Bleicherode in alten Ansichten

Bleicherode in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Tüngerthal
Gemeente
:   Bleicherode
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5382-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bleicherode in alten Ansichten'

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39. Im Jahre 1894 ließ ein Nordhäuser Heilpraktiker das Badehaus errichten, um hier mit Kaltwasserbädern nach der Methode des Pfarrers Sebastian Kneipp zu praktizieren. Es stellte sich aber schon nach kurzer Zeit heraus, daß dieses Unternehmen eine Fehlspekulation war. So erwarben die hiesigen Kaufleute Bender und Ammon das Badehaus und gestalteten dieses zu einer der schönsten Waldgaststätten der Stadt. Unter der Bewirtschaftung des Gastwirts Kroll erlebte das Kurhaus seine Glanzzeit. Besonders verkehrte hier die jüdische Gemeinde der Stadt.

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40. Am 2. August 1914 erfolgte in der Lindenstraße die erste Pferdemusterung. Benannt wurde die Lindenstraße nach der Linde, die am Postplatz stand. Am Nachmittag des Mobilmachungstages rückten die ersten wehrfähigen Männer Bleicherodes zu ihren Truppenteilen ein. Eine hundertköpfige Menge gab ihnen das Geleit zum Bahnhof Ost. Am aktivsten war vom I. Kriegstag an die hiesige freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz.

41. Auf der 'Löwenburg' existierte eine aus dem Felsen gearbeitete, kleine, mittelalterliche Herrenburg. 1279 saß auf der Löwenburg der Ritter Johannes von Blicherode. In vorgeschichtlicher Zeit nahm sie eine bronzezeitliche Höhenburg auf. Am 27. November 1846 wurde das 15 Zentner schwere gußeiserne Kreuz anläßlich des 50jährigen Amtsjubiläums des Superintendenten Hahn eingeweiht. Es soll an die Verdienste dieses Mannes während der H ungerj ahre von 1843-1846 erinnern.

42. Eine botanische Rarität der Barbarastraße waren ihre Haselnußbäume. Diese hochstämmigen Haselnußbäume gibt es nur noch in Neubrandenburg. Viele Jahre später wurden diese Bäurne wegen Gefährdung der Anliegcrhäuser entfernt. Die riesigen Wurzeln zerstörten ihre Kellerräurne. Die Barbarastraße führt direkt am städtischen Krankenhaus vorbei Richtung Waldgaststätte Japan.

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43./44. In der Uthemannstraße, benannt nach dem ersten Bergrat in Bleicherode, Anton Uthemann, wurde im Jahre 1904 durch die königlich preußische Berginspektion das Wohnhaus des Werkdirektors

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erbaut. 1905 und 1906 entstanden dort auch zwei Beamtenwohnhäuser des königlich preußischen Kaliwerks.

45. DL August Petermann, geboren am 18. April 1822 in der Bleicheröder Neuenstraße 11, war Begründer der modernen Kartographie. Er erhielt für seine Arbeit auf diesem Gebiet höchste Auszeichnungen geographischer Gesellschaften. Außerdem war Petermann Begründer des Weltrufes der Firma Perthes in Gotha. Dort entstanden auch die 'Petermanns Mitteilungen'. Am 25. September 1878 beging DL August Petermann, ebenso wie sein Vater 1841 in Sollstedt, in Gotha Selbstmord. Am 18. April1909 wurde ihm zu Ehren durch den Rat der Stadt ein Gedenkstein an seinem Geburtshaus enthüllt, was auf dem Foto zu sehen ist.

46. Der Kuhbrunnen ist eine Quelle im 'Langen Tal' der Bleicheröder Berge. Er war stets ein beliebtes Wander- und Ausfiugsziel für Groß und Klein. Der Oberförster Kar! Genzei erschloß mit seinen tüchtigen Holzhauern den Stadtwald, der 1911 durch den Ankauf des Windoldskopfes eine wesentliche Erweiterung fand. So wurden Waldwege angelegt, Schutzhütten gebaut, eine Rodelbahn unter der Löwenburg geschaffen und der Kuhbrunnen als Partieplatz hergerichtet. Das Wirken Genzeis wurde damit belohnt, daß Bleicherode den staatlichen Modus eines Luftkurortes im Jahre 1911 erhielt.

Bleicherode

Aussichtsturm

47. Der Aussichtsturm wurde 1912 vom Zimmermeister Hermann Henne auf dem Plateau der Vogelbergklippen (446 m über NN) in Holzkonstruktion errichtet. Infolge fehlender Instandsetzungsgelder wurde er 1924 baupolizei!ich gesperrt. Sein endgültiger Abriß erfolgte 1927.

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48. Als der 'Stadtkeller' (heute 'Bleichtal') den Anforderungen nicht mehr genügte, kaufte 1700 die Stadt das heutige Grundstück auf dem 'Plan' und errichtete einen 'Ratskeller". Dieser wurde auf Veranlassung des Kriegsrats Fischer abgerissen, und 1735 erfolgte der jetzige Bau mit dem angrenzenden neuen städtischen Brauhaus. Der preußische König Friedrich II weilte 1754 im Bleicheröder Ratskeller und empfing dort die Huldigung der Honsteiner Landstände.

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