Birkenfeld in alten Ansichten Band 4

Birkenfeld in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5434-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 4'

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59. Leni mit der Ziehharmonika, um 1940. Leni GlaserGombert zeigte schon früh musikalische Begabung. Stolz zeigt sie sich hier mit ihrer Ziehharmonika, einer Meinel & Herold für 7,80 RM, im Garten hinter der alten Schule. Auch wenn sie schon lange nicht mehr auf der Burg lebt: ihre Lieder zur Gitarre, ihre Gedichte, auch in der heimisehen Mundart, Erinnerungen und Kurzgeschichten kreisen meist um ihre einfache, aber glückliche Kindheit auf der Burg.

60. Heimkehr vom Futterholen, 1954. Julius Lambert, 67jährig, ist auf dem Heimweg von der Wiese im Langental. Dort hat er, wie jeden Abend, das nötige Grünfutter geholt. Es ist noch gar nicht lange her - und liegt doch so weit -, daß Kuhgespanne in Birkenfeld und Umgebung zum Alltagsbild gehörten.

61. Dreschgesellschaft, dreißiger Jahre. Gemeinschaftsbackhäuser und Genossenschaftsmühlen waren hierzulande nicht üblich. Das Dreschen war jedoch, im Gegensatz zu anderen Gegenden, eine Gemeinschaftsleistung. Die erste Dampfdreschmaschine wurde in Birkenfeld 1867 eingeführt. Der erste Maschinenführer war Schlossermeister Schaly. Von 1883 bis in die dreißiger Jahre führte Karl Fries, Feckweiler, das Kommando an der Maschine. Der Dreschplatz auf der Burg war var dem ehemaligen Haus Julius Lambert in der Dorfmilte. Gewöhnlich wurde eine Woche lang von 7 bis 17 Uhr gearbeitet. Auch die Kinder mußten helfen, etwa beim Strohschleppen. Wie bei Gemeinschaftsarbeit die Regel, war die Stimmung locker, fröhlich. Unter den Dreschleuten sind zu erkennen: Käthe Meng, Gustav Meng, Heirnut Meng, Emma Fries, Frieda Becker, Karl Thiel sen. und jun., Gerda Becker, Elisabeth Fries und Lina Flick.

62. RAD-Männer in 'Gipsersch' Wirtschaft, um 1935. Der Weg vom Arbeitsdienstlager an der alten Morbacher Straße war zwar recht weit bis zur Burg, aber hier konnte man besonders viel Gemütlichkeit und Kontakt mit den Einheimischen finden - und war vor Vorgesetzten ziemlich sicher. Die Arbeitsdienstmänner gehören zur Birkenfelder Abteilung 7 der Gruppe 243. Die 'Schlösser Mäd': Lotte Becker, Gertrud Glaser, Adele Ding und das Ehepaar Nikolaus und Käthe Kaufmann.

63. RAD-Musikzug auf der Burg, Pfingsten 1935. Noch größere Chancen als gewöhnliche Arbeitsmänner hatten die Angehörigen des Musikzuges, erkermbar an den rot-weiß gestreiften 'Schwalbennestern' auf dem Ärmel. Sie sitzen mit Adele Ding und Ilse Becker in der Gartenwirtschaft, ebenfalls bei 'Gipsersch'. Der Name bezieht sich auf den Hauptberuf des Besitzers: er war als Gipser tätig. Die lauschige Ecke wird von einer großen Fliederhecke umrahmt.

