemann bauen, Schneeballschlacht. Unser Bild ist hinter dem Haus Herz (heute Sornmerkorn) aufgenommen. Die Kinder sind geschickt um den kleinen Schneemann gruppiert. Von links nach rechts: Ida Mattes, Erich Leyser (vorn), Ludwig Leyser, Berta Leyser, Paul Leyser, Konrad Leyser und Liesel Georg.

17. Russische Kriegsgefangene und Ellenberger Kinder. Schon im Ersten Weltkrieg wurden Kriegsgefangene in der Landwirtschaft eingesetzt, um die einberufenen Männer zu ersetzen. Von Herbst 1914 bis November 1918 waren viele russische Kriegsgefangene auch im Birkenfelder Land beschäftigt. Sie wurden menschlich behandelt und blieben bei der Bevölkerung in guter Erinnerung. Der Abschied soll vielen schwer gefallen sein, zumal die Russen in den Wirren der Revolutionszeit einem ungewissen Schicksal entgegengingen. Für das gute Verhältnis der Gefangenen zur Bevölkerung spricht auch unsere Aufnahme, die an einem Sonntag im Frühjahr 1918 gemacht wurde. Die Vornamen der Gefangenen: Iwan, Jakob, Elias, Iwan, Konstantin, Stephan und Paul Die Kinder in der zweiten Reihe: K. Heidrich, W. Reichert, W. Fey, P. Müller und E. Porcher. In der ersten Reihe: E. Schöpfer, Else und Erich Taffe, J. Türkis, E. Kröninger, K. Schöpfer, E. Müller, F. Röper, F. Helm, F. Heidrich, E. Heidrich und A. Kröninger.

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18. Gullenberg um 1900. Die Ansichtskarte (verlegt von Peter und Hermann Schmidt, Birkenfeld) zeigt oben eine Totalansicht aus Richtung Birkenfeld. Außerdem ist noch die Gastwirtschaft von Friedrich Heinz abgebildet und die 1896/97 erbaute Schule, die auch auf der Gesamtansicht stark hervortritt. Gollenberg wird 1415 als 'Gulderberg' erstmals urkundlich erwähnt. 1934 wurden Gullenberg und Ellenberg zu einer Gemeinde vereinigt, 1952 wieder getrennt. Die Gollenberger Kinder mußten bei schwankender Kinderzahl zeitweise nach Ellenberg oder Hambach zur Schule gehen. Die Dorfschule wurde 1968 aufgelöst. Der Schreckenstag für Gullenberg war der 17. März 1945, als bei einern zwanzigminütigen Jaboangriff auf deutsche Militärfahrzeuge im Ort fünf Anwesen (darunter das Haus Heinz - siehe Bild) total vernichtet wurden und weitere Gebäude abbrannten. Menschenleben waren zum Glück nicht zu beklagen.

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