Bockenem in alten Ansichten Band 1

Bockenem in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Klaube
Gemeente
:   Bockenem
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1889-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bockenem in alten Ansichten Band 1'

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49. Eine Mäuseplage hatte zu Beginn der dreißiger Jahre den Ambergau heimgesucht. Hinzu kamen Unmengen von Hamstern und Hasen, von deren Auftreten die Bauern sich nicht begeistert zeigten. Ehe im Herbst die Feldbestellung begann, bildete man damals in Bönnien zwei Personengruppen, die systematisch die gesamte Feldmark einschließlich der Straßenränder und Bachufer nach Mäuselöchern und Gängen absuchten und mit Giftkörnern belegten. Der Erfolg soll durchschlagend gewesen sein. (Ernst, Bönnien.)

50. Ende des vorigen Jahrhunderts wurde die Milch auf den meisten Betrieben noch in Satten geschüttet, und am darauffolgenden Tag schöpfte man den Rahm ab und butterte. Die Magermilch machte man zu Speisoquark oder verfütterte sie. Die ersten Milchverarbeitungsbetriebe im Harzvorland waren um die Jahrhundertwende entstanden. Das verlangte einen Transport der Milch, zuerst mit Pferd und Wagen, dann mit dem Traktor und heute mit dem Tankwagen - eine Entwicklung, die innerhalb weniger Jahrzehnte stattfand. Diese Milchfuhre aus Nette mit dem Landwirt Uhde ging um 1930 nach Bockenem. Die ersten Netter Bauern hatten sich bereits 1912 der Bockenemer Molkerei angeschlossen, die letzten im Jahre 1934. (Fischer, Wohlenhausen.)

51. Handwerker auf den Dörfern sind heute nicht mehr die Regel. In der Bornumer Bahnhofstraße, jetzt Werkstraße, arbeitete um 1920 Wilhelm Waßmann. Er hatte die Tischlerei bereits von den Eltern übernommen und fertigte unter anderem Modelle für die Harzer Achsenwerke, Waßmann - in der Bildmitte - arbeitete noch bis 1942, seine Werkstatt wurde bis 1960 fortgeführt. (Waßmann, Königsdahlum.)

Molkerei

Ga thau L. Kllu't/ aus ßülturn

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52. Bültum gehört zu den in fränkischer Zeit überformten Ortschaften im Ambergau. Die dem heiligen Martin geweihte Kirche - unter anderem ein Indiz für fränkische Gründungen - wird 1234 genannt. Der Turm enthält noch romanische Reste, und das Kirchenschiff ist in dieser Form 1502 erneuert worden. Linkerhand am Eingang in das Dorf von Bockenem her hatte 1887 Louis Knust einen Neubau mit einer Gastwirtschaft errichtet. Diese bestand bis Dezember 1968. Die Molkerel war 1889 als Genossenschaft von den Bültumer Bauern gebaut worden. 1900 kam sie in Privathand der Familie Ramm, die ihr auf der anderen Straßenseite eine Schweinemästerei (linker Bildrand) angliederte. 1943 wurde die Molkerel zwangsweise geschlossen und die Maschinen in das Generalgouvernement überstellt. (Museum Bockenem.)

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53. Gern erinnern die Ilder sich noch an ihren herrlich gelegenen Kastanienhof. 1922 hatte ihn Friedrich Sievers inne, der hier auch Übernachtungsmöglichkeiten und einen Ausspann offerierte. Der Nachfolger Georg Wißbröcker führte die Gastwirtschaft von 1932 bis 1950 und verkaufte sie an die Familie Cronjäger, die sie bis 1970 bewirtschaftete und dann zwei Jahre später veräußerte, Seitdem das Anwesen jetzt einer anderen Funktion zugeführt wurde, besitzt Groß Ilde keine Gastwirtschaft mehr. (Löhr, Bönnien.)

rlfary b. Bockenezn

Gasthof Hermann Brandes.

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54. In Hary warb 1912 der Gasthof Hermann Brandes. Das Haus war 1878 auf der alten Hofstelle 45 erbaut worden, die der aus Clauen stammende Caspar Heinrich Brandes um 1850 erworben hatte. Die Gaststätte lag unten rechts, und oben bestand ein großer Tanzsaal. Der Ausschank wurde 1920 aufgegeben. Die zweite Haryer Gastwirtschaft jener Zeit von Otto Kasten lief dagegen noch bis Ende der fünfziger Jahre. (Lindemann, Bornum.)

55. Das Gutshaus auf dem Hof Sä1zer in Jerze stammt in seinem Mittelteil aus dem Jahre 1701. Die Anbauten links und rechts sind späteren Datums und im Gegensatz zum Mitteltrakt unterkellert. Bis zur Verkoppelung galt das Anwesen als Schriftsassenhof und geht als soloher mindestens bis in das 13. Jahrhundert zurück. Das Gut war im vorigen Jahrhundert im Besitz der Familie Strauß. Es wurde 1913 von Wi1li Grotefend übernommen und kam 1928 an Christian Sä1zer. Zu jener Zeit war es, wie das Foto zeigt, in seinem Erdgeschoß noch von wildem Wein umgeben. Diesen ließ der jetzige Besitzer Martin Sä1zer 1953 herausnehmen, da er das Fachwerk zerstörte. (Sälzer, Jerze.)

56. Der Negenborn vor Königsdahlum ist eine Karstquelle, die aus der Harplage gespeist wird und mit unterirdischen Wasserläufen Verbindung zum Dillsgraben besitzt. Die Bank vor dem kleinen Quellteich schätzte man auch früher schon als Platz zum Ausruhen. Der Bliek schweift von hier aus über den gesamten südlichen Ambergau. (Waßmann, Königsdahlum.)

57. Mit Bliek auf dem vormaligen Königshof hatte man 1830 das Dahlum im Ambergau, im Unterschied zu Salzdahlum bei Wolfenbüttel und Groß und Klein Dahlum bei Schöppenstedt, Königsdahlum genannt. Die Dorfstraße zeigt linkerhand die Schmiede von Gustav Palandt und rechts vorn die 1902 erbaute Milchannahmestelle, die im Obergeschoß Arbeiterwohnungen besaß. Dahinter liegt das Anwesen des Landwirts Brennecke, heute Förster. Den Gasthof Harenberg gab es bereits im vorigen Jahrhundert. Er leistete auch Vorspanndienste für die Post und wurde bis in die zwanziger Jahre gehalten. Das Foto läßt erkennen, daß es in Königsdahlum früher längs der Dorfstraße viel Grün gab. (Lindemann, Bornum.)

Gastbof Heinriéh Harenbere.

Dorfstraße .. -

Gruß aus Königsdahlum.

58. Vom Hofe der Mühle aus ist dieses Bild gemacht worden. Es zeigt das Arbeiterhaus der Mühle, in dem ursprünglich eine kleine Landwirtschaft bestanden hatte. Rechts daneben liegt die Tischlerei Ackermann, wieder rechts davon steht das Bahnhofsgebäude. (Waßmann, Königsdahlum.)

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