Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1800-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 3'

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59. Schubkarrenklub auf dem Staffelbach. Auch dieses Bild wurde 1929 (im März) aufgenommen. Die Angehörigen des Klubs haben sich offenbar an die Kälte gewöhnt und sich in fröhlicher Runde auf dem zugefrorenen Staffelbach niedergelassen. Im Hintergrund sieht man die damalige Gaststätte und Metzgerei Schmidt, die Brücke links ist die Privatbrücke zu dem Anwesen Schmidt (heute Gierst und Hermann Groß). Die Männer in der vorderen Reihe: Bernhard Streit, Erich Staab, Jakob Ziek, Nikclaus Kraff und Joharm Braun; mittlere Reihe: Arthur Schrnidt, Heinrich Bambach, Josef Lenz, Hans Bornemann, August Leonhard und Jakob Schneider; hintere Reihe: Johann Keller, Robert Bambach und Adam Wede.

60. Gruß aus Nohen. Die dekorative Ansichtskarte wurde im Ersten Weltkrieg an einen Landsturmmann inBelgien geschickt. Sie zeigt oben eine Totalansicht und in der Mitte die damalige Handlung und Schreinerei von Gustav Uebel (heute Gasthaus 'Zum Bahnhof"), Das Bild unten links ist dem kleinen Bahnhof gewidmet, in den gerade ein Zug aus Richtung Saarbrücken eingelaufen ist. Nohen war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Einer der ältesten nord-südlichen Handelswege überquerte hier die Nahe. Der Ort muß allein aus dem Grund als sehr alt angesehen werden, weil er als einziger an der Nahe nach diesem Fluß benannt ist. (Der Name Nahe wird auf das keltische Wort 'nawa' = die Rasche zurückgeführt.)

61. Haus mit Strohdach in Nohen. Von strohgedeckten Häusern sind in unserem Gebiet kaum noch Aufnahmen zu finden. Heute steht das Gasthaus Romer an dem Standort des Strohdachhauses. Es hatte den Beinamen 'Hannwilrnes', zuletzt wohnte eine Familie Schneider darin. Um die Jahrhundertwende brannte das Haus ab, was bei einem Strohdach nur zu leicht geschehen konnte. Bemerkenswert ist, wie sich das Haus dem Gelände anpaßt: Der Wohnbereich auf der trockeneren Höhenlage, an den Hang gekuschelt. Rechts neben der Tür war die Milchkammer, links zunächst die Wohnstube, dann die Schlafkammer. Gekocht wurde im 'Hascht', einem aus Ziegelsteinen gemauerten Herd, der mit einer Eisenplatte abgedeckt war, darüber öffnete sich ein Rauchfang. Das Haus mag zum Zeitpunkt der Aufnahme schon unbewohnt gewesen sein. Bei den Kindern handelt es sich wohl um die Schulkinder.

62. Neubau der Nohener Brücke. Im Dreißigjährigen Krieg sollen die Reste der Weimarischen Armee, von dem kaiserlichen General Gallas verfolgt, über die Nohener Bohlenbrücke gezogen sein. Jedenfalls wird die Brücke um diese Zeit zum ersten Mal erwähnt. Von gelegentlichen Ausbesserungen abgesehen, hielt sie noch rund 300 Jahre. Der zunehmende Verkehr forderte in unserem Jahrhundert eine neue Brücke. Die Einschalung erfolgte im Oktober/November 1932. Ein sehr früh einsetzender Winter führte dazu, daß sich das Packeis vor der Verschalung staute, die zum Teil herausgeschraubt werden mußte. Dazu mußte durch Sprengmeister Schmeier gesprengt werden, um den Abfluß des Wassers und des Eisgangs zu ermöglichen.

63. Einweihung der Brücke. Die Kosten der neuen Brücke beliefen sich auf 88 000 Reichsmark. Bauträger war die Gemeinde Nohen, allerdings finanziell unterstützt von staatlicher Seite. Die Arbeiten führte die Firma Munierbau, Mannheim, aus. Die Bauleitung hatte Ingenieur Barth. Die Einweihung erfolgte im Mai 1933 (unser Bild).

