Blankenfelde in alten Ansichten Band 1

Blankenfelde in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Norbert Diering
Gemeente
:   Blankenfelde
Provincie
:   Berlin
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5378-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Blankenfelde in alten Ansichten Band 1'

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19. Im Jahre 1880 klagte die Gemeinde vor dem Berliner Kammergericht gegen die Gutsherrschaft um den Besitz der Dorfaue. Sowohl das Kammergericht als auch wenig später das Reichsgericht erklärtenjedoch den Besitzer des Gutes als den Eigentümer der Aue. Trotz dieses Streites bildete die einstmals sehr gepflegte Dorfaue einen bevorzugten Treffpunkt für jung und alt.

20. Als Patronin der Schule beschloß Klara von Wartensieben im Jahre 1903, der Gemeinde einen Schulneubau zu schenken. Nach dem Abriß der völlig unzureichend gewordenen alten Schule errichtete der Bauunternehmer Bernhard Lau in knapp sieben Monaten ein neues Schulgebäude. An der am 16. Januar 1905 erfolgten feierlichen Einweihung der Schule nahmen neben der Schulpatronin unter anderem der Oberpräsident der Provinz Brandenburg, von Bethmann-Hollweg, und der Präsident des Regierungsbezirkes Potsdam, von der Schulenburg, teil. Schulleiter der dreiklassigen Gemeindeschule wurde der seit 1904 in Blankenfelde tätige Lehrer Otto Schultz.

21. Der Lehrer Friedrich Peltz begann 1899 mit der Führung einer Schulchronik. Damals waren in Blankenfelde 77 Kinder eingeschult. Achtzehn Jahre später hatte sich die Anzahl der Schulkinder um etwa ein Drittel erhöht. Auf dem vor dem Schulgebäude aufgenommenen Foto sind sitzend von links nach rechts zu sehen: Frau Schultz, Schulleiter Schultz, Gräfin Wartensieben, Pfarrer Zinkernagel. Frau Zinkernagel. Lehrer Döring.

22. Der aus Luckenwalde stammende Lehrer Franz Möbius unterrichtete die Gemeindekinder von 1919 bis 1930. Daneben galt sein Interesse auch der Heimatgeschichte seines Wohnortes sowie des gesamten Kreises Teltow. Als Vorsitzender des Kreislehrervereins regte er im September 1926 auf Vorschlag des Heimatforschers Kar! Hohmann die Gründung eines Vereins zur Errichtung eines Heimatmuseums des Kreises Teltow an. Der Heimatmuseumsverein wurde daraufhin Anfang 1927 im damaligen Kreishaus in der Viktoriastraße zu Berlin gegründet. Das Foto zeigt Franz Möbius mit seiner Frau Elisabeth und seinem Sohn Franz- Werner vor dem Eingang des Schulgebäudes.

23. Wie in vielen Orten des Kreises Teltow, so erhielt auch die Blankenfelder Dorfaue ihr besonderes Gepräge durch den kleinen Dorfpfuhl. Dieser wurde in den dreißiger Jahren gründlich gesäubert und als Schwanenteich ausgebaut. - Nach einer alten Sage soll der Dorfpfuhl entstanden sein, als die Blankenfelder vor Jahrhunderten in ihrer Kirche die erste Glocke aufhängten. Der Teufel, der sich darüber erboste, raubte die Glocke und wollte mit ihr in Richtung Jühnsdorf davonfliegen. Daraufhin warfen die durch den Nachtwächter alarmierten Bauern mit Eichenknüppeln nach ihm. Ein Knüppel traf den Teufel, der erschrak und die Glocke genau an der Stelle fallen ließ, an der sich heute der Dorfpfuhl befindet.

24. Anläßlich des 100. Jahrestages des Gefechtes bei Blankenfelde fand am 24. August 1913 die Einweihungsfeier für das Kriegerdenkmal statt. Das aus freiwilligen Spenden von Blankenfelder Bürgern finanzierte Denkmal war aus märkischen Findlingen auf der Dorfaue errichtet worden. Dabei verarbeitete Maurermeister Lau auch Kanonenkugeln aus den Schlachttagen von 1813. Die an der Südseite des Denkmals angebrachte Tafel enthält die Inschrift: 'Seinen tapferen Kriegern in dankbarer Erinnerung an den 23.8.1813. - Das Infanterie-Regiment Prinz Friedrich der Niederlande. '

25. Das Kriegerdenkmal bot eine bevorzugte Kulisse für Fotoaufnahmen. Das Foto zeigt in der vierten Reihe stehend: ganz links Lehrer Franz Möbius, ganz rechts Lehrer Otto Schultz.

26. Die noch aus den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges stammende Dorfschmiede war ursprünglich eine gemeindeeigene Schmiede. Erst gegen 1860 wurde sie privatisiert. Um 1900 erwarb der Schmiedemeister Friedrich Gossow die Schmiede. Er und später sein Sohn Ernst Gossow führten sämtliche anfallenden Schmiedearbeiten sowohl für das Gut als auch für die im Dorf ansässigen Bauern und Kossäten aus. Dazu gehörte insbesondere das Beschlagen der Kutschund Ackerpferde sowie die Reparatur der Kutschen, Ackerwagen und Pflüge.

27. Das im Jahre 1932 in der Dorfschmiede aufgenommene Foto zeigt den Gesellen Ernst Potratz am Schmiedefeuer.

28. Auf dieser um 1930 entstandenen Aufnahme ist im Hintergrund das Gemeindehaus zu erkennen. Das Gebäude wurde von den Blankenfeldern auch als Armenhaus bezeichnet , da im Gemeindehaus nicht nur die Gemeindediener sondern auch die Armen des Dorfes wohnten. Die Gemeindevertreter ließen das Haus im Jahre 1894 für 5 400 Reichsmark errichten. Als infolge des erhöhten Zuzugs von Neuansiedlern die Verwaltungsaufgaben immer mehr zunahmen , wurde das Gemeindebüro Anfang 1932 aus der Wohnung des Gemeindevorstehers Ziedrich in die unteren Räume des Gemeindehauses verlegt.

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