Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1800-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 3'

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29. Holzarbeiter im Buhlenberger Revier. Arbeit im Wald hat in unserem Raum eine lange Tradition. Man denke nur an die Köhler (Brenner), die Holzkohle für die Eisenhutten und Schmieden produzierten. Für die Bauern am Hochwaldrand war es selbstverständlich, auch über Waldbesitz zu verfügen. Unser Bild zeigt Holzarbeiter aus Buhlenberg mit ihren Arbeitsgeräten, in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, Von links nach rechts: Rudolf Gosert, der einen beachtlichen Fichtenstamm ganz lässig geschultert hat, Kar! Jung mit der Bandsäge, Paul Condé, Gustav Wiesen, August Ruppenthal und Emil und Paul Helm.

30. Bauernhaus in Rinzenberg, Juni 1914.1m westlichen Hunsrück und im Hochwald ist das 'Einhaus' verbreitet. Wohnhaus, Stall und Scheune sind unter einem langgestreckten Satteldach. Es gab die Giebel- und TraufensteIlung zur Straße. Vor dem Haus fanden sich Dunghaufen und Jauchegrube, wurden Brennholz (zum Heizen und Backen) und Wagen und Ackergerät (hier Egge und 'Hordewahn') deponiert. Dazu kommen Bohnenstangen, Sand, Steine und Kies. Bemerkenswert ist auf unserem Bild der Eßkastanienbaum, sonst wuchsen oder wachsen meist WaInußbäume vor dem Haus. Die Personen sind Jakob Engel (Schmiedemeister und Bürgermeister), Frieda Scheffer und Pauline Tischbein (Handarbeitslehrerin); im Fenster Karoline Engel und Karl Engel. Nicht zu vergessen ist der Hund Hektor; auf den meisten Bauernhöfen gab es damals Jagdhunde. Links neben dem Haus sieht man einen Teil der Rinzenberger Schule.

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31. Bauernhaus in Achtelsbach, 1926/27. Die Bauernhäuser hatten in unserem Raum im Untergeschoß meist Bruchsteinmauern, im Obergeschoß Fachwerk. Die vorherrschenden eingeschossigen Gebäude wurden bei besserer Vermögenslage oft aufgestockt. Reine Klinkerbauten wie auf unserem Bild waren recht selten. Die Personen auf unserem Bild: auf dem Hof Berta Helm (die 'Arnmebaas' - Hebamme), Friedrich Helm (Schreinerrneister) und zwischen ihnen Hedwig Helm. Am Scheunentor steht ein Geselle, in zwei Fenstern Berta Helm und Fritz Helm.

32. Gruß aus Brücken, 16. Mai 1898. Brücken entstand an der mittleren Traun an der Stelle, wo der Bach auf beiden Seiten flache Zugänge hat. Schon für die vorgeschichtliche Zeit läßt sich Besiedlung nachweisen. Unsere schöne Ansichtskarte zeigt einen Bliek auf Brücken vom Hirschenberg aus, links davon die 1848 erbaute Schule mit dem Glockentürmchen, darunter die Wollspinnerei und Tirtey-Fabrik von J. Collisi und die Chemische Fabrik. Die Schreiberin der Karte teilt mit, daß sie 'soeben' bei ihrer 'Freundin Adele den Kaffee getrunken' hat und wegen schlechten Wetters 'schwerlich' am Abend nachhause kommt. Gernütliche Zeiten und schnelle Post, die diese Nachricht rechtzeitig in Birkenfeld zustellt.

33. Brücken zur Zeit des Ersten Weltkrieges. Die Karte (verlegt von L. Leyser, Brücken) zeigt oben die leider weitgehend verschwundene Lindenallee, rechts die Wirtschaft Scherer (jetzt Antes) und links das Haus Bruch (jetzt Schneider). Von der Chemisehen Fabrik sieht man im Vordergrund einen Kühlweiher, links die ehemalige Verwalterwohnung, rechts hinter dem Weiher das Verwaltungsgebäude, dann Kolonnenbau und Schornsteine. 1861 hatten die ersten Verhandlungen zum Erwerb des Baugeländes für die Chemische Fabrik begonnen, die später in guten Zeiten rund 30 000 Festrneter Holz im Jahr verarbeitete: Zu Holzkohle, Holzteer, Holzgeist und Rohessigsäure. Mit der Stillegung im Jahre 1967 verloren über 100 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze als Verkohler, Kohleneinsacker, Destillateure, Extrakteure, Maschinisten, Kesselheizer, Handwerker, Hilfsarbeiter oder Verwaltungspersonal.

