Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Birkenfeld in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1800-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 3'

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69. Was gleicht wohl auf Erden - dem Jägervergnügen ... Als die Jagden noch nicht verpachtet waren, gehörten sie den Bauern als den Grundbesitzern. Gerne ließen sich Jägergruppen mit ihrer Strecke aufnehmen. Von links nach rechts: Adolf Presser (Birkenfeld), Adolf Wirth, Ado1f Ruppenthal, Emil Nagel (Birkenfeld), Emil Caspary, Otto Ruppenthal, Karl Jakob Ruppenthal, Hugo Bruch, Karl Heintz (Birkenfeld), Veeck (Idar), Jakob Müller jr. und sen. (Birkenfeld). Die Treiber sind Hugo Wede und Johann Anton. Sie, wie die meisten Jäger, kommen aus Dienstweiler, wo im März 1921 vor der Scheune von Otto Bruch auch die Aufnahme gemacht wurde. Der glückliche Schütze Peter Helm aus Dienstweiler, der den Keiler erlegt hatte, ist nicht auf der Aufnahme. Da er nicht im Besitz einer Jagdkarte war, wurde an seiner Stelle Johann Kläs aus Nohen als solcher deklariert. Otto Ruppenthal (sechster von links) war ein besonders guter Fährtenleser und hatte daher den Spitznamen 'der Indianer'.

Total

70. Rimsberg um 1910. Rimsberg - auch Remisberg, Rumersberg, Rymersberg genannt - wird 1269 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus Funden schließt man, daß die Römerstraße Mosel-Nahe-Glan durch den Ort führte, Die Ansichtskarte zeigt das Dorf aus Richtung Nohen, mit Bliek auf den Krausberg, Links sieht man die 1838 erbaute Schule, auf der 1878 ein Glockentürmchen errichtet wurde, wie überall, wo es keine Kirche oder Kapelle im Ort gab. 1966 wurde die Schule geschlossen, die Kinder gingen fortan nach Birkenfeld. Vor der Wirtschaft stehen Karl Kunz, die Nachbarin Katharina Schmidt und Emil Kunz. Die Wirtschaft wurde aufgegeben, nachdem der älteste Sohn im Ersten Weltkrieg gefallen war.

Schmissberg

71. Schmißberg um 1910. Schmißberg liegt zu Füßen des Krausbergs, an dessen Hang Hügelgräber der Eisenzeit gefunden wurden:

Spuren einer frühgeschichtlichen Besiedlung. 1829 fand man auch die Ruinen eines großen römischen Gebäudes. Schmißberg wurde 1933 mit Elchweiler zu einer Gemeinde vereinigt; die unerwünschte Verbindung wurde 1962 jedoch wieder aufgehoben. In jüngster Zeit ist Schmißberg als besonders schönes Dorf mehrfach ausgezeichnet worden. Unser Bild zeigt eine Ansicht aus Richtung Krausberg auf die Wirtschaft von August Mayer, vor der sich Jagdfreunde stolz mit ihrer Waffe zeigen. Die Karte ist am 5. Oktober 1916 an den Vater im Krieg geschrieben worden: Lieber Vater! Will Dir mitteiien, daß wir Deinen Brief vom 24.9. erhalten haben. Wir haben gesehen, daß Du noch gesund bist. Wir auch noch. Haben am Kessel die zwei Stücke Kartoffeln aus.

72. Schafherde auf dem Krausberg. Der Krausberg - auch Galgenberg oder Galgenhübel genannt - war eine mittelalterliche Gerichtsstätte. 1643 wurden hier zum Beispiel auf Befehl des Herzogs Georg Wilhelm fünf Personen aus dem Amt Birkenfeld unter dem Galgen durch das Schwert hingerichtet. Unser Bild ist friedlicher. Bis in den Zweiten Weltkrieg hinein waren Schafherden auf dem Krausberg ein vertrauter Anblick. Mit der Kultivierung der früher verbreiteten Ödlandf1ächen und dem Ende der heimisehen Wollverarbeitung gingen die Schafuerden immer mehr zurück. Das schöne Bild hat H. Brucker gemacht.

