Bockenem in alten Ansichten Band 2

Bockenem in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Manfred Klaube
Gemeente
:   Bockenem
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5429-1
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bockenem in alten Ansichten Band 2'

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50. Der ehemals Schillingsche Ackerhof Nr. 8 in Jerze kam um 1875 durch Heirat an August Benecke, der den Hof Nr. 11 (in der Gegenwart Manfred Mecke) innehatte. Von dieser Heirat an wurden beide Anwesen zusammen bewirtschaftet. Baufälligkeit war schließlich der Grund für den Abriß um etwa 1970. Seitdem ist diese Stelle in der Ortsmitte leer. Links im Anschnitt zeigt sich die vormalige Gastwirtschaft Müller, die in ihrem Wirtschaftsbetrieb bis ca. 1983 geführt und 1990 an einen anderen Eigner verkauft wurde. Die in ihrem Ständerwerk sichtbare Scheune im Hintergrund gehörte zum Hof Ackenhausen. Auch sie wurde um 1970 abgerissen. (Manfred Klaube , Bockenem. )

51. Mit den nationalsozialistischen Erfolgen bei den versebiedenen Wahlen der Jahre 1932 und 1933 ging auch in den Dörfern des Ambergans und in der Stadt Bockenern die politische Mehrheit an die NSDAP. Der 'Einzug der Nazis in das Bockenemor Rathaus' fand im Spalier von Stahlhelm-Angehörigen und SA-Leuten 1933 auf dern Bockenemer Buchholzmarkt start. In der vorderen Rcihe schritten der Fabrikant Friedrich Weule , späterer Bürgerrneister, der SA-Sturmführer Fritz Habekosr , von Beruf Dachdecker. später Polizeibcarnrer , und der Lebensmittelgroßhändler Wilhelm Spanger, Ortsgruppenleiter in Bockenern. Das Protokoll der Ratssirzurig vom 28. Juni 1933 verrnerkt: 'Das Bürgervorsteherkollegium umfaßt I! Mitglieder. Die drei Mitglieder der SPD wurden von den Amtshandlungen ausgeschlosscn. Darnit umfaßt das Bürgervorsteherkollegium nur noch acht stirnrnberechtigte Mitglieder.' (Museum Bockenem.)

52. 1933 wurden die Gemeinden durch die Regierungspräsidenten zur Arbeitsbeschaffung verpflichtet. In Bockenem kam es daraufhin zu vier Maßnahmen: den Bau des Freibades, die Nette-Regulierung unterhalb der Kompagniemühle und zu Wegearbeiten im Bockenemer und im Störyer Wald. Am 8. März 1934 vermerkte man auf dem Rathaus. daß die Stadt Bockenem keine Arbeitslosen mehr habe. Die Arbeitsdienstgruppe. die im Störyer Wald eingesetzt war, errichtete nach Fertigstellung der dortigen Wege im Jahre 1933 das nach ihrem aus Rhüden stammenden Führer Haase benannte 'HaaseDenkrnal'. Die dort angebrachte Erinnerungstafel enthielt die folgenden Namen aus dem Stadtgebiet:

Gärtner aus Bockenem, Ehlmann aus Königsdahlum, Kraume aus Mahlum und Voss aus Upstedt. Dieses 'Haase-Denkrnal' wurde von Unbekannten in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1983 dem Erdboden glcichgernacht. (Museum Bockenem. )

53. Für den Bau einer 'Freibadeanstalt' genehmigte der Bockenemer Magistrat im August 1933 die Aufnahme eines Kredites in Höhe von 30 000 Mark, und nachdem aufgrund eines gescheitertern Geländetausches der beabsichtigte Platz an der Nette in der Maseh aufgegeben werden mußte , beschloß man am 11. Oktober 1933 den Bau auf städtischem Gelände auf der Mahlumer Höhe. Die Aufnahme zeigt das damals noch völlig unbebaute Areal, wobei unten rechts die nach Ortshausen führende Straße zu erkennen ist. (Museum Bockenem. )