64. Einquartierung, Januar 1940. Im kalten Winter 1939/40 war das linksrheinische Gebiet von Einquartierung besonders stark betroffen: als Bereitstellungsraum für den Feldzug im Westen. Das Foto zeigt einen Offizier und fünf Unteroffiziere der Luftwaffe vor dem 'Tante-Emma-Laden' Franz Gauer. Vielleicht handelt es sich um ein Vorkornrnando, das Möglichkeiten für eine Flugleitstelle auf der Burg erkunden soll. Nach dem raschen Ende des Frankreichfeldzuges war dafür jedoch kein Bedarf mehr. Allerdings wurde mit dem Beginn des Bombenkrieges auf dem Aussichtsturm ein ziviler 'Turmbeobachter' tätig, dem jeweils ein Feuerwehrmann zugeteilt war. Sie sollten Feindeinflüge und Brände melden und die Verdunkelung kontrollieren.

65. Luftnachrichtenstellung auf der Burg, um 1943. Von Dezember 1942 bis Kriegsende war eine Einheit der Luftnachrichtentruppe - 22. LN / RGT. 233 - in Birkenfeld stationiert. Während des Baus der Stellung und der Unterkünfte durch die Firma Theis waren die Soldaten im Flaklager an der Brückener Straße untergebracht. Die zu Beginn eingesetzten Nachrichtenhelferinnen ('Blitzmädel') wurden später durch 'Maiden' des weiblichen Reichsarbeitsdienstes ersetzt. Die Birkenfelder Stellung hatte den Decknamen 'Kauz', rund 150 Soldaten und ca. 40 Arbeitsmaiden waren hier tätig. Unser Foto zeigt drei Soldaten vor einem Opel Olyrnpia, Baujahr 1939. Im Vordergrund sitzt Heinz Flach, der sich bei den Maiden besonderer Beliebtheit erfreute.

66. Barackeninneres, März 1943. Das Foto zeigt die Bereitschaftsbaracke der Nachrichtenstellung und gibt einen Eindruck von der Unwirtlichkeit des Barackenlebens, zu dem so viele jahrelang verurteilt waren. Immerhin: es gab Schlimmeres zu ertragen, und in der Birkenfelder Stellung konnte man die restlichen Kriegsjahre ohne große Gefahr an der 'Heimatfront' überleben. Aufgabe der Birkenfelder Stellung waren Flugleitung und Flugsicherung in Verbindung mit dem Einsatzhafen Mainz-Finthen. Drei Geräte waren rund um die Uhr von je fünf bis sechs Mann besetzt. Ein Funkfeuer gab insbesondere den Nachtjägern Orientierung, und durch Sprechfunk konnten sie mit der Jägerleitstelle Verbindung halten.

67. Glück im Krieg, Sommer 1944. Unter den Arbeitsmaiden auf der Burg war auch 'Lenglersch Bienche', damals noch Philippine Zorn. Richard Lengier hatte das Glück, als Verwundeter seiner Genesung in den Heimat entgegensehen zu können. Im Sommer 1944 'ging' man bereits 'rniteinander', hier in den Wiesen hinter den Häusern in der Sielbach. Auch der Luftnachrichtensoldat Hans Pletscher, von 1942 bis 1945 auf der Burg stationiert, lernte hier sein Frau kennen und wurde Birkenfelder Bürger.

68. Schneewittchen und die sieben Zwerge, 1927. Bei der Einweihung der Jugendherberge spielten auch Freilichtaufführungen eine große Rolle, wie es dem Geist der Jugendbewegung entsprach. Das Burggelände bot eine ideale Kulisse. Das Schauspiel 'Pitter Birg' von Studienrat Bruno Wolff, der auch die Hauptrolle spielte, streifte sechshundert Jahre Burggeschichte. Unser Bild zeigt Kinder der Grundschule, die Theodor Storms Schneewittchen unter Leitung von Lehrer Edelmann am Burggraben spielten. Das Prinzenpaar: Margarete Nadler und Walter Kunz. Die sieben Zwerge von links: Hanns Walther. Rudolf Kröninger, Klara Hoffmann, Heinz-Günter Roth, Gertrud Fuchs, Hans Jost und Paula LengIer. Leider blieb es bisher nur bei immer neuen Ansätzen zu einer Freilichtbühne auf der Burg.

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