Linden-Alle mil Wirtscbaf! Scberer

fürstent. Birkenield.

Chemische Fabrik

34. Brand der früheren Senffabrik. Am 19. Juli 1907 wurde dieses Foto als Karte verschickt: Gruß vom Brand der früheren Senfmûhle, heute am Freitag, dem 19. Juli 07 vormittags gegen 4 Uhr abgebrannt. Der Fotograf (Ludwig Leyser) hat also rasch gearbeitet und seine Schwester in Neunkirchen schnellstens von dem Brückener Ereignis unterrichtet. Schneller geht es auch heute kaum! Links vom Brandherd sieht man das Haus Schultheiß, rechts das Haus Bruch. Offenbar hat man den Brand erfolgreich eingedämrnt, die Gefahr für die Nachbarhäuser ist gebannt.

SCHWESTERNiiFIUS BRÜCKEN.

35. Schwesternhaus Brücken. Auf Initiative von Frau von Hammerstein geborene Böcking wurde im Jahre 1900 ein Verein zur Krankenpflege (Vaterländischer Frauenverein) gegründet, der schon bald 249 Mitglieder zählte, auch aus Traunen, Dambach, Achtelsbach, Meckenbach, Abentheuer und Buhlenberg. Mit seinen Beiträgen wurde ein Krankenpflegedienst eingerichtet, der bis 1938 von Diakonissen aus dem Mutterhaus Speyer ausgeübt wurde, Die damals noch gefährlicherc Tuberkulose war einer der Beweggründe. 1913 wurde ein eigenes Schwesternhaus eingerichtet (unser Bild, H. Brucker), in dem auch Bäder mit Bad Kreuznacher Mutterlauge möglich waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein Ortsverein des Roten Kreuzes die Tradition fort.

36. Weihnachten vor dem Ersten Weltkrieg. Unser Bild gibt einen Eindruck von der bescheideneren Art, Weihnachten zu Ieiern, wie sie damals (etwa 1909/10) weithin üblich war. Der Gabentisch für die Kinder ist nicht so reich gedeckt wie heute. Bei vielen Familien verschwanden sogar die Geschenke nach den Feiertagen, um im nächsten Jahr wieder neue Freude bei den Kindern zu erwecken. Auf unserem Bild sitzt links Ludwig Leyser, rechts zündet seine Frau die Lichter an, am Tisch sitzen Berta und Ludwig. Die Karte wurde als Neujahrsgruß verschickt.

37. Apfelsegen, 1937. Man hört zuweilen, daß in unserer Gegend kein gutes Obst gedeihe, es lohne nicht die Mühe. Ob es vielleicht nicht eher am Interesse und an richtiger Obstbaumpflege fehlt? Jedenfalls muß es einmal anders gewesen sein. Viele erinnern sich noch sehr gut an. den ausgeprägteren Geschmack des einheimischen Obstes, an die vielen Sorten. Die Äpfel auf unserem Bild kommen alle von dem einen Baum auf dem Hirschenberg in Brücken. Die Sorte hieß 'Gelber Richard'. Die Personen sind vorne (kniend): Herman Zang und Ludwig Leyser; stehend: Karl Schuler, Erika Zang und Berta Leyser; auf der Leiter: Ernst Zang.

38. Brückener Schule, 1920. Das Schulbild wurde im Schuljahr 1920/21 aufgenommen. Man wurde 'sonntags' angezogen und frisiert, die älteren Jungen tragen zum Teil sogar schon Schlips und stelfen Kragen: Bald wird man 'ins Leben hinaustreten', Dem gewichtigen Vorgang des Abgemaltwerdens' entsprechen gebührender Ernst und stramme Haltung. Der Lehrer, Hauptlehrer C. Ruppenthal, ist nicht weit von seiner Pensionierung. Er war 1896 nach Brücken gekommen und trat 1923 in den Ruhestand. Ihm folgte Hauptlehrer Léonnard.

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