Bockenem in alten Ansichten Band 1

Bockenem in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Klaube
Gemeente
:   Bockenem
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1889-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bockenem in alten Ansichten Band 1'

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29. Das bekannte Bockenemer Freibad wurde zu Beginn der dreißiger Jahre im Zuge des damaligen Arbeitsbeschaffungsprogrammes gebaut. Gearbeitet wurde vorwiegend per Hand. Da das gesamte Gelände abschüssig lag, mußte auf der einen Seite abgetragen und an der anderen angekippt werden. Im Verlaufe der Liegewiesen bestanden mehrere städtische Bleeke zu einem Vierteloder einem halben Morgen. Auf Höhe des Einganges befand sich ein Schuttplatz. (Debus, Bockenem.)

30. Von Anfang an bestand im Freibad die Restauration Tegtmeyer. Sie wurde vor zwei Jahren nach erfolgter Freibadsanierung von Frau Lieselotte Tegtmeyer aufgegeben. Die Bockenemer haben hier am Sommerabenden gern gesessen. Die Aufnahme ist kurz nach der Eröffnung gemacht worden. Der etwas höher gelegene Pavillon wurde erst später hinzugebaut, auch die Pergola und der befestigte Badumlauf sind spateren Datums. Um das Wasser nicht zu stark zu verschmutzen, hatte man einen Lattenrost um das Becken herumgelegt. (Grotjahn, Bönnien.)

31. Den Schützenverein gibt es in Bockenem seit 1871. Das alljährliche Freischießen war zuvor eine städtische Angelegenheit. 1871 hatten die städtischen Collegien die Abhaltung abgelehnt, weil ihrer Meinung nach bei der Bevölkerung kein Interesse mehr bestand. Darauf erfolgte von verschiedener Seiten Protest, und der Beschluß wurde schließlich korrigiert. In der Folge entstand ein von der Stadt unabhängiger Privat-SchützenVerein. Die Stadt hatte gegen diese Lösung nichts einzuwenden. Sie stellte für das Schießen weiterhin die städtischen Kanonen, den Schießplatz und aus dem Hachumer-Holz Maibäume und Eichenlaub zur Verfügung. Das Bild zeigt den Schützenumzug 1913. (Museum Bockenem.)

32. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges mußten im Ambergau Straßenkontrollen durchgeführt werden. Angeblich wollte Frankreich Gold nach Rußland schmuggeln. Zu dieser Brückenwache im Jahre 1914 hatte man den Sattler und Polsterer Friedrich Lüder (Schwiegervater von H. Bax), den Gärtner Meyer (Vater von F. Meyer) und den Frisör Flagge (Vater von F. Flagge) abgestellt. (Museum Bockenem.)

Gruß vom Kön'çsturrn b, Bockenern

33. Die Bockenemer Landwehr, die die Feldmark gegen Bornum, Ortshausen, Mahlum, Volkersheim und Schlewecke abgrenzte, entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Dort, wo ein Weg diese Landwehr durchschnitt, stand ein Turm. Der Königsturm zwischen Bockenem und Bornum bildete zugleich die Landesgrenze und war auch Zollstelle. Die angegliederte städtische Gastwirtschaft bestand bis etwa 1920. Stark besucht war sie vor allem sonntags, wenn am Abend zum Tanz aufgespielt wurde. Vor zehn Jahren hat die Stadt Bockenem das früher auch mit einer Landwirtschaft verbundene Anwesen an einen Privatmann verkauft. (Lindemann, Bornum.)

Harzer Achsenwerk

Gruß aus ßornurn a. Harz.

34. Als zweitgrößte Ortschaft im Ambergau kam Bornum zusammen mit den anderen ehemals braunschweiger Dörfern aus dem Gebiet rechts der Nette erst 1974 zur Stadt Bockenem, Bornum ist ein vorwiegend von der Arbeiterschaft der früheren Wilhelmshütte und der Harzer Apparate-Werke (vormals Harzer Achsenwerke) geprägter Ort. Die wenigen bäuerlichen Anwesen bestehen in dem östlich gelegenen Kerndorf. Nicht mehr vorhanden ist die alte Linde, die bei der Kirche stand. Das Geschäftshaus W. Fehlig war lange Zeit - die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1909 - die bedeutendste Einkaufsstätte in Bornum. (Lindemann, Bornum.)

35. Nicht befestigt ist um 1930 noch die Dorfstraße in Bornum. Der Kirchturm im Hintergrund war während des Dreißigjährigen Krieges zusammen mit dem Kirchenschiff 1641 von kaiserlichen Truppen ausgebrannt worden. Nicht beweisbar ist die Behauptung, daß es sich bei der Bornumer Kirche um eine Wehrkirche handelt. Die Person auf der linken Bildseite ist Heinrich Waßmann aus Königsdahlum. (Waßmann, Königsdahlum.)

36. Alle im Ambergau an der Nette gelegenen Ortschaften verfügten über alte Mühlen. In der ehemals herrschaftlichen Getreidemühle in Bomurn mußten im 16. Jahrhundert die Einwohner von Bornum, Ortshausen, Jerze, Klein-Rhüden und Hahausen mahlen lassen. Auch für sie galt der damalige Mühlenzwang, den die Obrigkeit ausübte. Wahrscheinlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Mühle privatisiert. Sie stellte ihren Betrieb unter dem letzten Müller Franz Löffler im Jahre 1965 ein. (Waßmann, Königsdahlum.)

37. Die Aufnahme zeigt die Bornumer Mühle von Westen her. Dort, wo die Kinder das Futter einholen, bestand der sogenannte Rhüder- oder Greventeich. 1556 zum ersten Mal genannt, faßte er 128 Morgen und war damit der größte im ehemaligen Amt Seesen. Für die 172 in Bornum eingerichtete Wilhelmshütte bildete er einen wichtigen Standortfaktor. Als der Damm dieses Teiches 1777 nach einem Hochwasser erneut brach, legte man das gesamte Gebiet trocken: der nördliche Teil wurde Ackerland, der südliche Wiese. Das Bild läßt erkennen, daß die Mühle und die benachbarten Anwesen außerhalb des Überschwemmungsbereichs lagen. (Waßmann. Königsdahlum.)

38. Die Anlage des Rhüder Teiches diente ursprünglich wohl der Fischhaltung. In dem nahe der Mühle gelegenen Fischerhaus wohnten der Fischmeister und ein Teichwärter. Mit der Aufgabe des Teiches im Jahre 1777 verlor auch das Haus seine Funktion. Mit der Zeit war es immer baufälliger geworden, so daß man sich entschloß, es abzureißen. Das geschah im Jahre 1957. Die Aufnahme stammt von 1929. Die drei Frauen vor dem Haus sind - von links nach rechts - Helene Humm, Martha Brunke und Anna Dörre. (Dörre, Bornum.)

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