Blumberg in alten Ansichten

Blumberg in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Prillwitz
Gemeente
:   Blumberg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4730-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Blumberg in alten Ansichten'

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59. Die Bauarbeiten des dreistöckigen Schulhauses machten rasch Fortschritte. Das Richtfest wurde im damals üblichen Fahnenschmuck begangen. Bei den Erdarbeiten stieß man auf drei Gräber mit Steinfassungen und Grabbeigaben. Das Freiburger Denkmalamt wies sie als Alemannengräber aus. Das Häuschen im Vordergrund gehörte bis in die Mitte der siebziger Jahre der evangelischen Kirchengemeinde. Heute ist es in Privatbesitz,

60. Das zunächst im Tagebau am Eichberg geförderte Erz mußte schnell, sicher und preiswert zur Eisenbahnverladestation beim Bahnhof in Zollhaus gebracht werden. Wegen der Geländegegebenheiten bot sich nur der Transport auf Feldbahngleisen über Brücken vom Eichberg zum Stoberg und über das Ried zum Südwerk an. Hier entsteht die Ostrampe für die Brücke zum Eichberg. Im Hintergrund entsteht das Maschinenhaus für den Kettenzug der Loren nach Zollhaus.

61. Aus einem beschaulichen kleinen Dörfchen entsteht die größte zusammenhängende Bergarbeitersiedlung im Südwesten Deutschlands. Diese gleichförmige Bauweise hat das Gesicht Blumbergs nachhaltig bis heute geprägt. Man versteht dies, wenn man bedenkt, daß binnen weniger Monate Wohnraum für viele tausend Menschen in einer neuen Gegend geschaffen werden mußte und für Individualismus kein Geld und keine Zeit zur Verfügung standen.

62. Es war sicher nicht leicht, in einer schwierigen Zeit Bürgermeister eines über Nacht schier planlos und unüberschaubar wachsenden Ortes zu sein. Alle Wünsche konnten nicht erfüllt werden, manches blieb Wunschtraum. Bürgermeister und Architekt Theo Schmid (mit Mütze) bei einer Lagebesprechung im Ort.

63. Nach der raschen Fertigstellung der Scheffelschule übernahm der neuangesiedelte Betrieb Kopperschmidt die Schulbaracken im Herrengarten. Als rüstungswichtiges Unternehmen eingestuft, mußten die Firmenangehörigen dennoch an militärischen Übungen teilnehmen: 'Wehrsportertüchtigung im Herrengarten '.

64. Kommerzienrat Dr. Hermann Röchling weiht das aus Blumberger Erz gegossene Mahnmal zur Erinnerung an die Bergbauzeit mit seinen unvergessenen Opfern ein. Sekunden nach dieser Aufnahme fiel das schwarze, verhüllende Tuch und gab den Bliek frei auf den in Lebensgröße mit gesenktem Kopf trauernden Bergmann, der heute noch an gleicher Stelle am Beginn des Tunnelweges steht und im Volksmund 'Schwarzer Mann' genannt wird.

65. Für die rasch wachsende Bevölkerung mußte auch ein im damaligen Zeitgeist repräsentativer Ratssaal geschaffen werden. Im Jahre 1936 fertigte der Blumberger Schreiner Schneider das Mobiliar dafür in solider Handwerksarbeit an.

66. Eine gewaltige, über einen Kilometer lange, doppelstöckige Brücke überspannte das Ried. Darüber wurde das geförderte Erz in Loren, welche mit einer endlosen Kette verbunden waren, vom Nordwerk zum Südwerk beim Bahnhof in Zollhaus gezogen. Der Rücktransport der leeren Loren erfolgte im Gegenverkehr auf der Brücke. Die Antriebsaggregate dafür befanden sich im Maschinenhaus am Stoberg. Im Vordergrund ist ein Teil der ehemaligen Erzaufbereitungsanlage mit Gleisanschluß zu erkennen.

67. Wenn auch diese Aufnahme vor Ort im Stoberg aus dem Jahre 1936 nicht einer gewissen romantischnostalgischen Idylle entbehrt, so soll doch nicht vergessen werden, daß die Bergmänner damals in jenen Anfangsjahren des Erzgroßabbaus noch im Handvortrieb arbeiten mußten. Die Sicherheitseinrichtungen waren unzureichend und oft primitiv, und es gab zahlreiche folgenschwere Unfälle.

68. Wohl nur sonntags und in angemessenem Abstand von der Baustelle konnten Neugierige den raschen Fortschritt der Werkshallen bei Zollhaus bewundern. In der Lurgi-Anlage wurde das Erz für den Weitertransport zur Verhüttung im Saargebiet geröstet. Der größte Teil der gesamten Anlage wurde nach dem Krieg von 'Teves' übernommen. Hier werden heute noch Ventilkegel für die Automobilindustrie in mittlerweile auf den modernsten Stand der Technik ausgebauten Anlagen hergestellt.

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