64. Auf dem Weg nach Dienstweiler, 1926. Die sehr stimmungsvolle Ansichtskarte (H. Brucker) zeigt einen Bliek auf Birkenfeld in der letzten Kurve der Straße nach Dienstweiler-Hoppstädten. Die alte Frau in der typischen Tracht des Hunsrücks kehrt wohl vom Einkauf auf dem Birkenfelder Wochenmarkt zurück. Es ist Katharina Porcher, die 1930 im Alter von 81 Jahren starb.

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65. Gruß aus Dienstweiler, 22. September 1902. In Dienstweiler muß es schon eine frühe Besiedlung gegeben haben, wie es der Fund eines römischen Weinservices beweist, ein einmaliger Fund dieser Art nördlich der Alpen. Urkundlich wird der Ort 1367 zum ersten Mal erwähnt. In Dienstweiier wohnten die Angestellten und persönlichen Diener der Herren auf der Burg Birkenfeld. Unsere Ansichtskarte gibt einen Eindruck von den stattlichen Anwesen in Dienstweiier und zeigt die Gastwirtschaft von Friedrich Meyer, die von 1898 bis 1907 betrieben wurde. Die Karte wurde von P. und H. Schmidt in Birkenfeld verlegt. Ihr Inhalt deutet Trauriges an: Es hat hier große Veränderung gegeben, aber man muß sich in alles fûgen, obwohl es schwer fällt.

66. Männerchor am Waldrand, Sommer 1908. Zu Zeiten des Lehrers Albert Schneider gab es in Dienstweiler auch einen Männergesangverein, da sich der Lehrer sehr um das kulturelle Leben im Dorf bemühte. Unser Bild zeigt den Chor am Waldrand, den Dirigenten Albert Schneider auf dem Bierfaß dirigierend. Vielleicht singt man gerade mit Inbrunst 'Wer hat Dich, Du schöner Wald, aufgebaut so hoch da droben? " oder man huldigt der 'Waldesluuust'. Die Sänger: Karl Spin dier, Karl Werle, Joharm Anton sen., Josef Nau, Hugo Bruch, Rudolf Ruppenthal, Reinhard Finck, Otto Bruch, Rudolf Finck, ein unbekannter Knecht, Albert Finck, Karl Jakob Ruppenthal, Karl Bruch, OHo Wirth und Karl Märker. Seit dieser Zeit gab es in Dienstweiier keinen kulturellen Verein mehr.

67. Spießbraten nach dem Gesang. Nach stattgehabtem Männergesang folgt der gemütlichere, wenn auch immer noch ernste Teil, der Spießbraten und das Bier. Die Spieße sind von beachtlicher Länge. Dadurch hält man sich die Gluthitze vom Leibe und die 'sonntagse' Kleidung wird nicht verräuchert. Als Feuerholz hat man offenbar Eichenlohholz benutzt, einiges liegt noch im Vordergrund. Kinder sind inzwischen mit von der Partie, aber die Frauen waren bei dem ernsten Männergeschäft wohl nicht zugelassen.

68. Dienstweiier Dorfrnusikanten, 1937. Die Gruppe junger Leute steht vor dem Kolonialwarengeschäft Klein. Auf der Tafel sind Pfennigpreise für Lebensmittel angegeben: Mehl 28, Linsen 20, Reis 25, Nudeln 40, Bohnen 20, Salatoel 60, Backoei 65 und Cocosflocken 40. Bei den Mustkanten handelt es sich nicht eigentlich um eine Kapelle: Man versuchte mit den vorhandenen Instrumenten ein wenig Unterhaltung zu bieten, auch bei bescheidener Kunst. Von links nach rechts: Otto Werle, EmU Finck, Willi Conradt, Karl Mayer, Artur Finck, Olga Märker, Otto Märker, Walter Bruch, GreteI Klein, Robert Ruppenthal und Otto Caspary.

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