54. Im März 1934 hatte man beirn Bau des Freibades 46 Arbeitslose eingesetzt. Urn diese Zeit zählte die Stadt rund 150 erwerbslose Unterstützungsempfänger. Neunzig davon konnten im Rahmen der Arbeitsbcschaffung aus öffentlichen Mitteln beschäftigt werden, so beim Badbau, und sechzig Personen übernahm die private Wirtschaft. Der Aushub des Bades wurde per Hand vorgenommen, die Erde mit Loren fortgefahren. Die Aufnahme- bzw. Blickrichtung des Fotografen bei dieser Aufnahme geht nach Westen gegen die Stadt, wobei im Hintergrund gerade noch die letzten Häuser ausgemacht werden können. (Museum Bockenem. )

55. Nach einer außerordentlich kurzen Bauzeit konnte das Bockenemer Freibad am 17. Juni 1934 im Beisein von rund I 000 Personen eingeweiht werden. Ansprachen hielten der Bürgermeister und der Landrat, wobei letzterer die Anstrengungen der Stadt zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit besonders herausstellte. Die Aufnahme läßr die ersten Anpflanzungen erkennen, das Kinder-Plansch-Becken ist bereits vorhanden, das Gelände nach hinten hin mit einem Zaun abgeschlossen, die spätere Liegewiese hingegen noch nicht fertiggestellt. Hier stehen noch Bauloren. Die fünf Personen im Vordergrund sind, von links: Karl Tegtmeyer. Fritz Habekost, Julius Grußendorf, Wilhelm Stallmann und Wilhelm Spanger. Seinen ersten großen Besuch, und zwar wetterbedingt, erlebte das Bad mit rund 400 Personen am 11. Juli 1934. ( Museum Boekenem. )

56. Was die Stadt Boekenem in den letzten Jahren trotz zahlreicher Ansätze noch immer nicht geschafft hat , das gab es bereits in den dreißiger Jahren; nämlich einc StadthalIe als gedeckter Versammlungsort bci größeren Veranstaltungen und herausragenden Anlässen. Sic besaß eine für die damalige Zeit recht ansprechende Einrichtung, und man hatte sogar eine Bühnenhaus angebaut. Der Baukörper gehörte zu einem Sägewcrk , das unter den Eignern Bierbaurn und Saßmann bis etwa 1932 betrieben wurde und in Konkurs ging. Die Stadt kaufte dieses 'Sägewerk Grünberg' am 26. Mai 1937 und richtere die Stadthalle im gleichen Jahr ein. Der gesamte Komplex befand sich vor dem Hauptzugang der Stadt, vor dem Bönnierthor. Auch in der Gegenwart ist diese 'Stadthallc in ihrer äußeren Gestalt noch crbalten. von der Substanz her jcdoch baufällig. Sic gehört zu der Landrnaschinen- und Kfz-Firma Brandes. (Museum Bockenem. )

57. Natürlich muß die Schaffung und Ausweisung einer StadthaIIe in Bockenem in den dreißiger Jahren unter den damaligen Zeitumständen gesehen werden, und so fanden in ihr auch Parteiveranstaltungen statt, wie hier bei eincr Aufnahme aus dem Jahre 1936. Dennoch wurde dieser Versammlungsort sehr vielseitig und bei zahlreichen Anlässen genutzt. 1940 wurden in ihm erstmals aueh Kriegsgefangene untcrgebracht die während der Kampagne in der Zuekerfabrik arbeiteten. (Hedwig Waßmann , Königsdahlum.)

58. Die erste Tankstelle in Bockenem richtete der Drogist Friedrich Beuermann ein. Sie stand auf dem Buchholzmarkt direkt vor seinem Geschäft. Frequentiert wurde sie aufgrund der damals geringen KfzDichte noch wenig. (Museum Bockenem. )

59. Das Gebäude der heutigen Wilhelm-Busch-Realschule wurde im Jahre 1927 Iertiggestellt. und mit jcnern Jahr erhielt die Stadt ihrc erste 'Mittelschule'. zu Beginn mit sechs Klassen und rund 100 Kindern. Die Einweihung geschah am 20. April. Weiterführcnde Literatur: Die Schulen im Ambergau gestem und heute, Festbuch zur Fertigstellung der Mittelpunktschule 'Ambergau in Bockenern, Herbst 1966. (Museum Bockeucrn.)

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