Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1800-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 3'

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49. Gruß aus Ellweiler um 1900. Ellweiler spielte in der Geschichte unseres Raumes oft eine SonderrolIe und mußte besonders häufig seine territoriale Zugehörigkeit wechseln. Vielleicht lag das an den bergbaulichen oder jagdlichen Interessen der Landesherren. Zeitweise mußten die Bauern 20 Jagdhunde für den Herzog von Pfalz-Zweibrücken halten. In neuerer Zeit gehörte Ellweiler in der Franzosenzeit zum Kanton Birkenfeld, dann zur Bürgermeisterei Achtelsbach, darauf zum Amt Nohfelden, um schließlich wieder birkenfeldisch zu werden. Unsere Ansichtskarte zeigt eine Totalansicht und darunter das einstige Gasthaus von Theodor Coberger und den zugehörigen Saal. Aufnahmen und Verlag: P. Schmidt, Birkenfeld.

50. Achatschleife bei Dambach. Rund um Birkenfeld gab es nur wenige Schleifen. Eine davon war die 'Mohre Schleif' an der Traun zwischen Traunen und Ellweiler, die auf Betreiben der Zweibrücker Herren in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt wurde. Sie war teilweise noch bis 1935 in Betrieb. Auf der Aufnahme von links nach rechts: Kohl, Nohfelden; Max Schrnitt, Nohfelden; Jakob Näher, Meckenbach; Otto Schneider, Ellweiler; Karl Mohr, Dambach; Ludwig Geiß, Rudolf Seibert, Adolf Coberger und Julius Antes - alle Ellweiler; Ludwig Marker, Dambach, Otto Antes sen., Ellweiler (im Fenster); Jakob Marker, Dambach (auf dem Wasserrad); Karoline Geiß, geborene Mohr, Ellweiler; Jakob Geiß, Ellweiler, und Friedrich-Karl Mohr, Dambach. Auf dem Faß vor Friedrich-Katl Mohr ist das Jahr der denkwürdigen Aufnahme festgehalten: 1901. Außer der Schleiferschürze waren offenbar Uniformteile als Arbeitskleidung verbreitet.

51. Der Hunsrückverein an der Dambacher Schleife. Ein halbes Jahrhundert später stand die Schleife immer noch, obwohl der Betrieb schon lange eingestellt war. Beim Ausbau der Trauntalstraße wurde sie im Jahre 1962 abgerissen. Unsere Aufnahme zeigt die Birkenfelder Ortsgruppe des Hunsrückvereins am 15. Juni 1952. In der Wanne vorn: Hans-Dieter Ruppentha1; vorn links sitzend: Artur Ruppenthal; hinter ihm von links nach rechts: Herr und Frau Schmidt, Trude Schmidt, Fritz Hauth (stehend), Emma Kunz, Dr. Finck, Fräulein Zender, Frau Welker, Richard Welker und Julius Kunz. Auf dem Wasserrad: Peter Hubach, Thea Hubach, Margret Welker und Hartwig Herrmann. Stehend rechts: Dora Ruppenthal, Rudolf Brenner und Heini Herrmann.

52. Dienstweiler Schule, 1903. Die Schule in Dienstweiler wurde 1849/50 gebaut. Zeitweise konnten sich die reichen Bauern allerdings eine gewisse Unabhängigkeit von der oldenburgischen Schulverwaltung erkaufen, indem sie einen Privatlehrer finanzierten, der abwechselnd in den 'Guten Stuben' der Bauern unterrichtete. Der Lehrer auf unserem Bild, Albert Schneider aus Veitsrodt, kam 1898 nach Dienstweiler und blieb bis 1908. Die Schulkinder sind schön symmetrisch aufgebaut: oben sieben Mädchen, in der Mitte sieben Jungen, vorne wieder sieben Mädchen, alle der Größe nach (die Größten in der Mitte). Die hintere Reihe: G. Nau, E. Märker, I. Ruppenthal, L. Bruch, P. Wirth, A. Kunz und L. Gauer. Mitte: O. Ruppenthal, A. Wirth, O. Bruch, K. Kunz, O. Wirth, R. Kunz und F. Mayer, Vorne: A. Caspary, P. Märker, A. Nau, F. Gauer, E. Ruppenthal, K. Mayer und M. Spindier.

53. Volksschule Dambach, zwanziger Jahre. 1841 bekam Dambach ein eigenes Schulhaus. Damals hatte das Dorf mit Schleife und Brandmühle 31 Schulkinder. Bei schwankender Schülerzahl war die schulische Zuordnung oft umstritten. 1936 - mit nur neun Schülern - wurde die Schule aufgelöst und später als weibliches RAD-Lager benutzt. Nach dem Zweiten Weltkriege wurde die Schule wieder eröffnet, bis die Kinder schließlich 1965 in die Birkenfelder Schule überwechselten. Unser Bild zeigt unten: W. Marker, J. Caspary, V. Schöpfer, E. Ruppenthal, E. Schöpfer, K. Saar und W. Lorenz. Zweite Reihe: P. Marker, A. Schöpfer, P. Leonhard, N. Lorenz, M. Leo nhard, H. Lorenz, E. Marker und P. Caspary. Dritte Reihe: E. Schöpfer, 1. Schank, P. Schöpfer, 1. Molter. K. Caspary und J. Molter. Oben: W. Schöpfer, Handarbeitslehrerin Sahmel und Hauptlehrer Friedrich Petsch, der schon 1928 verstarb.

