Birkenwerder in alten Ansichten

Birkenwerder in alten Ansichten

Auteur
:   Frank Gerald Quint
Gemeente
:   Birkenwerder
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6738-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Birkenwerder in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Das Haus in der Summter Straße Nr. 2, der damaligen Bahnhofsallee Nr. 12, befindet sich nun wieder im Eigentum der Johannisloge 'Kurfürstin Luise Henriette' . Es wird heute als Kinderhort und Kindergarten genutzt. Doch das war nicht immer so. Hier wurde am 7. November 1900 oben erwähnte Loge gegründet und für etwa 36 [ahre fand hier ein aktives Logenieben statt. Bis im Iahr 1936 die Luftschutzschule der Landesgruppe Brandenburg einzog. Es war die erste derartige Einrichnmg in Deutschland. Die Karte ist 1937 aufgenommen worden.

50. Durch die enorme Bevölkerungsentwicklung nach dem Ersten Weltkrieg wurde das bis dahin genutzte Schulhaus zu klein, genauso, wie das bis dahin im Gebrauch befmdliche Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr, das sich heute noch neben dem pfarrhaus erhebt. Und so begann man im Oktober 1926 mit dem Bau einerTurnhalle, die gleichzeitig ein größeres Feuerwehrdepot beherbergen sollte.Am 25. September 1927 wurde die Turnhalle eingeweiht und bereits im Mai 1929 setzte der Bau des Schulhauses ein, der am 29. März 1930 feierlich übergeben wurde. Die Karte wurde 1941 versendet.

51. Der Bau des Rathauses geht auf die Initiative von Willy Kühn zurück, der seit 1909 Amts- und Gemeindevorsteher in Birkenwerder war. Weitere Verdienste Kühn' s sind die Gründung der Sanitätskolonne (26. Oktober 1 907) , der Apotheken-Konzession (26. April 1911) und die Pflasterung der Hauptstraße (1922).Am 22. Juni 1911 wurde der Gnmdstein für das Rathaus gelegt und bereits einjahr später (!) nämlich am 6.August 1912, konnte das Haus der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Kosten, des in schlichtem Barockstil erbauten Gebäudes, betrugen einschließlich der Innenausstattung ungefähr 160 000 Mark zuzüglich 12 000 Mark Grunderwerbskosten.

52. DieseAnsichtskarte aus dem jahr 1906 zeigt den alten Bahnhof, der sich zu dieser Zeit in der StraßeAn der Bahn befand.Auf diesem Bild ist bereits das zweite Gleis erkennbar, das arn 1. Juni 1891 dem Verkehr übergeben wurde. Der eingleisige Verkehr mit der beschränkten Zahl von Vorortzügen war einfach nicht mehr zu bewältigen. Das Gleisbett verläuft noch ebenerdig. Für eine Fahrkarte 4. Klasse von Birkenwerder nach Gesundbrunnen zahlte man damals beim Zugführer 0,40 Mark! Heute befindet sich das zu Wohnzwecken umgebaute Gebäude in der Sanierung.

53. Unser heutiger Bahnhof im [ahr 1927. Der Vorortverkehr wuchs derartig, dass der viergleisige Ausbau vorbereitet werden musste. Die ersten Arbeiten dazu setzten 1915. unterbrochen vom Ersten Weltkrieg, ein. 1921 erfolgte die Fertigstellung des Güterbahnhofes und 1923 begannen umfangreiche Erdarbeiten zur Tieferlegung und Verbreiterung der Gleisanlagen. Insgesarnt wurden etwa 400 000 Kubikmeter Boden ausgehoben. Das entspricht dem Inhalt von 60 000 Güterwagen! Am 11. Dezember 1924 konrite der neue Bahnhof in Betrieb gehen. Im Herbst 1925 schließlich wurde die Strecke bis Oranienburg elektrifiziert, nun rollte der S-Bahnverkehr alle 20 Minuten.

Bad 13irkenwerder

:Bahnhofs- )llee mit laiml. postamt

54. Postsachen aus Birkenwerder wurden vor 1869 in Oranienburg bestellt. Nach mehreren wechselnden Standorten der Postagentur, die am 1. Mai 1900 in ein Postamt 3. Klasse umgewandelt wurde, konnte schließlich am 1. April 1905 dieses schmucke Gebäude in der Bahnhofsallee 7 (heute Erich-Mûhsam-Straße) bezogen werden. Bereits am 24. Juli 1901 bekam Birkenwerder sein eigenes Fernsprechamt. Die Zahl der Postbeamten betrug am 1.April1903 acht Personen und es gab 123 Fernsprechteilnehmer im Ort.

Neues Postamt

Birkenwerder

55. Der Ort wuchs ständig und mit ihm der Postverkehr, zu dem ein beginnender Kraftpostbetrieb gehörte. Bald benötigte man ein größeres Haus. Die Gemeinde Birkenwerder unterstützte diesesAnsinnen und schenkte der Reichspostverwaltung den Grund und Boden. So konnte im November 1926 mit den Schacht- und Fundamentierungsarbeiten begonnen werden. Nachdem am 29. März 1927 feierlich das Richtfest begangen wurde, konnte am 20. jannar 1928 unser neues Postamt der Öffentlichkeit übergeben werden. 500 000 Reichsmark kostere der wahrlich repräsentative Bau. Bei der in der Schalterhalle verwendeten Holztäfelung handelt es sich, dem Namen des Ortes entsprechend, um Birkenholz. Die Zahl der Postbeamten betrug nun am 1. Januar 1928 dreißig Personen und die Zahl der Fernsprechteilnehmer wuchs auf 440 Anschlüsse an.

56. Ein sehr gepflegtes Restaurant war das 'Sankt Hubertus' . Es lag an der StraßeAm Briesewald. Die Preise waren dem Berliner Niveau angemessen und man kam gerne her, wie uns diese Aufnahme von 1916 beweist. Später zog dann die Staatliche Versicherung der DDR in das Haus. Doch mit dem Ende der Versicherung kam auch das Ende für unser einst so schönes Logierhaus, es verfällt zusehends.

57. Bereitwillig stellte sich der Besitzer des Cafés 'Jägerhof' . Herr Max Schütting. mit seinem Personal dem Fotografen zu Verfügung. Das Café befand sich in der Straße Am Briesewald, vis-à-vis vom Restaurant 'Sankt Hubertus' . Das Bild stammt aus dem [ahre 1909.

58. Mit solchen Finowmaßkähnen wurden noch im Iahr 1 903 Ziegelsteine auf der Havel nach Berlin verschifft. Mit dem so genannten Finowmaß reglementierte der Staat erstmalig die Größe der Lastkähne, sie waren etwa 40 m lang und knapp 5 m breit. Die Ladekapazität betrug 240 Tonnen. Der Gesetzgeber orientierte sich hierbei an den Maßen der neu gebauten Schleusen, da es vorher des öfteren zu Beschädigungen der Anlagen durch zu große Schiffe kam.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek