Bleckede in alten Ansichten

Bleckede in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Neumann
Gemeente
:   Bleckede
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5154-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bleckede in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der ihrem Wesen nachforscht, ihren Sitten, der Wege wandelt, die sie einst beschritten ...

Diese Worte setzte der in Bleekede gebürtige frühere Bürgermeister und Archivar Otto Finger seiner in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg verfaßten Chronik der Stadt Bleekede voran.

Der von mir auf Wunsch der Stadt Bleekede zusammengestellte Bildband 'Bleekede in alten Ansichten' ist nicht unbedingt eine Ergänzung dazu und erfaßt auch nicht die ganze Historie seit Gründung der Stadt Bleekede im J ahre 1209 durch Herzog Wilhelm von Lüneburg, einem Sohn Heinrich des Löwen; dieses Buch enthält auch keine Ausführungen über die wohl für Bleekede bedeutendste Urkunde aus dem Jahre 1310, in der der damalige Herzog Otto der Strenge die Stadt mit besonderen Rechten ausstattete, die sich die Bürger im Laufe der Jahre schlauerweise immer wieder bestätigen ließen; es schildert auch nicht das Leben und das heute noch spürbare Wirken des wohl bekarmtesten Schloßhauptmannes Fritz von dem Berge (1560-1623); es berichtet nichts über die Kriegswirren und Feuersbrünste in frühester Zeit, die Zerstörung, Elend, Not und Tod mit sich brachten. Dieser Bildband umfaßt die Zeit von Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts,

als auch in Bleekede eine neue Zeit begann. Als in den bisher mehr ländlich geprägten Raum Industrialisierung und Technik drangen, die das Leben der Bevölkerung umstellten und erleichterten, Handel und Gewerbe sich festigten, war ein neuer Aufschwung zu spüren.

In dieser Zeit ergaben sich große Veränderungen in der Gerichtsbarkeit und Rechtspflege. Im Jahre 1900 wurde das Bürgerliche Gesetzbuch eingeführt. 1866 annektierte König Wilhelm I von Preußen das frühere Königreich Hannover und führte die Preußische Verwaltung ein. Dadurch wurden aus den bisherigen Ämtern die Preußischen Landkreise und aus den Königlichen Amtmännern Preußische Landräte.

Mit Gesetz vom 1. April 1885 wurden die bisherigen Ärnter Bleekede und Neuhaus zum Kreis Bleekede vereint. Eine Verwaltungsvereinfachung bewirkte in den Jahren 1928/29 den Zusammenschluß der bis dahin selbständigen, aber mit dem Ortskern baulich bereits eng verschmolzenen Vororte, sowie der Orte von Estorffs Acker und Altwendischthun mit dem Flecken Bleckede. 'Bleckede ist wieder Stadt,' verkündete Landrat V.d. Schulenburg anläßlich einer Versammlung in Napps Saal am 13. November 1929. Hierüber konnten die Bleekeder sehr erfreut sein, denn im Wechsel der jeweiligen Obrigkeiten war der Ort seit dem 26. November 1826 nur Flekken gewesen. Die Freude wurde allerdings sehr bald

getrübt durch die Eingliederung des Kreises Bleekede in den Landkreis Lüneburg im Jahre 1932.

Für die gerade zur Stadt erhobene Gemeinde bedeutete dies den Abzug einiger Behörden, den Verlust von Arbeitsplätzen, Sinken der Einwohnerzahlen und eine erhebliche Schwächung der Wirtschaftskraft. Der räumliche und wirtschaftliche Mittelpunkt, den Bleekede als bisheriger Amtssitz (seit 1885 Kreissitz) darstellte, ging durch diese Maßnahme jedoch nicht für alle Zeiten verloren. Trotz der Auflösung des Kreises Bleekede konnte allmählich wieder ein gewisser wirtschaftlicher Aufschwung festgestellt werden.

Landwirtschaft, Handel und Gewerbe erholten sich. Die Einwohnerzahl betrug Ende der dreißiger Jahre rund 2500.

Ein paar Worte noch zur jüngsten Geschichte unserer Stadt: nach den Kämpfen um Bleekede in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde die Eibe zur Grenze und Bleekede zu einer geteilten Stadt. 1 000 ha ihrer Gemarkung lagen am jenseitigen Ufer. Dennoch begarm auch hier ein allmählicher, stetiger Aufschwung, und es wurde trotz Grenzsituation gute Aufbauarbeit geleistet. Das heutige Stadtbild, die öffentlichen Einrichtungen sowie die vorhandene Infrastruktur bestätigen dies. Bleckede, in seiner schönen Lage zwischen Marsch und Geest, Wald und Wasser, ist ein Liebenswerter Ort, in

dem sich nicht nur die ortsansässigen Bürger, sondern auch Gäste und Erholungssuchende wohlfühlen.

Durch die im Jahre 1974 erfolgte Gebietsreform, bei der zwölf Ortsteile mit der Stadt Bleekede zusammengeschlossen wurden, erhöhte sich die Einwohnerzahl auf rund 8 000.

Nach Wegfall der Grenze zur ehemaligen DDR und der erfolgten Wiedervereinigung spricht alles dafür, daß das frühere Amt Neuhaus jenseits der Elbe bald wieder zu Niedersachsen gehören wird. Eine Fährverbindung von hüben nach drüben besteht bereits.

Bleckede, 'Eine kleine Stadt am Rande der Weltgeschichte', wie Dr. Jürgen Byl sie in der Festschrift zur 750-Jahrfeier bezeichnet, ist wieder in die Mitte unseres deutschen Vaterlandes gerückt,

Zum Schluß wünsche ich allen Lesern und Betrachtern dieses Bandes die gleiche Freude, die ich bei der Zusammenstellung des Materials aus vergangener Zeit empfunden habe. Mein Dank gilt ganz besonders Freunden und guten Bekannten, die mir beim Sammeln des Bildmaterials behilflich waren und mir auch hin und wieder wertvolle Hinweise gaben.

Bleckede, Februar 1991

Walter Neumann

Cruss aus :Blec~ede

Lend-atsemt

1. Von der ehemaligen Wasserburg, deren Alter sich nicht genau bestimmen läßt, ist nur noch ein Teil des Rundturmes vorhanden. Den älteren, jetzt noch vorhandenen Schloßflügelließ Herzog Ernst 11. von Braunschweig Lüneburg im Jahre 1600 errichten, der neuere entstand im Jahre 1742. Unter der preußischen Verwaltung wurden am 1. Apri11885 die Ämter Bleekede und Neuhaus zum Kreis Bleekede zusammengelegt. Im Jahre 1932 wurde der Kreis Bleekede mit dem Landkreis Lüneburg vereint. In die freigewordenen Räumlichkeiten des Schlosses zog dann bis zum Jahre 1975 das Amtsgericht Bleckede. Jetzt befindet sich dort die Zweitstelle der Heimvolkshochschule Barendorf. Aus der ehemaligen Kutscherwohnung und der Wagenremise wurde eine Künstlerstätte.

2. Das Kücken-Denkmal wurde am 25jährigen Todestag im Jahre 1907 zum Gedenken des Komponisten und Hofkapellmeisters Friedrich-Wilhelm Kücken eingeweiht, der am 16. November 1810 als Sohn des letzten Scharfrichters in Bleekede geboren wurde. Er lebte zuletzt in Schwerin. Sein musikalisches Schaffen umfaßte mehr als 100 Werke. Allgemein sind bekannt: 'Ach wie is t's möglich dann' und 'Wer will unter die Soldaten', Das Kücken-Denkmal steht jetzt vor dem neuen Sparkassengebäude. Rechts, vom Denkmal teilweise verdeckt, das alte Spritzenhaus, jetzt FahrradWeber.

HecKede a. EIbe.

Am Kückendenkmal mit sehute,

3. Das alte Schulgebäude, in dem sehr viele Bleekeder Kinder ihre Schulzeit begannen, stand in der früheren Gemeinde Vorbleckede, Haus-Nr. 4. Nachdem es den Erfordernissen einer modernen Schule nicht mehr entsprach, wurde es im Jahre 1978 abgerissen. Nun steht an dieser Stelle der Neubau der Sparkasse Lüneburg, davor das Kücken-Denkmal.

4. Schon irn Jahre 1911 gab es in Bleekede einen Kindergarten, der von Fräulein Linchen Hogrefe geleitet wurde und sich auf dem Grundstück des Bäckers Schärer, jetzt Breite Straße 12, Wilhelm Warner, befand. Einige Bleekeder dürften sich oder ihre Angehörigen auf dem Foto noch erkennen.

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L -.neburg~·st'aße

5. Das Haus Lüneburger Straße 1 gehörte früher EIias Katzenstein. Nach dem Tod seiner Tochter Rosa haben deren Erben es im Jahre 1932 für 15 500 RM an die Stadt Bleekede verkauft. Von 1933 bis Ende 1954 befand sich hier das Rathaus. Danach hat es die Familie Wilhelm Tewes erworben und zu dem jetzt noch bestehenden Geschäftshaus umbauen lassen.

6. Die' Alte Wache', Rathaus von 1863 bis 1932. Nachdem das sogenannte Rathaus, früher Flecken Nr. 21, jetzt Breite Straße 51, Optik Helbing, im Jahre 1863 verkauft worden war, wurde für den Verkaufserlös die 'Alte Wache', die unmittelbar hinter dem 'Großen Stadttor' stand, zu einem Rathaus (Magistrat) mit Sitzungssaal für die Bürger und einen Raum für die Registratur des Fleckens sowie der Samtgemeinde und einer Wohnung für den Ratsdiener neu gebaut. 1932 wurde das Haus an Sattlermeister Otto Timme verkauft, der auf dem Grundstück das jetzt noch vorhandene Geschäftshaus errichten ließ.

7. Schutz-, Sicherheits- oder Bürgerwehr für den Flecken Bleekede und die Vororte. Bleekedes Samtgemeinderat erkannte in seiner Sitzung am 16. März 1919 unter Berücksichtigung der unsicheren Verhältnisse im Lande das Bedürfnis zur Bildung einer örtlichen Schutzwehr als 'durchaus erforderlich' an, die dann am 27. Oktober 1919 gebildet wurde. Obiges Bild, Angehörige der Schutzwehr, von links: Gotthilf Ammen, Heinrich Laue, Otto Finger, Wachtmeister Zeek, Albrecht Grethe, Heinrich Niemann und Friedrich Haase.

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Gruss aus Bleekede.

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Verlag: Jakob .Iöller, Bleekede.

8. Postkarte mit Stempel vom 1. Oktober 1903, sie wurde von Bleekede nach Altona geschickt. Links das Geschäftshaus der Familie Oberg, die in den Jahren 1891 bis 1915 den Bürgermeister des Fleckens Bleekede steIlte. 1903 hatte der Flecken 745 Einwohner und war noch nicht mit den Vororten Vorbleckede, Wendischbleckede, Kleinburg-BurgJehn, sowie Von-Estorffs-Acker und Altwendischthun vereint. Dies geschah erst 1928/29.

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