Blumberg in alten Ansichten

Blumberg in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Prillwitz
Gemeente
:   Blumberg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4730-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Blumberg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Es ist nicht leicht, einen Ort in alten Ansichten und Postkarten darzustellen, der zwar schon vor langer Zeit Stadtrechte besaß, aber bis in unser Jahrhundert nur dörflichen Charakter hatte, keinen Fremdenverkehr aufweisen konnte und dessen Einwohnerzahl bis etwa 1935 nie mehr als 800 betrug. Nur aufgrund unermüdlicher Reeherehen konnte längst vergessen geglaubtes Bildmaterial aus manchem Fotoalbum unverhofft wiederentdeckt werden, wofür an dieser Stelle allen Beteiligten, die zum Gelingen dieses Bändchens beigetragen haben, herzlich gedankt sei.

Blumberg - aus seiner Geschichte

Blumberg liegt im Südwesten der Bundesrepublik und hat mit dem Schweizer Kanton Schaffhausen im Randengebiet einen gemeinsamen Grenzverlauf. Die Stadt befindet sich am Schnittpunkt von Südschwarzwald, Baar, Randen und Hegau, eingebettet im Hochtal (700 m. ü.M.) des ehemaligen Urstromtales der Feldbergdonau zwischen Eichberg und Buchberg. Das breite Tal fällt im Südwesten steil zur Wutach ab, nach Nordosten mit schwachem Gefälle zur Donau. Die alte

Straße über das Ried - heute vielbefahrene Bundesstraße - markiert die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau.

Die erste urkundliche Erwähnung findet Blumberg im 13. Jahrhundert, als die adligen Herren von Blumberg auf dem Hügel unmittelbar am Steilabfall zum Wutachtal eine Burg errichteten, zu deren Versorgung und in deren Schutz das erste Dorf, heute noch 'Städtle' genannt, entsteht.

Als ältester Siedlungsrest gilt der 'Steppacher Hof' beim 'Zollhauser Ried', der bereits im 12. Jahrhundert als Besitz des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen genannt ist. Strategisch lag die Burg ideal: im Südwesten war sie durch die steilen, bis heute immer wieder abrutschenden Hänge geschützt; von Nordosten sperrten das Hochmoortal und später zusätzliche Weiheranlagen den unerwünschten Zutritt. Der durch dieses Gebiet führende einzige Weg, als Knüppeldamm bekannt, konnte leicht kontrolliert werden.

1499 wurde das Dorf Blumberg im 'Schweizerkrieg' zerstört; die Burg widerstand. 1529 ging die Herrschaft Blumberg in den Besitz des Hauses Fürstenberg über. Gegen Ende des Dreißigjähri-

gen Kriegs (1644) wurde die Anlage zerstört; im 19. und 20. Jahrhundert verschwand der Rest. Etwa um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurden die im hiesigen Raum lagernden Bohnerzvorkommen entdeckt. Eine wirtschaftliche Ausbeutung wurde mehrfach versucht, aber wegen Unrentabilität immer wieder eingestellt. Übrigens zeigt ein Gemälde des 17. Jahrhunderts Kamele, welche zeitweilig zum Erztransport verwendet wurden. Erst die Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten bescherten Blumberg einen beispiellosen und überstürzten Aufschwung. Etwa ab 1935 wurden die bekannten Erzlager großtechnisch abgebaut. Gigantische Betriebsanlagen entstanden in kürzester Frist. Die gewaltigen, aber geringprozentigen Erze wurden zur Verhüttung ins Saarland transportiert. Die Einwohnerzahl stieg auf 7 000 an, was den Rahmen der damaligen Infrastruktur sprengte. In kürzester Zeit mußte Wohnraum geschaffen werden, was nur in einer rigorosen Beschränkung auf wenige Bautypen und unter Verzicht auf jeden Komfort erreicht wurde.

Am 10. April 1942 wurde der euphorisch angekurbelte Großbetrieb abrupt eingestellt. Die plötzli-

ehe Not unter der Bevölkerung, den Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen war unbeschreiblichgroß.

Inzwischen siedelten sich neue Betriebe an. Neubaugebiete zeugen von der selbstbewußten Vitalität der Stadt, die nach der Gemeindereform Kernstadt für viele ringsum liegende Teilorte wurde. 1990 feiert sie mit ihren über 10 000 Gesamteinwohnern das 100jährige Betriebsjubiläum 'ihrer' Museumsbahn.

