Bleicherode in alten Ansichten

Bleicherode in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Tüngerthal
Gemeente
:   Bleicherode
Provincie
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5382-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bleicherode in alten Ansichten'

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49. Begrenzte Stadtrechte erhielt das Straßendorf Blicherode 1322 vom Grafen Heinrich von Honstein, d.h., Bleicherode besaß nur die Fischereirechte , durfte eine eigene Stadtverwaltung einrichten, im Jahr vier Märkte abhalten sowie ein eigenes Siegel und Wappen führen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entwickelte sich das Marktwesen des Ackerbürgerstädtchens sprunghaft. Ab 1648 wurden vier Jahrmärkte abgehalten. Einrnal irn Jahr fand auf dem Georgenberg ein Pferdemarkt statt. 1890 wurde ein Töpfermarkt vor der Marienkirche (im Bild) abgehalten.

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50. Am 21. Oktober 1915 wurde das Rekrutendepot des Ersatzbataillons des Infanterie-Regiments 83 in Stärke von 500 Mann von Grinsheim am Rhein nach Bleicherode verlegt. Im März 1916 ging der erste Transport ausgebildeter Rekruten an die Fronten in Ost und West. Jeder Mann erhielt vom Magistrat der Stadt Zigarren, Seife , Stiefellappen. Lichte und Streichhölzer. Am 20. Mai 1916 erfolgte die Auflösung des Depots und Umwandlung in die fünfte Ersatzkompagnie des Res. Infanterie-Regiments 83. Diese Kompagnie lag bis Kriegsende 1918 als Garnison in Bleicherode.

51. In Bleicherode besaßen 1739 von 246 Wohnhäusern 69 die Braugerechtigkeit. Das bürgerliche Brauhaus in der Braustraße wurde 1764 von Bürgern, die die Braugerechtigkeit besaßen, erbaut. Dieses Brauhaus verzapfte in einem Jahr z.B. 1 915 Tonnen Bier. Das Brauhaus wurde 1837 vom Orgelbauer Robert Knauf gekauft. In ein neuerbautes Gebäude in der Braustraße auf dem Foto rechts wurde später die Notenbank untergebracht.

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BLEICHERODE. zum Deut ehen Kaiser

52. Der Deutsche Kaiser in der Ölstraße wurde 1889 von Fritz Wilke erbaut und 1893 wesentlich durch den Anbau eines Saales und Kaffeegartens erweitert. Mit der Gründung eines sozialdemokratischen Wahlvereins am 12. Oktober 1910 rückte der Deutsche Kaiser als Versammlungslokal der Sozialdemokraten in den Mittelpunkt politischer Auseinandersetzung. Der SPD-Wahlverein erfaßte in seiner Mehrzahl die Weber, die ländliche Arbeiterschaft und das Baugewerbe. Anfang Aprill911 fand im Deutschen Kaiser eine Protestversammlung gegen das aus dem Jahre 1910 stammende Kaligesetz statt. Der Saal füllte 400 Personen, darunter zahlreiche Bergleute.

13"'icherooe Liiwentorstraße - Gastwirtschaft zur Post

53. Karl John, ein typischer Geschäftsmann seiner Zeit, hatte mit seinem Gaststättengewerbe soviel Erfolg, daß er 1912 in der Freiheitsstraße eine ganze Häuserfront bauen ließ. Hierzu gehörte auch das Eckhaus (siehe Foto) in der Löwentorstraße 9. Hier richtete er für seinen Sohn Karl die Gaststätte 'Zur Post' ein. Die Ausstattung sowie das gesamte Lokal entsprachen dem Niveau gutbürgerlicher Gastronomie und Vereinsleben.

54. Der eigentümliche Verlauf dieses Straßenabschnittes wurde im Volkstümlichen mit einer 'Kittelwurst' verglichen. Daher die Bezeichnung 'Kittel' als Verbindung von Hauptstraße und Bahnhofstraße. Am Bleicheröder 'Kittel' befindet sich das 1861 erbaute Hotel 'Kühn', später 'Erholung'. Es bestand aus 5 heizbaren Stuben mit den erforderlichen Kammern, 2 Keller , 1 Tanzsaal, 1 Kegelbahn, 1 Kaffeegarten. 1894 wurde es von den Gebrüdern Krause übernommen. Karl Krause verpachtete das Hotel Erholung in den zwanziger Jahren an Hotelier Müller. Er verkaufte es an den ehemaligen Oberkellner des 'Ratskellers' in Kassel Heinrich Ulrich. Nach dessen Tod erlosch die Konzession.

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55.156.157. Nach langjährigen Verhandlungen wurde im Jahre 1880 der Grundstein für eine neue Synagoge gelegt. Die jüdische Gemeinde hatte durch freiwillige Spenden 15 000 RM aufgebracht, um diesen

Bau durchzuführen. Der Entwurf stammte von Baurat Edwin Oppler aus Hannover, Maurermeister Schirmer aus Bleicherode führte die Bauarbeiten durch. Der Bau wurde im Frühjahr 1882 vollendet,

und am 1. Juni 1882 wurde die Synagoge eingeweiht. Die Gesamtausgaben für den Neubau betrugen 45 000 Reicbsmark.

58. Während des Ersten Weltkrieges existierte in Bleicherodc von 1916 bis 1918 ein Zulieferbetrieb für die Flugzeugindustrie. Es handelte sich um die Berliner Firma RADJEN, die Flugzeugpropeller mehrerer Typen herstellte. Die Fabrikanlagen umfaßten eine Fläehe von fünf Morgen, und der provisorische Flugplatz selbst hatte eine Größe von 76 Morgen. Auf dem Foto sind der Doppeldecker zum Einfliegen der Propeller sowie zwei Arbeiterzu sehen, der rechte von ihnen zeigt Willi Herzog.

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