Bockhorn in alten Ansichten Band 2

Bockhorn in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dieter Horstmann
Gemeente
:   Bockhorn
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1472-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bockhorn in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

'Bcckhorn in alten Ansichten' - zweiter Band. Ist das wirklich nötig? 'Ja' sagen die Einen, 'Warum? ' fragen Andere, 'Warum nicht!' die Dritten. Eine Verneinung kam von denen, die den ersten Band schon recht überflüssig fanden - sie befinden sich in der MinderzahL Der erste Band, im Juni 1980 herausgekommen, fand spontane, positive Resonanz ; nicht nur bei Lesern und Betrachtern, sondern auch bei Fachleuten, in der Presse und in anderen Medien. Die erste Auflage ist vergriffen. Für einen - wie Verlag und Verfasser meinten - kleinen Interessentenkreis eine beachtliche Tatsache, die dadurch überrascht, daß das Bändchen bis nach Amerika kam, im Gepäck eines alten Bockhorners zurück in die Heimat gelangte und dort der Familie als Wegweiser durch das Bockhorn von früher diente. Eine zweite Auflage folgte. Natürlich gab es Kritiken! Überwiegend über Bilder die nicht gebracht worden waren. Sie waren dem Verfasser nicht bekannt oder standen ihm nicht zur Verfügung.

An dieser Stelle ist es angezeigt für Berichtigungen oder Hinweise zu danken. So konnte der Gasthof

'Hasselbach' gefunden werden! Manche Informanten glaubten ihn in Brunne gefunden zu haben. Ein Gebäude dort zeigt tatsächlich viele Ähnlichkeiten. Jedoch Brunne gehört nicht zu Bockhorn. Unserem 'Arnerikaner' verdanken wir die genaue Zielansprache: Eichenstraße! Der Feuerlöschteich erregte die Gemüter! Die Abbildungen in diesem Band werden alle Unklarheiten beseitigen.

Heute wird nun der zweite Band 'Bockhorn in alten Ansichten' vorgestellt. Der Verfasser machte sich erneut auf die Suche nach altem, unbekannten Material und wurde 'fündig'. Dankbar sei verrnerkt, daß diesmal auch stärker auf die Ortsteile Steinhausen, Grabstede - um nur die wichtigsten zu nennen - eingegangen werden kann.

An der Historie Bockhorns hat sich seit dem ersten Band nichts geändert. Immer noch ist die erste urkundliche Erwähnung das Jahr 1220. Neue Erkentnisse, die das Geschichtsbild ins Wanken gebracht hätten, liegen nicht vor. Die Klosterhöfe rund um Grabstede werden 1319 genannt und 1461 hört man

von dem 'Steenhus nit ferne von Bochhorne', dem jetzigen Steinhausen.

Trotzdem sei Neues an dieser Stelle in gebotener Kürze vermeldet: Auf dem Gebiet der heutigen - und früheren - Gemeinde Bockhorn lagen Orte, deren erste urkundliche Erwähnungen rund 100 Jahre früher als 1220 nachzuweisen sind. Der Verfasser bereitet eine ausführliche Arbeit darüber vor. Neuerdings vermuten Frühgeschichtler eine Burg nahe dem Ortskern. In einer Aufsatzfolge wies der Verfasser nach, daß die Bockhorner Kirche 'St. Cosrnas und St. Damianus' zwei Vorgängerinnen gehabt hat, um 1020 als Holzkirche erbaut wurde und ursprünglich 'us leewe Fru' - also unserer lieben Frau - geweiht und gewidmet war. Das Holz wurde durch das Niederlegen der germanisch-heidnischen Heiligen Haine gewonnen. Die Gemarkung heißt heute noch Hilgenholt (Heiliges Holz).

Erfreulich ist, daß diesmal auch viele Privataufnahmen vorgestellt werden können, die in Familienalben oder als Negative einen Dornröschenschlaf

führten. So ist der Verfasser dankverpflichtet Jan Balzer, Diedrich Ohmstede sen., Heinz Rabius und Erich Wölbern. Als Spezialist für Grabstede erwies sich Udo Lammers mit seinen Freunden hilfreich. Foto-Pinther gab fachlichen Rat, Oskar Berg wichtige Hinweise und Wilfried Weber ortsspezifische Informationen.

'Bockhorn in alten Ansichten' will auch im zweiten Band bewahren, was einmal war, um der Nachwelt, aber auch den Zeitgenossen zu zeigen: Das war Euer Bockhorn, das Bockhorn Eurer Großeltern, Eurer Vorfahren. Vergeßt es nicht über das neue Bockhorn! Vieles ist verschwunden, noch manches wird bald verschwunden sein. Etliches wurde verändert. Doch wäre das heutige Bockhorn undenkbar ohne das Bockhorn in alten Zeiten.

Der Verfasser wünscht den Lesern und Betrachtern die gleiche Freude, die er hatte beim Zusammenstellen des zweiten Bandes von: 'Bockhorn in alten Ansichten'. Leserhinweise machte es moglich in der zweiten Auflage Ergänzungen und Berichtigungen vorzunehmen.

