Birkenfeld in alten Ansichten Band 5

Birkenfeld in alten Ansichten Band 5

Auteur
:   Walter Göhl
Gemeente
:   Birkenfeld
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5694-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Birkenfeld in alten Ansichten Band 5'

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37. Es war einmal ein Forellenbach. Birkenfeld liegt bekanntlich nicht an der Nahe, sondern an einem Bach, der erstaunlicherweise mehrere Namen hat:

Schemelsbach, Bußbach, Zimmerbach und schließlich Steinau. Unser Bild zeigt den langjährigen Pächter Gottfried Jahn am Schemelsbach beim Forellenfang. Damals war der Bach den zerstörerischen Eingriffen in den Wasserhaushalt - zum Beispiel durch die Landzusammenlegung - noch nicht zum Opfer gefallen. Als Junge hatte Gottfried Jahn das Angeln bei Robert Steffen gelernt, als man in der Steinau sogar gelegentlich noch Hechte fangen konnte. Bis Anfang der siebziger Jahre blieb er ein leidenschaftlicher Fischer. Nach dem Angeln war der Besuch in Burgers Wirtschaft obligatorisch. Dort wurde 'die Strecke verblasen', wie es 'Gottsch' nicht ganz fischwaidmännisch nannte.

38. Feckweiler und das Schwimmbad. Die Lage des Schwimmbades war für Feckweiler natürlich günstiger, naheliegender, als für die Birkenfelder .zumal damals, als man noch nicht unbedingt auf den Verdereingang angewiesen war, einfach über die Wiesen gehen konnte. Allerdings hatte das Bad in heißen Sommern zuweilen an Wassermangel zu leiden, da es von der Wasserführung des Bußbachs abhängig war. Im Hintergrund sieht man die Häuser Spreier, Brill, Fries, Weber, Meng und Korb. Die Aufnahme von Heinrich Brucker wird um 1939/40 entstanden sein.

39. Die letzte Feckweiler Ansichtskarte. Im Jahre 1937 wurde von WilJi Kley aus Idar-Oberstein nach eine Ansichtskarte von Feckweiler hergestellt, obwohl es schon vier Jahre zu Birkenfeld gehörte. Das Panoramafoto zeigt den Bliek aus Richtung Pulverturm, rechts die Alte Morbacher Straße. Die 'Straßenpartie' ist kurz vor der Kreuzung aufgenommen. Der 'Handlung Frau Hilde Faust' sieht man an, daß das Haus noch nicht lange bezogen ist. Der Hambacher Sauerbrunnen hat mit Feckweiler weniger zu tun.

40. Bescheidene Kinderfreuden. Die Aufnahme wurde um 1933 in der Bitz (eingezäuntes Obststück am Hause) hinter dem Elternhaus von Gertrud Burger gemacht. Die Kinder sind um den Kupferkessel gruppiert, in dem 'Beereschmier' (Birnenmus) gekocht wurde, vielleicht auch 'Quetscheschmier' . Der Kochvorgang zog sich über Stunden hin, von morgens früh bis zum Spätnachmittag. Das Ende wurde von den Kindern sehnlich erwartet, weil sie den Kessel auslecken durften. Das Birnen- oder Pflaumenmus wurde in steinerne Töpfe abgefüllt und war über Winter der verbreitetste Brotaufstrich. Die Kinder von links: Elfriede Thom, Hilde Burger, Gertrud Burger, Karl Scherer (mit Stößer), Ewald Burger (hinten), Manfred Ruppenthal und Hans Scherer.

41. Feckweiler Kinder, um 1950. Die Kinder in 'sonntagsen' Kleidern zu sehen, war für die Eltern erfreulich, für die Kinder weniger: Man mußte aufpassen, durfte sich nicht schmutzig machen. Die Kinder, auf dem Grundstück von Hermann Burger, hinten: Dieter Meurer, Peter Nauert und Hasso Schmidt. In der Mitte: Kurt Meurer, Alfred Meurer und Albert Weber jr. Vorne: Horst Hoffmann.

