Bodenwerder in alten Ansichten

Bodenwerder in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Bode
Gemeente
:   Bodenwerder
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5216-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bodenwerder in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mit diesem Buch soll dem Betrachter ein Eindruck vom äußeren Erscheinungsbild einer kleinen Stadt inmitten einer Flußlandschaft und vom wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ihrer Bewohner vermittelt werden.

Zum besseren Verständnis des aufgezeichneten Zeitabschnittes vom Ausgang des vorigen und dem Beginn unseres Jahrhunderts - Großvaters Zeiten -, ist ein kurzer Überblick über die Geschichte der Stadt hilfreich. Ein Kupferstich von Merian aus dem Jahre 1654 zeigt die Umrisse des historischen Stadtkerns, wie er noch um die Jahrhundertwende bestand. Um diese Zeit hatte die Stadt etwa 1 700 Einwohner.

Die Stadt Bodenwerder liegt an einer der schönsten Stellen des Weserberglandes, das zu den nördlichsten Ausläufern der deutschen Mittelgebirge zählt. Der 460m hohe Vogler, der Eekberg und der Hopfenberg umkränzen die Stadt am Weserstrom.

Entstehung und Alter der Stadt sind in Dunkel gehüllt. Wahrscheinlich ist die Stadt von Fischern und Schiffern auf der Weserinsel angelegt worden. Schon vor 1 000 Jahren wird die Siedlung in Verbindung mit dem im Jahre 959 gegründeten benachbarten Kloster Kemnade genannt. Es ist jedoch anzunehmen, daß schon weit früher eine Be-

siedlung erfolgte, denn ein um die Jahrhundertwende bei Baggerarbeiten in der Weser gefundener Einbaum ist auf ein Alter von 4 000 Jahren geschätzt. (Eine verkleinerte Nachbildung befindet sich im Heimatmuseum der Stadt.) Im Herbst 1951 wurde bei Kanalisationsarbeiten der Rest eines Tongefäßes aus der Eisenzeit gefunden. Auch in der näheren Umgegend der Stadt wurden steinund eisenzeitliche Funde gemacht.

Der Name der Stadt geht auf das Geschlecht der Grafen von der Homburg zurück, die ihre Stammburg bei Stadtoldendorf hatten. Ritter Bodo von der Homburg wird als erster Oberherr in der Chronik erwähnt. 'Bodos Inseloder Werder' ist daher der Name der Stadt geworden. Die Insel war noch bis vor etwa fünfzig Jahren vorhanden. Der tote Arm der Weser, der südlich der Stadt noch zu sehen ist, führte bis zu dieser Zeit um die ganze Stadt herum. Die durch die ständige Vergrößerung der Frachtschiffe notwendige Vertiefung des Flußbettes der Weser brachte eine Verlandung mit sich, und so mußte der Arm schießlich aus Gründen der Hygiene zugeschüttet werden. Das Stadtbild erfuhr dadurch eine erhebliche Veränderung. Heinrich von der Homburg verlieh der Stadt bereits im Jahre 1287 Stadtrechte. Drei Festungstürme sowie Teile der alten Stadtmauer

sind Zeugen des Wehrwillens jener Zeit. Die Verteidigung der Stadt lag ursprünglich allen waffenfähigen Bürgern ob. Aus ihrem Zusammenschluß ist später die Schützengesellschaft entstanden. Der heutige Schützenverein führt seine Tradition auf diese Schützengesellschaft zurück (1514).

Das Wappen der Stadt zeigt auf blauem Grund drei Toröffnungen und dahinter drei aufstrebende Türme mit vier mit Kreuzen versehenen Spitzen. Ein in der mittleren Toröffnung befindlichter Löwe ist das Wappenzeichen derer von Homburg. Ein in der rechten Toröffnung enthaltener Krummstab wurde dem Wappen erst später eingefügt, als die Stadt während einer Reihe von Jahren unter die Herrschaft der Hildesheimer Bischöfe gekommen war. Die Stadtfarben sind Blau-Rot.

Die gute Befestigung der Stadt sowie die insulare Lage bot dem Bürger Schutz gegen Feinde und ermöglichte eine ungestörte günstige Entwieklung. Die wirtschaftliche Bedeutung war daher in jener Zeit beachtlich. Marktrechte, Münzrecht, Brauerei- und Apothekergerechtsame sowie eigene Gerichtsbarkeit waren Zeichen der Macht und wirtschaftlichen Stärke.

Bis zum Dreißigjährigen Krieg währte der Wohl-

stand in der Stadt. Als dann aber das Weserbergland schwer unter den Wirren des Krieges zu leiden hatte, schmolz auch der Reichtum der Stadt dahin. Was Feuers- und Wassersnot auf der Weserinsel nicht vermocht hatten, erreichte Tilly mit seinen Landsknechten.

Der Leinenhandel brachte für Bodenwerder im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) noch einmal einen wirtschaftlichen Aufschwung, der die Kriegsschäden zu überwinden half. In Bodenwerders Heimatmuseum erinnern mehrere Ausstellungsstücke an die Zeit des Flachsanbaues und die Leinenherstellung.

Viele Fachwerkhäuser schmücken noch heute das Stadtbild und erinnern an fleißige und weitblikkende Bürger.

Am 30. April 1987 jährte sich zum 40. Mal der Tag, an dem die jetzige Weserbrücke ihre Weihe erhielt. Es ist dies die dritte eiserne Brücke, die die älteren Einwohner unserer Stadt erlebten. Die Vorgängerin der ersten eisernen Brücke war eine hölzerne Schiffsbrücke, die nur noch aus Überlieferungen und Bildern in Erinnerung sein dürfte, denn sie wurde schon im Jahre 1883 entfernt.

LudwigBode Stadtheimatpfleger

1. Bodenwerders Rathaus an der Großen Straße im Jahre 1900. Bürgermeister Liersch und einige seiner Mitarbeiter posieren für das Foto. Das Fenster im Hausgiebel ist mit einer Girlande eingefaßt und 'bekrönt', um den hoheitlichen Charakter des Gebäudes zu betonen. Im Jahr 1936 erwarb die Stadtsparkasse das Gebäude und ließ es für ihre Zwecke umbauen.

2. Im Jahre 1908 ließ die 1843 gegründete Stadtsparkasse neben dem alten Rathaus in der Großen Straße ein eigenes Geschäftsgebäude bauen. 1959 wurde es zusammen mit dem alten Rathaus abgebrochen. Ein neues geräumiges Sparkassengebäude entstand an dieser Stelle.

3. Die Stadt erwarb 1936 das Münchhausen-Geburtshaus und richtete es als Rathaus ein. Die Ansicht zeigt das Haus einige Jahre vor dem Erwerb (1928).

4. Das schöne Fachwerkhaus links im Bild mußte 1961 der Einrichtung der Königstraße als Einbahnstraße weichen.

5. Das Balke'sche Hinterhaus war ein schöner malerischer Winkel an der Weser, der durch den vor einigen Jahren erfolgten Behang mit Kunststoffplatten verloren ging.

BODENWERDER

Fn der Ringmauer

1. Liersch

6. Ein Bliek auf Bodenwerder Münchhausen-Berggarten im Jahr Im Hintergrund der Vogler.

vom 1928.

7. Im Jahre 1921 hielt der 1918 zu neuem Leben erwachte Turnverein von 1905 sein erstes Schauturnen ab.

8. Auf dem Zimmertalskopf des 416 m hohen Voglers bei Bodenwerder wurde 1911 der erste 'Bodoturm' erbaut.

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