54. Gruß vom Bahnhof Birkenfcld-Neubrücke. Neubrücke erhielt seinen Namen von der 1839/40 gebauten Brücke über die Traun bei Trapps Mühle, die im Zuge des Neubaus einer Talstraße von Birkenfeld nach Nohfelden errichtet wurde. Die alte Nahebrücke stand weiter flußabwärts. Die Ansichtskarte zeigt oben links den 'Hauptbahnhof Birkenfeld Neubrücke (zum Unterschied vom Nebenbahnhof Birkenfeld-Stadt). Das Bild zeigt einen Zug in Richtung Saarbrücken und das Birkenfelder Bähnchen im Vordergrund. Es dürfte allerdings niemals dort gestanden haben, da es die beiden anderen Gleise nicht überqueren konnte. Rechts erscheint Hoppstädten in einer Totalansicht, links unten Bleiderdingen mit stark hervorgehobenem Schienenweg. Die Karte wurde am 8. Mai 1899 wohl in der Bahnhofsgartenrestauration geschrieben: Wir vermissen seit längerer Zeit unsere Birkenfelder Schöne und trinken auf Ihr Wohl. Ihr C. Heintz, O. Knipper, C Breitenbach.

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55. Birkenfeld-Neubrücke, 1913. Der Bahnhof Birkenfeld-Neubrücke war besonders nach dem Ausbau der Zweigbahn nach Birkenfeld (1880) eine wichtige D-Zugstation der Nahetalbahn, was sich auch an der Zahl des vor dem Bahnhof gruppierten Personals sehen läßt. Auch das Gasthaus Dindorf (heute Peters) scheint dazumal sehr floriert zu haben: Kutschen in alle Richtungen, Bedienung auch an der Straße im Freien, Stallung für 15 Pferde. Man kann sich vorstellen, was für ein lebhaftes Treiben etwa bei einem Besuch des Landesvaters in Neubrücke herrschte. Die Erinnerung stimmt besonders wehmütig, da die verkehrsmäßige Vernachlässigung unseres Raumes seit dieser Zeit immer mehr zugenommen hat.

56. An der Nahe. Nicht nur Städte und Dörfer haben in den letzten drei Jahrzehnten ihr Gesicht verändert - und oft verloren -, auch die Landschaft hat erhebliche Eingriffe hinnehmen müssen. Unser Bild zeigt den Bliek vom Damm der Eisenbahnbrücke über die Nahe oberhalb des heutigen Stausees flußaufwärts. Durch das Anstauen des Wassers ist die Wiese im Vordergrund links keine Mähwiese mehr, sondern versumpft. Der malerische Bliek auf die Kirche in Bleiderdingen und das St.-Annahaus wird heute durch Großbauten im Hintergrund stark beeinträchtigt, bei denen auf das Landschaftsbild und ökologische Gesichtspunkte keine Rücksicht genommen wurde. Immerhin ist der Flußlauf, so wie ihn das Bild zeigt, noch im wesentlichen erhalten.

57. Hoppstädten, Ende der dreißiger Jahre. Das aufschlußreiche Bild wurde von H. Brucker von dem Gebiet 'Unter der Forst' aus aufgenommen. Aus den Wohngebäuden heben sich die Synagoge (sie entging im Gegensatz zu dem Birkenfelder Bethaus der totalen Zerstörung), die Kapelle und die Schule besonders hervor. Die alte Schule wurde vor fast 20 Jahren um einen großen Neubau erweitert. Vor fast zehn Jahren entstand ein völlig neues Gebäude. Die auf dem Foto noch freien Flächen wurden inzwischen zur Anlegung von Wohngebieten und Industrie- und Gewerbegebieten genutzt. Außerdem wurden der Flugplatz, der erweiterte Friedhof und nicht zuletzt das amerikanische Lazarett und die Autobahn gebaut. Besonders fällt dem Betrachter auf, wie wenig von dem damaligen Baumbestand im Ortsinneren übrig geblieben ist.

58. Der Schneeturm. Im Jahre 1929 gab es einen beo sonders strengen und anhaltenden Winter. Die Dorfjugend und einige ältere Hoppstädter kamen - zumal viele im Jahr der Weltwirtschaftskrise arbeitslos waren - auf die Idee, einen Schneeturm zu bauen. Eine große Schneefläche wurde in drei Tagen mit Hilfe von 'Wiesbäumen' in großen Walzen aufgerollt, die durch Wiesenbeile in Blöcke zerkleinert und dann aufgeschichtet wurden. So entstand ein Schneeturm von zwölf Meter Höhe, der am Fuß einen Durchmesser von neun bis zehn Metern hatte. Die Motanol-Fahne gehörte dem Benzingroßhändler Hermann Kronenberger, der für die Werbung eine Flasche Schnaps stiftete. Der Turm hielt sich noch bis Ende Mai. Auf dem Turm stehen oben Bernhard Merscher und Josef Schmidt. Weiter nach unten: Josef Flick, Adam Braun, Alois Schmidt, Alois Utzig, Jakob Schmidt (zweimal) und Joharm Schmidt.

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