Möge das vorliegende Bändchen mit seinen oft nostalgischen Bildern aus längst vergangenen Tagen Freude bereiten und beim Durchblättern so manche Erinnerungen an frühere Zeiten wachwerden lassen.

Zur Untertitelfindung wurden folgende Werke benützt:

K.S. Bader, Burg, Dorf, Stadt und Herrschaft Blumberg.

J. Spintzik, Die Kirchengeschichte von Blumberg. G. Walcz, Doggererz in Blumberg.

K.S. Bader, Die geschichtlichen Flur-, Haus- und Geländenamen von Blumberg.

1. Und nun lädt Blumberg herzlich ein zu einer Bilderreise in vergangene Tage, bevor die Erinnerungen und Zeugnisse verblassen.

Alte Plakatsäule am Ortseingang.

2. Die Herren von Blumberg, ein fürstenbergisches Dienstmannengeschlecht, errichteten um 1250 bis 1260 auf dem Hügel unmittelbar über dem Wutachtal eine Burg. Diese Befestigungsanlage sollte wahrscheinlich den wichtigen Straßenzug Schaffhausen-Hüfingen dekken und reihte sich damit in das Befestigungssystem ein, das die Fürstenberger ausgebaut hatten.

Hier ein Rekonstruktionsversuch des Heirnatmalers Schneider-Blumberg aus dem Jahre 1935. Heute weiß man, daß die Mauerführung um 'Städtle' und Burg anders verlief.

3. Nach wechselvoller Geschichte ging die Burg 1529 in den Besitz der Grafen von Fürstenberg über. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Franzosen besetzt. Um sie beim Abzug nicht den kaiserlichen Truppen in die Hände fallen zu lassen, sprengte sie der Kommandant de la Valette 1644. Die noch stattlichen Reste der Burg zerfielen im Laufe der Zeit immer mehr. N ach über 700 Jahren Blumberger Burggeschichte wurden die letzten Reste in den fünfziger Jahren abgerissen. Noch im Dezember 1912 bot sich dem Fotografen diese imposante Kulisse.

4. Eine der ganz frühen Fotografien vom Dörfchen Blumberg. Sie dürfte um 1900 entstanden sein. Blumberg war zu dieser Zeit ein Flecken von weniger als 800 Einwohnern. Fotografische Dokumente dieser Zeit sind selten, stand doch die Kunst der 'Lichtbildner' noch sehr am Anfang ihrer Entwicklung. U mso bewundernswerter, daß Blumberg einen solchen Fotopionier besaß.

5. Neben einem um die Heimat verdienten Fotografen weist das Dorf auch einen - über seine Grenzen hinaus bekannt geworden en - Heirnatmaler auf, der seinem Familiennamen sogar 'BIumberg' hinzufügte: Bernhard Schneider-BIumberg. 1934135 malte er seine Heimatgemeinde. Hier der Dorfeingang mit dem alten Zöllnerhaus und den Anwesen Metzger, Rossi und Selb.

6. Das Blumberger Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde durch Spenden der gesamten Bevölkerung finanziert. Der Entwurf stammt von dem Blumberger Architekten Theo Schmid, die Ausführung von seinem Bruder, Steinhauermeister Schmid. Die Initiative für das Denkmal ging vom 1926 gegründeten Kriegerverein Blumberg aus.

7. Die Feierlichkeiten zur Einweihung des Kriegerdenkmals fanden ihren Höhepunkt am Sonntag, den 15. Juli 1928. Nach vorangegangenem Festgottesdienst fand am Nachmittag die Denkmalsenthüllung statt. Militärische Ehrenwachen unterstrichen die Denkwürdigkeit des Tages. 1914-1918 hatte Blumberg 29 Kriegsopfer zu beklagen.

Blumberg

Sehleilbacb,!älle

8. Eine der wenigen Postkarten aus dem zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts, Die Gesamtansicht zeigt den Bliek vom östlichen Eichberghang auf Blumberg. Durch die Spitzund Kreuzwiesen schlängelt sich der 'Sauweg' , der schon in alter Zeit Uferpfad des Weihers im Ried war.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek