Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1800-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 3'

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39. Konfirmation, 1921. Einige der Schüler erkennt man auf dem Konfirmationsbild wieder, auf dem die Brückener Konfirmandinnen und Konfirmanden zu sehen sind, die in der Birkenfelder Kirche konfirmiert wurden. Die Jungen hatten sich, 'als Mann verkleidet', in feierlichem Schwarz zu zeigen, die Mädchen entsprechend fraulich. Das war keine geringe Geldausgabe damals, und die jungen Leute wuchsen so schnell aus den guten Sachen! Mit Schule und Konfirmation war allerdings die Kindheit unerbittlich zu Ende, auch wenn es für viele lebenslang wichtig blieb, daß sie mit einander aus der Schule gekommen oder konfirmiert worden waren. Die Konfirmandinnen von links nach rechts: Anna Koch, Martha Heylmann, Auguste Ruppenthal und Frieda Platte. Die Konfirmanden: Ernst Platte, August Schank, Julius Reidenbach, Adolf Pilger, Emil Kronenberger, Otto Heylmann und Ludwig Leyser.

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40. Gruß aus Abentheuer um 1900. Unsere Ansichtskarte zeigt oben die zwei Ortsteile: Rechts das ältere, südlich des Kleekopfes gelegene Leyen (Layen), 1367 erstmals urkundlich erwähnt; links 'die Hütt'. Abentheuer war eine nähere Bezeichnung für die Eisenhütte. Mit ihrer wachsenden Bedeutung trat ihr Name an die Stelle von Leyen. Unten ist die Gastwirtschaft Carl Purper (jetzt Metzgerei und Gastwirtschaft Pauli) abgebildet, im Vordergrund die Familie mit zwei stolzen Radfahrern. Der Schreiber der Karte schickt seiner Geliebten Verse aus der Trivialpoesie der Zeit: Es ist ganz herrlich in der Tat, daß man die Ansichtskarten hat, und kann sie gleich nach allen Enden, dem teuren Liebchen übersenden. Und auf der Rückseite: Ein Versohen nach der Mode, fällt mir sogleicb nicht ein, doch will ich bis zum Tode, stets Dein Geliebter sein.

41. Vor der Gaststätte Purper, 1911. Unsere Aufnahme ist an einem Sonntagmorgen im Jahre 1911 gemacht worden. Die Mitglieder des Männergesangvereins haben sich vor der Gastwirtschaft Karl Purper aufgestellt, wo sie am Sonntagmorgen zu üben pflegten und wo auch Gelegenheit zum Frühschoppen und zum Skatspiel gegeben war. Die Post ist offenbar gerade eingetroffen, denn vorne rechts (in Uniform) steht der Postbeamte Ludwig Zwetsch aus Birkenfeld. Der Postausträger Gustav Helm (im Vordergrund kniend) hat bereits die Posttasche umgehängt. Die Kinder im Vordergrund sind Else Mörsdorf, Julius Heidrich, Julius Heß und Paul Heß, den es wohl schon damals zu den Sängern gezogen hat. Die Kinder sind gekommen, um ihre Väter zum Mittagessen abzuholen, vor allem aber in der Hoffnung, daß eine Kleinigkeit, zum Beispiel ein Weck, für sie abfällt. Das frühere Anwesen Purper wurde 1939 von Familie Pauli erworben.

42. Hujetssägernühle vor dem Ersten Weltkrieg. 1691 erwarben die Hujets aus dem Luxemburger Gebiet die Walkmühle des Niklas Eisenschmidt. Später ging sie in den Besitz der Familie Roth aus Buhlenberg über, die auch eine Gastwirtschaft betrieb (unser Bild). Wie den Schildern an der Hauswand zu entnehmen ist, konnte man sich einer Großherzoglichen Telegraphenstelle und einer öffentlichen Fernsprechstelle rühmen. Die Herrschaften zu Roß und Wagen sind Schiller des Birkenfelder Gymnasiums und junge Damen aus der Stadt. Die Stimmung ist offenbar gut, und um die Promille brauchte man sich in Kutschenzeiten keine Gedanken zu machen.