73. Sonnwendfeier des Wandervogels, 1933. Der Krausberg war immer ein beliebtes Ziel von Schul- und Jugendwanderungen, nicht zuletzt wegen der herrlichen Fernsicht über die einstigen Birkenfelder und Niederbrombacher Bänne. Auch Jugendbewegte trafen sich besonders gern dort oben am Lagerfeuer. Bei den Sonnwendfeiern der Jahre 1914 und 1933 sang man mit besonderer Inbrunst: 'Leuchtender Schein, sieh, wir singenden Paare, schwören am Flammenaltare, Deutsche zu sein!' Auf unserem Bild sind Jungen und Mädchen in der typischen Wandervogelkluft zu sehen, mit Klampfe, Geige (Fiedel) und Blockflöte. Die Mädchen sind links Liesel Krummenauer und rechts Gertrud Nagel. Sie spielen unter einer der alten Lärchen, die auf dem Krausberg besonders auffallen.

Gruß aus Elchweiler bei Birkenfeid (Fürstentum)

Totale

74. Gruß aus Elchweiler, 8. Juli 1914. Die Karte zeigt unten die Totalansicht und oben links die Gastwirtschaft von E. Beeker, die 1916 abbrannte (heute Fickert). Rechts davon sieht man die 1846 errichtete Schule, mit dem leicht abgewalmten Dach typisch für Schulbauten im Birkenfelder Land. Schüler und Lehrer stehen um den Schulbrunnen vor dem Schulsaal. Die Lehrerwohnung umfaßte Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und zwei Mansarden. Dazu kamen Scheune und Stall, da die Lehrer bis vor dem Ersten Weltkrieg Nebenerwerbslandwirte waren. Die Schule für die Kinder aus Elchweiler und Schmißberg wurde 1965 aufgelöst. Die Kinder aus diesen beiden Dörfern waren die ersten, die mit dem Schulbus nach Birkenfeld fuhren. Heute sieht man auch die Nachteile, die mit dem Verlust der Schule am Ort verbunden sind.

75. Kaffeepause auf dem Kartoffelfeld. Auch wenn die landwirtschaftliche Arbeit früher sicher härter und länger war, hatte sie doch auch ihre Freuden. Vor allem hatte man Gesellschaft bei der Arbeit - im Gegensatz zu dem einsamen Traktorfahrer von heute. Unser Bild zeigt Frauen bei der Kaffeepause im Jahre 1943, die Männer waren im Krieg. Sicher schmeckt's, auch wenn man nur 'Muckefuck' trinkt. Auf der Rückseite des Bildes ist Lobendes vermerkt: Das Schonste und Beste vom Ernteeinsatz war der Beekersbaas ihre Kasschmier. Von links nach rechts: Klara (eine russische Fremdarbeiterin), Hilda Conrad aus Elchweiler und Frau Ruppenthal aus Niederbrombach.

76. Birkenfelder Winter. 'Neun Monate Winter und drei Monate kalt' - so lautet eine gängige (ironische) Charakterisierung des Klimas im Birkenfelder Land. Daran dürfte richtig sein, daß Birkenfeld seinen Charakter und seinen Reiz am deutlichsten bei kernfestem Winterwetter zeigt. Dann wird auch heute noch der Autoverkehr bescheiden, allenfalls der Wintersport loekt die Jüngeren ins freie Feld. Im übrigen aber wird's gemütlich. Man bleibt unter sich, rückt zusammen - zuhause oder in der Kneipe und ist wieder bei sich daheim, und 'da draußen, stets betrogen, saust die geschäft'ge Welt'. Dann kommen die Eigenschaften des wahren Birkenfelders zur Geltung: Seine Gelassenheit. seine Seßhaftigkeit, sein Sinn für Gemütlichkeit.

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