Bockenem in alten Ansichten Band 1

Bockenem in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Manfred Klaube
Gemeente
:   Bockenem
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1889-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bockenem in alten Ansichten Band 1'

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59. Als zwischen 938 und 956 Kaiser Otto I. seine Pfalz Dahlurn sechsrnal aufsuchte, wird es dort sicher schon die Mühle gegeben haben. 1623 wird sie durch den Hildesheirner Bischof Jobst Edmund verlehnt. Der Mahlbetrieb ging noch bis in die sechziger Jahre, Neben der Getreide- und der Ölmühle gab es in den letzten Jahrzehnten auch eine Sägemühle. Das Anwesen ist inzwischen verkauft worden. Unverändert erhalten in ihrem Aussehen sind das Mühlengebäude und das in Fachwerk gehaltene Wohnhaus. (Kölle, Rhüden.)

Xönigsdahl.~

60. Auf Königsdahlumer Gebiet förderte am Nordrand der Zechsteinaufwölbung des Rhüdener Sattels zwischen 1909 und 1922 der Kalischacht Hermann Il. Das Unternehmen lag in der Hand einer in Hildesheim eingetragenen Vereinigung, der vormaligen Kalibohrgesellschaft 'Beständigkeit'. Der Schacht wurde 1905/1907 und noch einmal 1910 abgeteuft. Die Endtiefe betrug 1 166 Meter. 1910 verarbeitete die kleine Fabrik täglich 2 000 Doppelzentner Rohsalz. Da man keine Konzession zur Ableitung der Abwässer besaß und eindampfen mußte, geriet das Unternehmen aufgrund des hohen Brennstoffverbrauches in wirtschaftliche Schwierigkeiten und mußte den Betrieb erstmals 1913/14 stillegen. (Brakebusch, Wohlenhausen.)

61. Trotz Einstellung des Förderbetriebes baute man auf Hermann Il. die Anlagen zwischen 1914 und 1916 mit einer neuen Fördermaschine, einem neuen Kesselhaus und einer Chlorkaliumfabrik weiter aus, Man hoffte, mit der Chlorkaliumfabrik den geförderten Carnallit rationeller und effektiver verarbeiten zu können, Die Wiederaufnahme der Förderung geschah im Frühjahr 1917. Kriegsbedingt waren aber kaum Arbeitskräfte zu bekommen, und wegen Kohlenmangel konnte das Tropfwasser nicht mehr aus dem Schacht gebracht werden. Der Betrieb wurde 1921 stillgelegt, und die Grube soff ab. Die Förder- und Verarbeitungsanlagen sind 1936 gesprengt worden. (Waßmann, Königsdahlum.)

GR.·RHOOEN

Carlsfund

62. Neben Herman II. förderten auf dem Rhüdener Sattel noch die beiden Gruben Carlsfund I. und Il. Sie gehörten zu Rhüden. Carlsfund I. wurde 1896 abgeteuft und 1924 stillgelegt, Carlsfund Il, 1913/14 und wie Hermann Il 1921. Beide Bergwerke besaßen für Rhüden eine außerordentliche wirtschaftliche Bedeutung, Mit ihrer Stillegung setzte eine große Arbeitslosigkeit ein. Die ausgedehnten Förderanlagen sind nicht mehr vorhanden, allerdings im Gelände bei einer Begehung noch gut zu erkennen. Wie auf Hermann Il, steht noch das Direktionsgebäude; auf dem Bild rechts. (Lindemann, Bornum.)

63. In Störy ist im Jahre 1898 das heutige Anwesen Karl-Peters-Straße 7 noch Gastwirtschaft und Posthaltestelle. Christian Philipps hatte es 1872 von Theobald Busch gekauft. 120 Jahre zuvor war arn 15. April 1752 dem Krüger Busch aus Störy auf dem Wohldenberg die Kruggerechtigkeit bestatigt worden. Die Personen auf dem Bild sind mit Ausnahme des Gemeindedieners Wilhelm Philipps (rechts) nicht mehr bekannt. Der Mann in der Bildmitte hält eine kleine Kanone, die als Beutestück aus dem Krieg 1870/71 galt. (Philipps, Störy.)

64. Das Kaufhaus Karl Niewand in Störy bestand bis 1969. Das Anwesen war ursprünglich eine Brinksitzerstelle, die man von dem dahinterliegenden Halbspännerhof Nr. 16 abgetrennt hatte. Zur Zeit der Aufnahme im Jahre 1928 zeigte sich das Haus in einem schmucken Gewande. (Debus, Bockenern.)

65. Von einer Schule in Störy wird bereits 1639 berichtet. Das abgebildete Schulgebäude am Adriansplatz - heute Dorfgemeinschaftshaus, nachdem die Störyer Kinder seit 1966 in Bockenem beschuit werden - stammt aus dem 18. Jahrhundert. Heinrich Albermann, der von 1917 bis 1931 als Vorgänger des bekarmten August Borgmeyer die LehrersteIle versah, war nebenher - das linke Fensterehen im Giebel beweist es - ein passionierter Taubenhalter. (Debus, Boekenem.)

66. Ist sie 1 000, 800 oder gar nur 600 Jahre alt, die bekannte Linde in Upstedt? Niemand vermag es mit Bestimmtheit zu sagen. Immerhin ist sie der älteste Baumveteran im Landkreis, und mit Sicherheit werden die Altvorderen unter ihren mächtigen Ästen so manche wichtige Angelegenheit beraten haben. Als 1893 die Ummauerung vorgenommen wurde - die hintere Mauer war gerade frisch verputzt -, entstand diese historische Aufnahme mit der Maurerkolonne und mit den Dorfbewohnern. Im Vergleich zu heute besaß die Linde damals noch einen massiven Stamm. (Mahnkopf, Upstedt.)

67. In Volkersheim war das Rittergeschlecht von Cramm bereits seit Ende des 13. Jahrhunderts begütert. Es nahm mit zwei Linien seinen Sitz dort aber erst nach 1600. Dabei wurde das vormalige Bauern- zum Junkerndorf - so jedenfalls die damalige Bezeichnung -: fünf der sechs Ackerhöfe wurden abgemeiert, verloren also ihr Land, und ein Drittel der beackerbaren Fläche und der gesamte Wald gingen an die beiden Güter. Das auf dem Foto abgebildete Wohngebäude hatte 1610 Heinrich von Cramm auf dem ihm gehörenden Unterhof errichten lassen. Es steht noch heute und ist das älteste Adelshaus in Volkersheim. (von Gadenstedt, Volkersheim.)

68. Der Oberhof, das andere der beiden ehemaligen von Crammschen Güter in Volkersheim, war 1686 entstanden. Er wurde von wenigen Jahren abgerissen. Lange Zeit wurden von ihm aus die beiden 1794 vereinigten Gutshöfe bewirtschaftet, (von Gadenstedt, Volkersheim.)

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