+

1. Bevor wir unseren Spaziergang durch das alte Bockhorn beginnen, wollen wir einen Bliek auf den 'Stadtplan' werfen. Bockhorn um 1929. Viel werden wir von alten Straßen lesen und sehen. Vieles hat sich geändert. Auch Straßennamen unterliegen der Wandlung. Manche Namen sind nicht in Mode, nicht mehr in Mode, andere Namen sagen uns kaum noch etwas. Hier soll die Orientierung erleichtert werden. Und schon werden Erinnerungen wach: Klippenstraße, Glockenstraße, Poggenstraße, Brandstraße. Der Besitzer des Planes hat durch Kreuze ihm Wichtiges markiert und eine weitere Straße eingezeichnet. Auch die 'Nord'-Richtung wurde handschriftlich hinzugeftigt. Bis Mitte 1950 behielt der Plan seine Gültigkeit und wurde 1954 noch einmal - aktualisiert - gedruckt.

2. Idyllisch und beschaulich muß es in Bockhorn zugegangen sein - als diese Aufnahme gemacht wurde. Das alte Rathaus, der neue Löschwasserteich - mit Pumpenhaus, Pferdefuhrwerke. Hoch vom Kirchenfirst überblickte man den Ortskern. Welch ein Unterschied zu heute, wo doch allen Ernstes Fußgängerampeln gefordert werden um 'lebend' von 'Behrens' zum (neuen) Rathaus zu gelangen. Noch aber können zwei gemütlich auf der Straße ihren Klönsnack halten.

3. Der Ziegeleibesitzer Jan Achelis verkaufte das 1853 erbaute Wohnhaus 1920 an die Gemeinde Bockhorn. Diese richtete es als Schule her und brachte eine Klasse der Kreisberufsschule und später zwei Klassen der Volksschule dort unter. Die gemeindeeigene Leihbücherei hatte hier ein zeitweiliges Domizil. 1933 ging man dann daran und baute das Gebäude noch einmal um. Die Gemeindeverwaltung übernahm es als Rathaus der Großgemeinde 'Friesische Wehde', die neben Bockhorn auch Neuenburg und Zetel umfaßte und von hier regiert wurde. Der Spritzenteich wurde neu angelegt. Von hier konnten im Ernstfall die Feuerwehrschläuche bis zu den Ziegeleien gelegt werden.

4. Am alten Rathaus hat man viel und oft Änderungen vorgenommen. Vor allem die Eingangstür wurde an die verschiedenstcn Seiten gerückt, wie es gerade am günstigsten erschien. Als man dann endgültig der Meinung war, die Tür müsse zum künftigen (geplanten) Marktplatz gehen, stieg wieder ein große Umbauaktion und die Tür befand sich da, wo sie ursprünglich gewesen war, als das Gebäude noch das Herrenhaus des Großlandwirts und Ziegeleibesitzer Achelis war. Wir sehen also das Haus quasi im Urzustand.

5. Heinrich Kunst, der Fotograf mit dem Bliek für das Besondere, wählte bewußt den Glockenturm als Motiv. Ohne Kirche! Trutzig steht er da, als Wächter des alten Friedhofs. Der Turrn ist jünger als die Kirche und im unteren Teil frühgotisch. Gemauert aus den Ziegeln im 'Klosterformat'. Der Kirchhof wurde mehrfach umgestaltet. Als die Aufnahme entstand, standen die Grabsteine noch auf ihren alten Platzen, so wie sie einstmals erstellt worden waren. Im Hintergrund sehen wir die 'Auto Halle' von Menke Ahlers. So nannte er einmal sein Autohaus. So nannte man damals alle Autohauser, und wirklich: meist waren es Hallen, in denen die ersten Automobile zum Verkauf angeboten wurden.

6. Der Bliek auf den Altar der 'Cosmas- und Damiankirche' ist einer alten Werbeschrift entnommen. Sie sollte hier nicht fehlen, denn sie zeigt uns den Altar in seiner früheren Gestaltung. Das Altarbild - heute hängt es an der Seitenwand - sorgte einige Zeit für Aufregung, als man es für einen echten Rembrandt halten wollte. Heute schreibt man es einem nicht näher bekarmten Rembrandtschü1er zu. Hundert Thaler hatte das Bild gekostet, die Bockhorner hatten es in Münster gekauft. Das war 1811. Ob das Werk unter Aufsicht des Meister Rembrandt in dessen Atelier entstand, oder ob es nur in seinem Stil gemalt ist, ist unerheblich. Dem Eindruck dieses 'Ecce Homo' wird sich kaum einer entziehen können.

7. Ist es nun ein 'Rehling' oder nicht? Es läßt sich nicht so genau sagen. Eigentlich spricht die etwas verunglückte Perspektive gegen die Annahme, Rehling sei der Maler dieser Ansicht, die uns nur auf einer alten Aufnahme als Postkarte vorlag. Die Kirche und das Jürgensche Haus stimmen, der Gleekenturm und der alte Bauerhof sind teils zu schlank, teils zu zierlich. Im Vordergrund der alte Löschteich, Am historischen Handelshaus ist der Kran zu erkennen. Nach Poststempel - 1925 - und handschriftlichem Vermerk steht zu vermuten: Das Bild wurde um 1924 gemalt. Kurioserweise zeigt die Kirche schon eine Uhr! Bekanntlich wurde die Uhr aber erst 1930 eingebaut. Visionen eines Künstlers? Oder pure Fantasie? Siehe auch Band 1 Bild 4.

8. Ein Haus mit zwei Schatten? Gibt es das? Natürlich nicht! Des Rätsels Lösung: Dem alten Haus war noch eine Scheune angebaut, die war es, die den Schatten warf. Eine ähnliche Ansicht konnte bereits im ersten Band vorgestellt werden. Das war Bockhorns berühmteste Ansicht, verwunschen und verträumt. Auch diese schon recht 'betagte' Aufnahme verdanken wir dem unbestechlichen Auge des Fotografen Kunst und seiner Kamera.

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