42. Abschiedsbild, 1938. Das bäuerliche Anwesen stand zwar nicht in Feckweiler, aber die Aufnahme ist gleichwohl von zeit- und regionalgeschichtlichem Interesse. Es handelt sich um den Hof von Karl Brill in Aulenbach. Das Haus ist zum Abschiedsfest mit den Symbolen der Zeit geschmückt, denn wie so viele andere muß es dem Truppenübungsplatz, militärischen Interessen, weichen. Schwager Hugo Scherer ist mit seinem Opel P 4 zur Feier gekommen (neben dem Auto mit Hugo Brill). Die Familie Bril! erwarb eine Wiese von Lina Meurer in Feckweiler und siedelte sich dort an.

43. Reserve hat Ruh. 1935 wurde im NS-Staat die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, die jeden Tauglichen für zwei Jahre 'zu den Preußen' rief. Mancher mußte allerdings sofort oder nach kurzem Zivilleben die Uniform wieder anziehen, als der Zweite Weltkrieg begann. Unser Bild zeigt zwei stolze Reservisten, die die 'Schule der Nation', wie man sie damals nannte, hinter sich haben. Es sind die Vettern Jakob Winter (mit den dazumal beliebten Knickerbockern) und Peter Burger, im Jahre 1938. Sie stehen vor 'Steinburgers' .

44. Kartoffelernte auf dem Feckweilerberg. Da die einquartierten Soldaten dienstlich nur wenig belastet waren, machten sie sich bei der Erntehilfe nützlich. Dies war auch deshalb erforderlich, weil die meisten Männer aus Feckweiler auch einberufen waren. Hier sieht man einige Soldaten auf dem Feckweilerberg im Herbst 1940, bei der Arbeit im 'Grumbierestick', zusammen mit Agnes Burger. Unten sieht man Feckweiler liegen, im Hintergrund den Friedhof. Die Aufnahme hat einer der Soldaten, Willi Schöffel, gemacht und als Postkarte an die Familie Peter Josef Burger, Haus Nr. 23, geschickt. Bis heute hat er die Verbindung mit seinen Feckweiler Freunden und Bekarmten aufrechterhalten.

45. Beim Dreschen, um 1940. Anderswo im Hunsrück hatte jeder Bauer seine eigene Dreschmaschine. Hierzulande war das Dreschen eine Gemeinschaftsleistung. Karl Fries aus Feckweiler führte jahrzehntelang das Kommando an der Maschine. Auf dem Foto sind vor allem die Frauen vertreten, die sich durch Kopftücher gegen die starke Staubentwicklung schützten. Spreusäcke liegen herurn, deren Inhalt damals noch häufig als natürlicher und gesunder Rohstoff für die Spreubetten benutzt wurdc, der alljährlich erneuert wurde. Heute würde man von Bic-Betten sprechen. Auf den Spreusäcken, von links: Agnes Burger, unbekannter Junge, Else Decker, Maria Burger und Karoline Faust. Stehend, von links nach rechts: Alma HeB, Barbara Scherer, Nikolaus Schornmer, unbekannt, Karoline Burger, unbekannt.

46. Einquartierung, Winter 1939/40. Im ersten Kriegswinter waren in unserer Region außerordentlich viele Soldaten untergebracht, in Bereitstellung für den bevorstehenden Frankreichfeldzug. So war in Feckweiler eine ganze Kompanie von Infanteristen einquartiert. Die Betten reichten meist nur für die Unteroffiziere und Offiziere. Die übrigen mußten sich mit einem Strohlager begnügen, wie aufunserem Bild im Hause Matthias/ Ruppenthal. Trotzdem wurden sie gut versorgt, j a verwöhnt, und waren ständig von der Jugend umlagert, die dem Soldatenieben damals noch viel Interesse entgegenbrachte. Von links: Alfred Ruppenthal, Walter Ruppenthal, Erika Ruppenthal und Gudrun Ruppenthal.

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