43. An der Hütte des MoHoHu, 1936/37. Die Birkenfelder Ortsgruppe des Mosel-Hochwald-Hunsrückvereins erwarb 1934 durch den besonderen Einsatz von Julius Kunz eine idyllisch gelegene Hütte bei Hujetssägemühle. M. Knezevic schrieb in einem Gedicht unter anderem: Wir wollen selber gern ein Haus] Bei Pännches und Spießbraten] woll'n wir da halten manchen Schmaus] es wird uns schon geraten.] Drum freut Euch an dem neuen Haus] all Ihr MoHoHukaner/ wir leben hier in Saus und Braus] fühl'n uns wie Insulaner] getrennt von allem Leid der Welt/ verlassen und geschieden/ selbst unser altes Birkenfeld] es läßt uns hier in Frieden. Die Personen auf dem Bild: Ferdinand Thomas, Hildegard Müller, Frieda Haaben, Conny Piek (Schneider), Erich Hoestermann, Pfarrer Lengier (der von einer Taufe in Abentheuer Kuchen zum Kaffee mitgebracht hatte), Otto Schneider, Leni Hubach, Emma Kunz und Julius Kunz, der Hüttenwart.

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44. Gruß aus Achtelsbach, 15. September 1900. Die schöne Karte (verlegt von J.P. Schäfer, Schwarzenbach) zeigt in der Mitte die evangelische Kirche mit den Bäumen, die bei der Renovierung der Kirche leider beseitigt wurden. Auch das recht stattliche Pfarrhaus (links) ist verschwunden. Die Schule wurde im Jahre 1892 errichtet. Die Lehrer waren damals Hugo Jung und Heinrich Schwarz, mit insgesamt 121 Schulkindern in zwei Klassen. Pfarrer und Lokalschulinspektor war Pfarrer Neubach. Auch die Kinder aus Meckenbach und Traunen besuchten diese Schule. Die Gastwirtschaft von Gust. Gehenn bestand bis Anfang der zwanziger Jahre (heute Haus Müller).

45. Winterfeste Biertrinker in Achtelsbach. Auf dem Bierwagen des Dorfwirts Wilhelm Roth haben sich fünf Gäste dekorativ aufgebaut. Die Damen (Berta Ruppenthal und Berta Roth) halten die besonders wertvollen Humpen, die Herren (August Welker, Hermann Sauerwein und Rudolf Welker) gewöhnliche ll-Gläser. Die Weinflasche steht wohl nur zu Dekorationszwecken auf den Bierfässern. Die Aufnahme wurde im Jahre 1913 gemacht.

46. Maler an der Achtelsbacher Kirene. Die Geschichte der Achtelsbacher Kirche kann man bis zum Jahre 1308 zurückverfolgen. Später war Achtelsbach eine der ersten evangelischen Gemeinden im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zum Kirchspiel gehörten die Gemeinden Traunen, Meckenbach, Obersötern, Eisen, Brücken und Abentheuer (rechts der Traun) und zeitweise Ellweiler. Unser Bild zeigt zwei Maler (Ludwig und Erich Leyser aus Brücken) beim Anstreichen an dem mittelalterlich-wehrhaften Turm der Kirche. Man arbeitete ohne Gerüst, .die längere Leiter war 13 Meter lang. Da sie nicht ganz ausreichte, mußte für die höchsten Flächen der Pinsel an einer Stange befestigt werden.

47. Kirche in Nohen. Die Nohener Kirche (ursprünglich eine Marienkapelle) wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt, später ist sie als Wallfahrtskirche bezeugt. Ursprünglich bildete Nohen mit Rimsberg einen eigenen Pfarrsprengel. 1823 wurde die Pfarrei Nohen mit der zweiten Pfarrstelle in Birkenfeld verbunden. 1938 baute man bei der ersten großen Renovierung eine Warmluftheizung ein. Dabei beließ man versehentlich einen Eichenbalken im Schornstein, was im Winter 1942 zu einem Brand führte, bei dem die Kirche bis auf die Grundmauern ausbrannte. Besonders schwer war der Verlust der wertvollen Stumm-Orgel, Nach der Renovierung nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Kirche wieder eine der anheimelndsten in unserem Raum. Unser Bild zeigt, wie eine rechte Dorfkirche ins ländliche Leben einbezogen war: Mit dem Pflugskarren, dem Bauerngarten, Hühnern und Dunghaufen im Vordergrund.

48. Meckenbach, 1940. Meckenbach wird 1334 erstmals urkundlich erwähnt, es fanden sich jedoch schon römische Siedlungsspuren. Unsere Ansichtskarte (von H. Brucker) zeigt oben und unten links die malerische Lage des Dorfes am Rande großer Waldgebiete und rechts das Gasthaus 'Zur alten Eiche' von Anton Näher, das noch im Familienbesitz und beliebtes Ziel von Spießund Schwenkbratenfreunden ist.

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